Social Media als Motivationsfaktor am Arbeitsplatz

Mitarbeiterportale spielen bei der zwischenmenschlichen Kommunikation innerhalb von Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Für die Unternehmensführung bietet ein modernes Intranet die Chance, einen Wertewandel im Unternehmen zu schaffen und Wettbewerbsvorteile zu generieren, denn Interaktion und Kommunikation sind die Treiber in der modernen Wissensgesellschaft. Nicht zuletzt kann ein modernes Intranet auch als Motivationsfaktor für die Mitarbeiter dienen.

Elizabeth Lupfer, Kommunikationsmanagerin beim amerikanischen Luft- und Raumfahrtskonzern BEA, bezeichnet das moderne und neue Intranet gar als ‚sozialen Arbeitsplatz‘. Sie stellt die Mitarbeiterzufriedenheit in den Mittelpunkt und richtet die interne Kommunikation darauf aus. Ihre These: Die Verknüpfung von redaktionellen Inhalten, digitalen Projektarbeitsräumen und der sozialen Plattform führt letztendlich zu mehr Mitarbeiterproduktivität.

Es gilt seit längerem als bewiesen, dass Bezahlung als Hygienefaktor gilt und einzelne Gehaltserhöhungen nur sehr kurzfristige positive Effekte auf die Zufriedenheit haben. Viel wichtiger sind die klassischen Motivationsfaktoren wie Anerkennung der Leistung, gemeinsam Ziele zu erreichen und Selbstverwirklichung. Gerade dazu kann ein modernes und gut betreutes Intranet beitragen. Es bietet Mitarbeiter eine Plattform ihre Projekte darzustellen und dafür Anerkennung zu erfahren. Anerkennung bezieht sich in diesem Fall nicht mehr rein hierarchisch auf Vorgesetzte, sondern speist sich aus allen Ebenen. Mitarbeiter danken Kollegen für gute Leistungen und laden so das emotionale Konto positiv auf.

Die dänische Bahn hat sich dieses Prinzip zunutze gemacht, eine soziale Plattform eingeführt und mit Hilfe einer internen Kommunikationskampagne Mitarbeiter motiviert ihre positiven Erfahrungen des Tages zu teilen. Kommentare wurden durch Anerkennung verstärkt und so die Kultur im Unternehmen positiv unterstützt. Das internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf hat in ganz ähnlicher Weise Mitarbeiter motiviert, sich aktiv an der Kommunikation zu beteiligen. Im Zuge des 150 Jahres Jubiläums wurden Mitarbeiter ermuntert, in einer speziell geschaffenen Plattform Ihre Erfahrungen im IKRK mit Kollegen zu teilen. Die so entstandenen Inhalte wiederum wurden durch die interne Kommunikation aufgenommen und unterstützt. Das motiviert Mitarbeiter nicht nur – sie lernen auch anhand eines unproblematischen Themas wie Kommentieren von Inhalten im Intranet funktioniert.

Das Öffnen des Intranet als Kommunikationskanal kann bei richtiger Herangehensweise motivierend wirken und schafft so einen klaren Vorteil fürs Unternehmen.

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Bildquellen

  • Social Networking: photodune - kentoh
Volker Grünauer

Volker Grünauer

Volker Grünauer ist Gründer von Advatera, einem Expertennetzwerk für Digital- und Kommunikationsmanager. Neben der Moderation des Netzwerkes berät er Organisationen bei Digital- und Intranetprojekten. Sein Motto: „Erfahrungen austauschen hilft Kosten zu sparen und den Blick für die wesentlichen Erfolgskriterien zu schärfen.“

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1 Antwort

  1. Da kann ich nur zustimmen. Als Admin einer Social-Media-Plattform im Siemens-Intranet bekomme ich öfters die Rückmeldung, dass es den Teilnehmern neben Wissensaustausch und Netzwerken schlichtweg „Spaß macht“, sich aktiv in die Community aktiv einzubringen.

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