Retail-CEOs: Supply Chains nicht optimal für Anforderungen im Omnichannel-Handel aufgestellt


Supply Chain Management

Vier von fünf CEOs im Einzelhandel betrachten ihre Lieferketten als „nicht optimal“ aufgestellt für die Herausforderung Omnichannel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von weltweit 400 CEOs von Einzelhandelsunternehmen durch die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Die Umfrage wurde im Auftrag von JDA, einem weltweit führenden Lieferanten von innovativen Softwarelösungen für Supply Chain-Management, Merchandising und Preisgestaltung (www.