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		<title>Usability &#8211; Benutzerfreundlichkeit testen &#038; sichern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[contentmanager.de Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 11:09:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nutzer:innen können heute mit wenigen Klicks zur Konkurrenz wechseln. Da entscheidet häufig die Usability – also die Benutzerfreundlichkeit einer Website oder Anwendung – über Erfolg oder Misserfolg. Je intuitiver, schneller und angenehmer sich eine digitale Lösung bedienen lässt, desto eher bleibt die Zielgruppe und konvertiert. Unternehmen, die Usability ernst nehmen, investieren nicht nur in ein ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="237" data-end="757"><strong>Nutzer:innen können heute mit wenigen Klicks zur Konkurrenz wechseln. Da entscheidet häufig die Usability – also die Benutzerfreundlichkeit einer Website oder Anwendung – über Erfolg oder Misserfolg. Je intuitiver, schneller und angenehmer sich eine digitale Lösung bedienen lässt, desto eher bleibt die Zielgruppe und konvertiert. Unternehmen, die Usability ernst nehmen, investieren nicht nur in ein besseres Nutzererlebnis, sondern stärken nachhaltig ihre Marke, Kundenbindung und Conversion-Rate.</strong></p>
<p data-start="759" data-end="961">Doch was genau steckt hinter dem Begriff Usability? Wie unterscheidet sie sich von der übergeordneten UX (User Experience)? Und wie lassen sich Usability-Probleme gezielt analysieren und verbessern?</p>
<p data-start="963" data-end="1163">In diesem Artikel erfährst Du, welche Usability-Methoden, Analyseansätze, Tests und Optimierungsstrategien sich in der Praxis bewährt haben und wie Du sie in Deinen digitalen Projekten umsetzen kannst.</p>
<h2 data-start="1170" data-end="1218">Was bedeutet Usability im digitalen Kontext?</h2>
<p data-start="1220" data-end="1487">Die Usability beschreibt zuallererst, wie effektiv, effizient und zufriedenstellend ein:e Nutzer:in ein bestimmtes Ziel auf einer <a href="https://www.contentmanager.de/nachrichten/website-gestaltung-checkliste-gute-website/" target="_blank" rel="noopener">Website</a>, in einer App oder einem System erreichen kann. Es geht also nicht nur darum, ob etwas „funktioniert“, sondern wie gut es sich bedienen lässt. Usability wird nach DIN EN ISO 9241-11 definiert und beinhaltet folgende klassiche Kriterien:</p>
<ul data-start="1552" data-end="1688">
<li data-start="1552" data-end="1580">
<p data-start="1554" data-end="1580">Aufgabenangemessenheit</p>
</li>
<li data-start="1552" data-end="1580">
<p data-start="1554" data-end="1580">Selbstbeschreibungsfähigkeit</p>
</li>
<li data-start="1616" data-end="1643">
<p data-start="1618" data-end="1643">Erwartungskonformität</p>
</li>
<li data-start="1644" data-end="1664">
<p data-start="1646" data-end="1664">Fehlertoleranz</p>
</li>
<li data-start="1665" data-end="1688">
<p data-start="1667" data-end="1688">Individualisierbarkeit</p>
</li>
<li data-start="1665" data-end="1688">
<p data-start="1667" data-end="1688">Steuerbarkeit</p>
</li>
<li data-start="1665" data-end="1688">Lernförderlichkeit</li>
</ul>
<p data-start="1690" data-end="2061">Der Begriff wird oft im Zusammenhang mit UX (User Experience) verwendet, ist aber nicht synonym. Während sich UX auf das ganzheitliche Erlebnis mit einem Produkt konzentriert – von der ersten Berührung über die Nutzung bis hin zur Nachwirkung –, ist Usability ein Teilbereich davon, nämlich die konkrete Nutzbarkeit. Eine gute UX ist ohne gute Usability kaum denkbar.</p>
<p data-start="1690" data-end="2061"></p>
<h2><strong>Methoden der Usability von Anfang an einsetzen</strong></h2>
<p>Je früher Usability-Methoden im Projekt eingesetzt werden, desto weniger Kosten entstehen, da die meisten Probleme schnell erkannt werden und mit weniger Aufwand zu beheben sind. Einige Methoden sind bereits aus der klassischen <a href="https://www.contentmanager.de/whitepaper/whitepaper-erfolgreiche-softwareauswahl/" target="_blank" rel="noopener">Software</a>-Entwicklung bekannt, werden aber bei der Entwicklung von Websites häufig nicht eingesetzt.</p>
<p>Beim Start jedes Projekts sollte nach der Zieldefinition die Anforderungs-Analyse (Requirements Analysis) gemacht werden. Dabei schreibst Du fest, welchen Anforderungen das System genügen muss, um die Ziele des Projekts zu erfüllen.</p>
<h2>Welche Methoden und Tools gibt es, um die Usability zu analysieren?</h2>
<p data-start="2422" data-end="2551">Die Grundlage jeder Optimierung ist die Analyse. Bei dieser hast Du im Bereich der Usability die Wahl zwischen <strong data-start="2503" data-end="2519">qualitativen</strong> und <strong data-start="2524" data-end="2550">quantitativen Methoden</strong>:</p>
<h3 data-start="2553" data-end="2578">Qualitative Methoden</h3>
<p data-start="2579" data-end="2659">Diese Methoden liefern erste Einsichten in das „Warum“ hinter dem Nutzerverhalten.</p>
<h4 data-start="2662" data-end="2824"><strong data-start="2662" data-end="2681">Usability-Tests</strong>:</h4>
<p data-start="537" data-end="928">Bei Usability-Tests bearbeiten echte Nutzer:innen typische Aufgaben auf der Website oder in der Anwendung, während sie beobachtet werden – entweder live oder per Videoaufzeichnung. Du erkennst so, wo sie hängen bleiben, sich verlaufen oder frustriert abbrechen. Die Ergebnisse liefern konkrete Hinweise auf Bedienprobleme und ermöglichen fundierte Designentscheidungen.</p>
<h4 data-start="2827" data-end="2916"><strong data-start="2827" data-end="2855">Interviews &amp; Befragungen</strong>:</h4>
<p data-start="930" data-end="1279">Nach oder unabhängig von Tests werden Nutzer:innen gezielt nach ihren Eindrücken, Erwartungen und Problemen befragt. Dies kann strukturiert (z. B. Fragebogen) oder offen (z. B. Leitfadeninterview) erfolgen. Die Ergebnisse liefern qualitative Einblicke in Denkweisen, Vorwissen und subjektive Wahrnehmung der Anwendung.</p>
<h4 data-start="2919" data-end="3034"><strong data-start="2919" data-end="2945">Cognitive Walkthroughs</strong>:</h4>
<p data-start="1281" data-end="1718">Ein Team aus UX-Expert:innen oder Produktverantwortlichen geht Schritt für Schritt typische Nutzungsszenarien durch – aus Sicht neuer Nutzer:innen. Dabei wird bewertet, ob jeder Schritt verständlich, erwartungskonform und zielführend ist. Der Fokus liegt auf potenziellen Stolpersteinen für Erstnutzer:innen. Die Ergebnisse helfen, Schwächen in Informationsarchitektur und Interaktion frühzeitig zu erkennen.</p>
<h3 data-start="3036" data-end="3062">Quantitative Methoden</h3>
<p data-start="3063" data-end="3166">Hier geht es um Zahlen und Muster, die Rückschlüsse auf das Verhalten vieler Nutzer:innen erlauben.</p>
<h4 data-start="3169" data-end="3275"><strong data-start="3169" data-end="3186">Web-Analytics</strong> (z. B. mit <a href="https://www.contentmanager.de/nachrichten/was-ist-google-analytics-funktionen-vorteile-nachteile-grenzen/" target="_blank" rel="noopener">Google Analytics</a>):</h4>
<p data-start="1753" data-end="2152">Durch Tracking-Tools wie Google Analytics erfährst Du, wie sich Nutzer:innen auf Deiner Seite bewegen. Z. B. wo sie einsteigen, wie lange sie bleiben, welche Seiten sie verlassen. Die Einrichtung erfolgt über Tracking-Codes, die meist über den Google Tag Manager eingebunden werden. Die Ergebnisse zeigen Nutzungsmuster, Drop-offs und Conversion-Hürden.</p>
<h4 data-start="3278" data-end="3379"><strong data-start="3278" data-end="3290">Heatmaps</strong> (z. B. mit Hotjar oder Crazy Egg):</h4>
<p data-start="2154" data-end="2542">Heatmaps visualisieren, wo Nutzer:innen klicken, scrollen oder mit der Maus verweilen. Dafür werden Sessions anonym aufgezeichnet und aggregiert dargestellt. So erkennst Du, welche Inhalte auffallen (oder übersehen werden), ob CTAs funktionieren und wie weit gescrollt wird. Das hilft vor allem bei der Optimierung von <a href="https://www.contentmanager.de/seo-sem/die-perfekte-landingpage-fuer-adwords/" target="_blank" rel="noopener">Landingpages</a> und Formularen.</p>
<h4 data-start="3382" data-end="3477"><strong data-start="3382" data-end="3404">Session Recordings</strong>:</h4>
<p data-start="2544" data-end="2898">Hierbei werden echte Nutzer-Sessions im Hintergrund aufgezeichnet, inklusive Mausbewegung, Klickverhalten und Scrollverhalten. Die Durchführung ist meist mit wenigen Klicks im Tool möglich. Die Aufnahmen liefern realistische Einblicke in Nutzungssituationen und helfen, ungewöhnliches Verhalten oder technische Bugs zu erkennen.</p>
<p>Die so gewonnenen Informationen bilden eine gute Grundlage für die Beschreibung der Anforderungen an das Projekt in der Anforderungs-Analyse.</p>

<h2 data-start="3594" data-end="3650">Wichtige Usability-Metriken: Was solltest Du messen?</h2>
<p data-start="3652" data-end="3772">Nicht alles, was gemessen werden kann, ist relevant – und umgekehrt. Folgende Metriken haben sich in der Praxis bewährt:</p>
<ul data-start="3774" data-end="4219">
<li data-start="3774" data-end="3877">
<p data-start="3776" data-end="3877"><strong data-start="3776" data-end="3800">Task Completion Rate</strong> (Erfolgsrate): Wie viele Nutzer:innen schließen eine Aufgabe erfolgreich ab?</p>
</li>
<li data-start="3878" data-end="3962">
<p data-start="3880" data-end="3962"><strong data-start="3880" data-end="3896">Time on Task</strong>: Wie lange dauert eine Aufgabe? Ist der Weg zur Lösung effizient?</p>
</li>
<li data-start="3963" data-end="4013">
<p data-start="3965" data-end="4013"><strong data-start="3965" data-end="3979">Fehlerrate</strong>: Wie oft treten Bedienfehler auf?</p>
</li>
<li data-start="4014" data-end="4113">
<p data-start="4016" data-end="4113"><strong data-start="4016" data-end="4048">System Usability Scale (SUS)</strong>: Ein standardisierter Fragebogen zur Einschätzung der Usability.</p>
</li>
<li data-start="4114" data-end="4219">
<p data-start="4116" data-end="4219"><strong data-start="4116" data-end="4144">Net Promoter Score (NPS)</strong>: Wie wahrscheinlich ist es, dass Nutzer:innen das Produkt weiterempfehlen?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="4221" data-end="4433">Diese Daten bilden die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen zur Verbesserung.</p>
<div>
<h2 data-start="4440" data-end="4496">Usability verbessern: So optimierst Du zielgerichtet</h2>
<p data-start="4498" data-end="4594">Die Analyse ist der erste Schritt – doch was folgt daraus? Hier einige bewährte Vorgehensweisen:</p>
<ul data-start="4596" data-end="5070">
<li data-start="4596" data-end="4706">
<p data-start="4598" data-end="4706"><strong data-start="4598" data-end="4613">A/B-Testing</strong>: Zwei Varianten gegeneinander testen, um datenbasiert die bessere Version zu identifizieren.</p>
</li>
<li data-start="4707" data-end="4830">
<p data-start="4709" data-end="4830"><strong data-start="4709" data-end="4736">Prototyping &amp; Iteration</strong>: Früh und oft testen, verbessern und wieder testen. Gerade in agilen Projekten unerlässlich.</p>
</li>
<li data-start="4831" data-end="4970">
<p data-start="4833" data-end="4970"><strong data-start="4833" data-end="4874">Responsives Design &amp; Mobile Usability</strong>: Immer mehr Nutzer:innen kommen über mobile Endgeräte. Die mobile Usability ist heute ein Muss.</p>
</li>
<li data-start="4971" data-end="5070">
<p data-start="4973" data-end="5070"><a href="https://www.contentmanager.de/nachrichten/barrierefreie-website-checkliste-so-erreichen-sie-mehr-kunden-im-web/" target="_blank" rel="noopener">Landingpages</a>: Leichte Sprache, Kontraste, Tastaturbedienbarkeit.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="5072" data-end="5254">Wichtig: Nicht nur Technik und Design sind gefragt, sondern auch Empathie. Versetze Dich in die Perspektive der Nutzer:innen und nutze Tests, um diese Sicht objektiv zu überprüfen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-35480 size-medium" src="https://www.contentmanager.de/wp-content/uploads/2024/11/eCover-WP-Barrierefreie-Online-Shops-211x300.png" alt="eCover WP Barrierefreie Online-Shops" width="211" height="300" srcset="https://www.contentmanager.de/wp-content/uploads/2024/11/eCover-WP-Barrierefreie-Online-Shops-211x300.png 211w, https://www.contentmanager.de/wp-content/uploads/2024/11/eCover-WP-Barrierefreie-Online-Shops-235x335.png 235w, https://www.contentmanager.de/wp-content/uploads/2024/11/eCover-WP-Barrierefreie-Online-Shops.png 300w" sizes="(max-width: 211px) 100vw, 211px" /></p>
<p data-start="5072" data-end="5254"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><h4 class="vw-infobox-title"><span>Whitepaper Barrierefreiheit</span></h4><div class="vw-infobox-content"></p>
<p data-start="5072" data-end="5254">Barrierefreiheit ist nicht nur ein Rankingfaktor, sondern auch essenzieller Teil der Website-Optimierung und soziale Verpflichtung. Erfahre im <a href="https://www.contentmanager.de/redaktion-recht/whitepaper-barrierefreie-online-shops/" target="_blank" rel="noopener">Whitepaper</a>, was alles dazu gehört und wie Du Barrierefreiheit auf Deiner Website oder in Deinem Online-Shop umsetzen kannst.</div></div></div></p>
<h2 data-start="5072" data-end="5254"></h2>
<h2 data-start="5072" data-end="5254">Usability und Logik testen, bevor die Website überhaupt steht</h2>
<p data-start="351" data-end="629">Du kannst die Nutzbarkeit und den logischen Aufbau Deiner Website übrigens bereits testen, bevor diese Überhaupt aufgebaut wird. So lassen sich Fehler vermeiden, die Du später nur mit großem Aufwand wieder beheben kannst. Hier einige einfache, aber effektive Methoden, mit denen sich Logik, Struktur und Nutzerführung bewerten lassen, bevor überhaupt eine Zeile Code geschrieben wird.</p>
<h3 data-start="631" data-end="675">Fokusgruppen: Erwartungen früh erkennen</h3>
<p data-start="677" data-end="1118">Fokusgruppen bestehen aus fünf bis zehn Personen, die gemeinsam über eine Marke, ein Produkt oder eine geplante Website diskutieren. Dabei können auch grafische Entwürfe oder Prototypen bewertet werden. Ziel ist es, Erwartungen, erste Reaktionen und Wahrnehmungen potenzieller Nutzer:innen zu erfassen – ein wertvoller Input für die Ausrichtung von Konzept und Design. Fokusgruppen eignen sich vor allem für die Frühphase eines Projekts.</p>
<h3 data-start="1120" data-end="1179">Personas und Nutzungsszenarien: Denken aus Nutzersicht</h3>
<p data-start="1181" data-end="1524">Personas sind fiktive, aber realitätsnahe Nutzerprofile, die typische Eigenschaften, Ziele und Verhaltensweisen Deiner Zielgruppen beschreiben. Sie helfen Teams, ein gemeinsames Verständnis für die späteren Nutzer:innen zu entwickeln. Meist reichen drei bis fünf unterschiedliche Personas aus, um die Bandbreite der Zielgruppen abzudecken.</p>
<p data-start="1526" data-end="1835">Darauf aufbauend entstehen Nutzungsszenarien (Use Cases): kurze Beschreibungen, wie ein:e Nutzer:in ein bestimmtes Ziel erreicht. Beispiel: „Ein:e Kund:in möchte ein passendes Softwarepaket finden und buchen“. Diese Szenarien bilden die Grundlage für funktionale Anforderungen und das Design der Benutzerführung.</p>
<h3 data-start="1837" data-end="1896">Card Sorting: Nutzerzentrierte Informationsarchitektur</h3>
<p data-start="1898" data-end="2306">Mit der Methode des Card Sorting lässt sich testen, wie Nutzer:innen Inhalte logisch gruppieren würden. Dabei werden Begriffe oder Inhalte auf Karten notiert (häufig 40–80 Stück) und von Testpersonen in sinnvolle Kategorien sortiert, ohne vorgegebene Struktur. Ziel ist es, eine nutzergerechte Informationsarchitektur zu entwickeln, die sich an der tatsächlichen Denkweise der Zielgruppe orientiert.</p>
<h3 data-start="2308" data-end="2355">Papierprototyp-Tests: Schnell und effektiv</h3>
<p data-start="2357" data-end="2720">Mit Papierprototypen kannst Du die grundlegende Struktur und Navigation Deiner Website testen, noch bevor Design oder Programmierung starten. Zeichne dafür einfache Screens oder Menüs auf Papier und lasse Testpersonen Aufgaben lösen. Z. B. „Wo würdest Du klicken, um Kontakt aufzunehmen?“ So erkennst Du früh, ob Navigation, Begriffe und Aufbau logisch sind.</p>
<p data-start="2722" data-end="2991">Auch spezifischere Tests wie die Navigationsarchitektur (z. B. durch simulierte Klickpfade auf Papier) oder die Informationsarchitektur (z. B. über Menü-Strukturkarten) lassen sich auf diese Weise durchführen.</p>
<h3 data-start="2993" data-end="3034">HTML-Prototypen: Realitätsnah testen</h3>
<p data-start="3036" data-end="3504">Noch realitätsnäher sind HTML-Prototypen oder Klick-Dummys. Sie bestehen meist aus einfachen Seiten mit Navigation und Blindtexten, simulieren aber den echten Seitenaufbau. Nutzer:innen können sich durchklicken, während Du ihre Interaktionen beobachtest oder automatisch protokollierst. Diese Tests eignen sich ideal für Navigation, Struktur und erste Designentscheidungen. Sie sollten möglichst früh durchgeführt werden, um spätere Anpassungskosten zu vermeiden.</p>
<p data-start="3036" data-end="3504"></p>
<h2 data-start="5414" data-end="5468">Im Team denken: Prozesse &amp; Verantwortung</h2>
<p data-start="5470" data-end="5824">Usability ist keine Einmalaufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess und eine Teamleistung. UX-Designer:innen, Entwickler:innen, Produktmanager:innen, Marketing und Support sollten eng zusammenarbeiten. Denn nur wenn Nutzerfeedback, technische Umsetzung und strategische Ziele zusammenkommen, entsteht ein wirklich nutzerzentriertes Produkt. Ein bewährtes Framework ist z. B. Design Thinking, das Nutzerbedürfnisse ins Zentrum rückt und in interdisziplinären Teams arbeitet. Agile Methoden wie Scrum fördern ebenfalls eine regelmäßige Evaluation und Anpassung der Usability.</p>
<h2 data-start="152" data-end="207">Fazit: Usability beginnt früh und hört nie auf</h2>
<p data-start="209" data-end="625">Usability ist kein nachträgliches Feintuning, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor, der bereits in der Konzeptionsphase beginnt. Wer früh testet, klärt Erwartungen, strukturiert Inhalte logisch und vermeidet teure Fehler im späteren Entwicklungsprozess. Methoden wie Personas, Card Sorting oder Papierprototyp-Tests liefern wertvolle Erkenntnisse, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wird.</p>
<p data-start="627" data-end="1030">Ist die Website live, beginnt die eigentliche Arbeit erst: Usability-Analysen, Tests mit echten Nutzer:innen und kontinuierliche Optimierung sorgen dafür, dass Deine digitale Lösung nicht nur funktioniert, sondern begeistert. Dabei hilft der richtige Mix aus qualitativen Methoden und quantitativen Daten, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Denk daran: Gute Usability zahlt sich aus. In Form von besseren Conversions, zufriedeneren Nutzer:innen und geringeren Supportkosten.</p>
</div>
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			</item>
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		<title>Die Wichtigkeit von User Experience und User Interface für Onlineshops</title>
		<link>https://www.contentmanager.de/loesungen/die-wichtigkeit-von-user-experience-und-user-interface-fuer-onlineshops/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-wichtigkeit-von-user-experience-und-user-interface-fuer-onlineshops</link>
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		<dc:creator><![CDATA[contentmanager.de Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 09:16:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Onlinehändler sind heute angehalten, ihre Shops auf die optimale User Experience hin auszurichten. Denn komplizierte und langwierige Prozesse bedeuten häufig Abbrüche – kein Kunde bleibt auf einer Seite, wenn das Shoppingerlebnis als mühsam, langsam und schwerfällig wahrgenommen wird. Doch was gehört zu einer guten User Experience dazu? Und wie kann sie erreicht werden? Im Interview ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Onlinehändler sind heute angehalten, ihre Shops auf die optimale User Experience hin auszurichten. Denn komplizierte und langwierige Prozesse bedeuten häufig Abbrüche – kein Kunde bleibt auf einer Seite, wenn das Shoppingerlebnis als mühsam, langsam und schwerfällig wahrgenommen wird. Doch was gehört zu einer guten User Experience dazu? Und wie kann sie erreicht werden? Im Interview erklärt Robin Küffner, Leiter Ratenkauf für die Themen Produkt, IT, Operations und Marketing, welchen Stellenwert User Experience und User Interface für Onlinehändler haben muss und was es zu beachten gilt. </strong></p>
<blockquote><p>Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde. (Henry Ford)</p></blockquote>
<p><strong><em>Herr Küffner, warum sind Ihrer Meinung und Erfahrung nach die User Experience (UX) und das User Interface (UI) so wichtig für Onlineshops?</em></strong></p>
<p>Um diese Frage zu beantworten, muss ich erstmal kurz ausholen. UX, also die User Experience, beschreibt ganz allgemein die Erfahrung, die ein Nutzer mit einem Produkt oder Service auf einer Website bzw. im Onlineshop macht. UI, das User Interface, ist die Schnittstelle, mit der der Nutzer interagiert. In unseren heutigen Online-Zeiten ist sie sogar die einzige Möglichkeit für E-Commercler, mit einem Nutzer zu interagieren. Zum Vergleich: Früher gab es den Bahnangestellten am Ticketschalter, der den Kunden im Kaufprozess unterstützte. Heute müssen alle Eventualitäten des Nutzer-Verhaltens schon im Vorhinein durchdacht sein – wenn wir beim Bahn-Beispiel bleiben, also mögliche Bahncard, andere Vergünstigungen, Sitzplatzwünsche etc.</p>
<p>Das UI ist also Teil der UX, und am Ende müssen beide Aspekte zu einem positiven Nutzererlebnis führen. Ist das nämlich nicht der Fall, muss man mit Kaufabbrüchen rechnen. Ein schlechtes Erlebnis kann sogar dazu führen, dass die Kunden ein Produkt gar nicht nutzen können. Zum Beispiel wenn eine Zahloption so schlecht gebaut und konzipiert ist, dass vor lauter Frustration über die User Experience der Kauf abgebrochen wird und man mit dieser Zahloption auch nie wieder in Kontakt kommen will. Außerdem führt ein schlechtes Nutzererlebnis auch zu mehr Service-Anfragen – also Beschwerden oder Nachfragen von Kundenseite. Zusammengefasst: Schlecht konzipierte UX und UI erhöhen die Gefahr um ein Vielfaches, dass der Kunde seinen Kauf nicht vollendet und vor allem nicht mehr zu dieser Website oder diesen Shop zurückkehrt.</p>
<p><strong><em>Wie geht man das Thema UX und UI an, wenn man ein neues Produkt entwickelt?</em></strong></p>
<p>Ganz einfach: Man stellt Fragen. Wir bei ratenkauf by easyCredit stellen in der Regel Hypothesen auf, die wir anschließend verifizieren oder falsifizieren müssen. Die erste Frage lautet immer: Schaffe ich einen Nutzen für den Kunden? Denn nur wenn der besteht, macht es Sinn, weiter an dem Produkt zu arbeiten. Ohne Nutzen wird das Produkt keinen Erfolg haben.</p>
<p>Wir versuchen also mit den Hypothesen unsere Unkenntnis über einen potentiellen Kunden stufenweise zu reduzieren. In der frühen Produktentwicklung arbeiten wir viel mit Mock-Ups oder stellen einfach eine Menge Fragen aus Nutzerperspektive. Als Produktmanager bei der TeamBank, die ja das Produkt ratenkauf by easyCredit verantwortet, haben wir da beste Voraussetzungen. Zum Beispiel haben wir ein Uselab – das ist quasi unser UX- und UI-Labor. Hier können wir mit Hilfe von Eye-Tracking das Verhalten des Nutzers in einer Anwendung sehr genau analysieren und damit seine Wünsche in Erfahrung bringen.</p>
<p>Passend dazu gibt es da dieses Sprichwort von Henry Ford: »<em>Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde</em>«. Damit ist gemeint, dass ein Nutzer zum Beispiel generell das Bedürfnis hat, schnell von A nach B zu kommen. Allerdings ist das nicht zwangsläufig mit der Lösung gegeben, die es schon am Markt gibt und die einfach nur verbessert wird. Statt schnellerer Pferde kamen die Autos.</p>
<p><strong><em>Wie findet man den Weg zur besten User Experience?</em></strong></p>
<p>Eine UX ändert sich von Nutzer zu Nutzer, denn jeder hat andere Ansprüche. Die UX ändert sich aber auch einfach durch den Kontext, das ist wichtig zu beachten. In meiner Laufbahn hieß es immer: Der Payment-Prozess muss so einfach wie möglich sein. Was wir aber festgestellt haben ist: Je höher der zu zahlende Betrag, desto gewillter ist der Nutzer, einen zusätzlichen Schritt zu durchlaufen, zumal wenn dieser ihm Sicherheit gibt. Bei 20 Euro will niemand ein Passwort und dann noch eine Tan hinterher eingeben. Bei 10.000 Euro sieht das aber schon ganz anders aus. Es kommt also immer sowohl auf den Kontext als auch die Nutzergruppe an.</p>
<p>Letztlich gilt: Ein Produkt ist niemals fertig. Gerade die modernen IT-Anwendungen werden dynamisch weiterentwickelt, das gilt natürlich genauso für die UX. Produkte sind nämlich stetig wachsende Anwendungen, die sich laufend weiterentwickeln – genauso wie sich die Kundenwünsche und -bedürfnisse verändern.</p>
<p><strong><em>Können Sie den Entwicklungsprozess vielleicht an einem konkreten Beispiel von ratenkauf by easyCredit anschaulich beschreiben?</em></strong></p>
<p>Wir haben in der Pilotphase der Entwicklung der Online-Lösung ratenkauf by easyCredit festgestellt, dass es immer wieder Händler gab, die ratenkauf by easyCredit ihren Kunden auch vor Ort im Ladengeschäft anbieten wollten. Der Bedarf bei Händlern und Kunden war da, den Ratenkauf am PoS anzubieten. So haben wir den Ball aufgenommen und eine Strecke explizit für den Anwendungsfall im Ladengeschäft gebaut. Damit sind wir einer der wenigen Anbieter, die eine echte Multichannel-Lösung haben, die in beiden Varianten sehr ähnlich funktioniert und für den Händler somit einheitliche Prozesse über die verschiedenen Kanäle bietet.</p>
<p><strong><em>Was sind sinnvolle Stellschrauben für Händler, die Ihrem Shop eine bessere Usability verschaffen wollen?</em></strong></p>
<p>Was die Stellschrauben für Onlineshops angeht, müssen Onlinehändler eine Menge leisten: Es geht nicht nur um die Bedeutung eines oder ihres Produkts oder Services, sondern um den kompletten Ablauf, der mehrere Teilprozesse in einem Onlineshop miteinander kombiniert. Wie läuft die Beratung, die Lieferung, die Bezahlung? Das ist weitaus mehr als nur der »reine« Einkauf. Und das macht es für Onlinehändler besonders herausfordernd, da sie eine Menge zu bedenken und berücksichtigen haben. Angefangen bei der Wahl der Servicedienstleister, egal, ob sie aus dem Bereich Logistik oder Payment kommen: Auch sie müssen eine durchgängig einfache und angenehme User Experience bieten, die nach hinten raus weder den Kunden noch den Händler alleine lässt. Denn Probleme bei der Lieferung oder Bezahlung werden von dem Nutzer automatisch mit dem Onlineshop in Verbindung gebracht. Da reicht es nicht hinterher zu sagen, man könne ja nichts dafür, da der Service von einem externen Dienstleister angeboten werde.</p>
<p>Für den Händler bedeutet das, immer eine ganzheitliche Betrachtung seines Shops vorzunehmen und nicht nur den Fokus auf seine eigene Produktleistung zu legen. Er muss darauf achten, dass sein Nutzer gut informiert wird und er nicht mit offenen Fragen zurückbleibt. Außerdem muss ihm bei auftauchenden Fragen und Problemen mit gutem Service geholfen werden. Gerade im Bereich des Payments ist das einer der Aspekte, die gerne unterschätzt werden. Hinten raus muss der Service genauso schnell, einwandfrei und reibungslos funktionieren; sonst verbrennt man sich den Nutzer, sieht ihn nie wieder und bekommt im schlimmsten Fall noch schlechte Bewertungen oben drauf.</p>
<h5>Über Robin Küffner</h5>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-17023 size-full" src="https://www.contentmanager.de/wp-content/uploads/2019/04/Foto.png" alt="" width="200" height="261" />Nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik begann Robin Küffner seine Laufbahn bei der Sofort AG. Dort leitete er zunächst das Team für den technischen Händlersupport und wechselte dann in das Produktmanagement, wo er unter anderem an der agilen Transformation und der Integration in den Klarna-Konzern im Zuge der Übernahme beteiligt war. Seit 2016 ist er bei der TeamBank AG in Nürnberg und verantwortet dort aktuell als Leiter Ratenkauf die Themen Produkt, IT, Operations und Marketing für das von ihm mitentwickelte Produkt ratenkauf by easyCredit.</p>
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		<title>Ein gutes Doppel: User Experience Design und Scrum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[contentmanager.de Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2016 10:04:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CMS]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Scrum]]></category>
		<category><![CDATA[User Experience]]></category>
		<category><![CDATA[UX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sich UX-Design erfolgreich in den Scrum-Prozess integrieren lässt In der Softwareentwicklung setzt sich Scrum als agile Projektmanagement-Methode zunehmend durch. Inzwischen gibt es zahlreiche Workshops, umfassende Literatur und eine große Anzahl erfahrener Scrum-Experten. Im Scrum-Kontext wurde es bisher jedoch vernachlässigt, andere Elemente und fachliche Disziplinen, die essenziell für ein starkes Produkt sind, zu integrieren – ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Wie sich UX-Design erfolgreich in den Scrum-Prozess integrieren lässt</h3>
<p>In der Softwareentwicklung setzt sich Scrum als agile Projektmanagement-Methode zunehmend durch. Inzwischen gibt es zahlreiche Workshops, umfassende Literatur und eine große Anzahl erfahrener Scrum-Experten. Im Scrum-Kontext wurde es bisher jedoch vernachlässigt, andere Elemente und fachliche Disziplinen, die essenziell für ein starkes Produkt sind, zu integrieren – wie beispielsweise das User Experience Design. Eine gute User Experience (UX) führt dazu, dass Anwender ein Produkt bzw. eine Software gerne nutzen und ist damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor.</p>
<p>%CAD2%</p>
<p>Dennoch treten in der Praxis das User Experience Design und der Scrum-Prozess bisher meist nur nebeneinander an und haben wenige Berührungspunkte: Das User Experience Design – vom User Research über die Definition von Personas bis hin zur Erarbeitung von Skizzen und Wireframes – wird oft im Voraus erstellt und dann für die Umsetzung dem Entwicklungsteam übergeben. Erschwerend kommt hinzu, dass meist externe, spezialisierte Agenturen – die oft nach der klassischen Wasserfall-Methode arbeiten – das User Experience Design gestalten. Das liegt zumeist daran, dass bei der Gründung insbesondere der seit längerem bestehenden IT-Unternehmen das Thema UX noch nicht so sehr im Vordergrund stand wie heute.</p>
<p>Mit der zunehmenden Bedeutung und Verbreitung des Internets – bis auf die Bildschirme unserer Smartphones – haben sich die Ansprüche der User an eine Software jedoch verändert: Sie legen deutlich mehr Wert auf das Design und die Nutzerführung einer Software oder einer Internet-Anwendung. Um den stetig steigenden Ansprüchen der User gerecht zu werden und nicht zuletzt, um Marktanteile zu halten oder gar auszubauen, muss das UX-Design den User nicht nur bei der Anwendung unterstützen, sondern ihm auch ein gutes Gefühl bei der Nutzung der Software vermitteln. Je weniger Software-Unternehmen also auf ein optimales User Experience Design verzichten können, umso wichtiger ist es, diese Disziplin mit dem Scrum-Prozess zu verzahnen, der von ihnen meist für die Entwicklung eingesetzt wird. Denn nur wenn das User Experience Design und die Entwicklung im Rahmen eines agilen Prozesses gemeinsam antreten, steht am Ende ein Sieg: ein erfolgreiches Produkt, das nicht nur funktioniert, sondern das die Nutzer auch gerne anwenden.</p>
<h3>Die drei wichtigsten Aspekte für eine erfolgreiche Integration von UX-Design in den Scrum-Prozess</h3>
<h4>Erfolgsfaktor 1: Räumliche Nähe – für mehr Austausch und gegenseitiges Verständnis</h4>
<p>Eine gelungene agile Zusammenarbeit zwischen UX-Designern und Softwareentwicklern</p>
<p>wird durch viele Faktoren bestimmt, der Hauptfaktor aber ist das Team selbst. Häufig ist jedoch das Verhältnis zwischen Designern und Entwicklern eher angespannt. Das liegt nicht selten daran, dass beiden Gruppen nur wenig über die Arbeitsprozesse der jeweils anderen Gruppe wissen. So ist es für Designer oft nicht leicht nachzuvollziehen, wie die Entwickler mit den von ihnen zur Verfügung gestellten Designs weiterarbeiten. Die Entwickler wiederum können sich häufig kein Bild von den Prozessen machen, die Designer durchlaufen, um ein valides Konzept zu gestalten. Für beide Seiten ist es mitunter sehr intransparent, was die jeweils andere Gruppe in ihrer täglichen Arbeit leistet.</p>
<p>Aufklärungsarbeit seitens der Projektleitung und der Teammitglieder selbst kann hier zunächst ein grundlegendes Verständnis schaffen. Dabei sollte erklärt werden, was die Aufgaben der einzelnen Rollen sind und inwiefern sich durch die Integration der Designer auch Prozesse in der Softwareentwicklung anpassen müssen. Es ist wichtig, dass alle Teammitglieder verstehen, dass nur durch ein gutes Zusammenspiel beider Prozesse – User Experience Design und Softwareentwicklung – ein gelungenes Produkt entstehen kann.</p>
<p>Um das Verständnis für die Arbeit der jeweils anderen zu verbessern, ist räumliche Nähe ein wesentlicher Aspekt: Wenn Designer und Entwickler zusammen im gleichen Raum arbeiten, bekommen sie mit, an was der jeweils andere arbeitet. Sie können sich Fragen stellen und/oder ihre Arbeitsschritte wie z. B. Designs oder Softwarearchitektur-Bilder sichtbar im Raum anbringen. Durch das offensichtliche Visualisieren der aktuellen Arbeiten können einfacher und schneller Gespräche und Diskussionen entstehen. Diese Kommunikation – die weitaus häufiger stattfindet, wenn ein Team in einem Raum sitzt – fördert den kontinuierlichen Austausch, auch im Hinblick auf die technische Realisierung von Design-Ideen. Kurze Kommunikationswege führen dazu, dass Fragen häufiger gestellt und schneller geklärt werden, und wirken sich damit positiv auf das Produktergebnis aus.</p>
<p>Wenn es zeitlich möglich ist – und das entsprechende Fachwissen vorliegt – können die Designer die Entwickler auch bei der Programmierung unterstützen, etwa im Bereich der Frontend-Entwicklung. Der Vorteil: Selbst entworfene Designs lassen sich auch gleich technisch umsetzen und somit auf ihre Machbarkeit prüfen. Umgekehrt können sich auch die Entwickler im Rahmen des Scrum-Prozesses an der Erstellung des User Experience Designs beteiligen, etwa indem sie Mockups oder Prototypen erstellen.</p>
<h4>Erfolgsfaktor 2: UX-Design schon in Sprint 0 berücksichtigen – für relevante Personas und gute User Stories</h4>
<p>Im Scrum-Prozess wird die Zeit vor dem ersten Sprint für vorbereitende Maßnahmen genutzt, wie z. B. die Aufstellung der technischen Architektur. Dieser Zeitraum wird auch als Sprint 0 bezeichnet. In diese Phase lassen sich die ersten konzeptionellen und kreativen Prozessschritte des UX-Designs gut integrieren. Ziel von Sprint 0 ist in diesem Fall, gemeinsam ein grundlegendes Verständnis für den User und eine einheitliche Produktvision zu erarbeiten</p>
<p>Hierfür empfiehlt sich ein Workshop, in dem alle Projektbeteiligten – Entwickler, User Experience Designer, Product Owner und idealerweise auch die Stakeholder – ein Big Picture der UX-Idee entwickeln. Ebenso sollten bereits in Sprint 0 die ersten Schritte des UX-Designs umgesetzt werden: User Research, Persona-Erstellung und das Erarbeiten von Anforderungen in Form von User Stories. Auf dieser Basis können die Beteiligten gemeinsam ein für alle verständliches Product Backlog erarbeiten. Bereits im Sprint 0 sollten Daily Scrum Meetings stattfinden, in denen sich die Teammitglieder gegenseitig über den Fortschritt und aktuellen Stand der Vorbereitungsphase informieren.</p>
<p>Die User Stories, die im Sprint 0 zusammen erarbeitet werden, sortiert der Product Owner am Ende des Sprints nach ihrer Priorität. Am höchsten werden die User Stories priorisiert, die das sogenannte Minimal Viable Product (MVP) abbilden – also das Produkt oder Feature, welches mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichen Nutzen für den User bringt. Diese User Stories sollten dann in den ersten Sprints umgesetzt werden.</p>
<p>Um abschätzen zu können, wie viele Sprints benötigt werden, um das MVP umzusetzen, sollten die Entwickler in Sprint 0 eine Aufwandsschätzung der priorisierten User Stories vornehmen. Aufgabe der User Experience Designer in dieser Phase ist es, den Wert und Nutzen einer User Story zu beschreiben und die Entwickler an den Aufwand für die Umsetzung des Designs zu erinnern.</p>
<p>Für die Entwickler kann es schwierig sein, eine Aufwandsschätzung abzugeben, wenn noch kein definiertes User Experience Design vorhanden ist. Um ein gemeinsames Verständnis – und damit eine genauere Schätzung – der User Stories zu erreichen, empfiehlt es sich, während Sprint 0 einfache (Papier-)Prototypen zu erstellen. Die Ideen aller Projektbeteiligten lassen sich auf diese Weise schnell visualisieren und so besser in der Gruppe diskutieren. Die tragfähigsten Ideen können dann weiterentwickelt und idealerweise anhand von mit Prototypen noch in Sprint 0 auf ihre Benutzerfreundlichkeit getestet werden, z. B. von Kollegen. Das Feedback der Tester lässt sich dann in einer schnellen Iteration berücksichtigen.</p>
<p>Der parallelen Entwicklung geschuldet, wird es im Laufe des Projekts nur noch den User Experience Designern möglich sein, den kompletten Prozess immer wieder durchzuführen, d.h. kontinuierliche User Research, Anpassung – und falls erforderlich Neuerstellung – von Personas, Erstellung und Test von Prototypen etc. Die User Experience Designer sollten im Laufe des Prozesses darauf achten, ihre gewonnenen Erkenntnisse und Resultate regelmäßig mit dem restlichen Team zu teilen.</p>
<h4>Erfolgsfaktor 3: UX-Designer an allen Scrum-Meetings beteiligen – für das „Big Picture“</h4>
<p>Voraussetzung für eine ganzheitliche Integration der User Experience Designer in den Scrum-Prozess ist deren Teilnahme an allen Scrum-typischen Meetings. Dazu zählen Daily Scrum, Plannings, Product Backlog Refinement, Retrospektiven und Reviews.</p>
<p>Im Rahmen dieses „institutionalisierten“ Austauschs zwischen Entwicklern und User Experience Designern – idealerweise zusätzlich unterstützt durch räumliche Nähe – können beide Gruppen schnell herausfinden, ob sich das erstellte User Experience Design mit angemessenem Aufwand umsetzen lässt. Weiterhin haben die Entwickler so auch die Möglichkeit, ihre Ideen und Ansichten in den UX-Design-Prozess einfließen zu lassen.</p>
<p>Ebenfalls empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit zwischen UX-Designern und Product Ownern, speziell bei der Ausgestaltung von User Stories. Sie können ihre Erfahrung im Umgang mit den Nutzern und deren Bedürfnisse bei der Erstellung von User Stories einfließen lassen und User Experience Designs zu den geplanten User Stories anfertigen. Dabei sollte darauf geachtet werden, sehr detailliertes User Experience Design erst dann zu erstellen, wenn es benötigt wird – und nicht schon weit im Voraus. Das Gleiche gilt auch für die finale Ausformulierung der User Stories, da es sehr wahrscheinlich ist, dass sich initiale User Stories aufgrund neuer Erkenntnisse im Laufe des Projekts ändern. Somit ist es ratsam, die User Stories auch hinsichtlich ihrer User Experience erst ein bis zwei Sprints vor der geplanten Umsetzung zu finalisieren, um den Arbeitsaufwand zu minimieren.</p>
<p>Als fester Bestandteil eines Scrum Teams stehen die User Experience Designer jederzeit für Rückfragen zur Verfügung. Das trägt dazu bei, Mehrfach-Arbeit zu verhindern, etwa wenn ein Detail zum Verhalten des User Interfaces vom Entwickler anders verstanden und ohne Rückfrage implementiert wurde. Indem sie die Akzeptanzkriterien einer User Story prüfen, unterstützen die UX-Designer auch den Product Owner, der die User Stories maßgeblich mitprägt.</p>
<p>User-Tests sind ein weiteres Aufgabenfeld, dessen sich UX-Designer während der Entwicklung annehmen können. Hierfür empfiehlt es sich, mit ausgewählten Anwendern in regelmäßigen Abständen – etwa alle zwei Sprints – Usability-Tests durchzuführen, idealerweise zunächst mit Prototypen. So hat die Zielgruppe die Möglichkeit, neu implementierte Produktinkremente zu evaluieren. Eine frühe Rücksprache mit den Anwendern hat den Vorteil, dass etwaige Änderungswünsche der User umgehend berücksichtigt werden können. Insbesondere wenn die Anpassungen bereits an Prototypen erfolgen und nicht erst an der bereits entwickelten Software, bedeutet das enorme Zeit- und Kostenersparnisse. Anpassungen lassen sich direkt in einer darauffolgenden Iteration vornehmen, oder die Änderungswünsche werden in neuen User Stories verankert. Um den transparenten Austausch mit dem Scrum Team aufrecht zu erhalten, sollten die UX-Designer die Ergebnisse der User Tests im Daily Scrum präsentieren.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>User Experience Designer können in einem Scrum-Team umfassende Aufgaben übernehmen und wesentlich zum Erfolg des Produkts beitragen. Voraussetzung dafür ist, dass die UX-Designer als Doppelpartner der Entwickler im Scrum-Prozess mitspielen. Zum einen ist es ihre Aufgabe, nach vorne zu schauen und mittels User Research, User Tests und Prototyp-Erstellung eine auf den Anwender ausgerichtete Entwicklung des Produkts voranzutreiben. Zum anderen sollten sie immer für Nachfragen der Entwickler bezüglich aktuell bearbeiteter User Stories verfügbar sein, die bereits implementierten User Stories validieren und gegebenenfalls an der Zielgruppe testen.</p>
<p>Dabei sollten sich alle Beteiligten bewusst sein, dass es in der agilen Softwareentwicklung im Grunde keine endgültige Lösung gibt. Mit sich verändernden Bedürfnissen der User muss sich schließlich auch das Produkt verändern – indem es stetig angepasst und weiterentwickelt wird. Daher sind mit der Freigabe eines Softwareprodukts die Entwicklung und das User Experience Design nicht abgeschlossen. Im Prinzip beginnt in diesem Moment schon ein neues Match.</p>
<p>Autor: Heidi Oltersdorff, Consultant bei diva-e Digital Value Enterprise GmbH (<a href="http://www.diva-e.com" target="_blank">www.diva-e.com</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
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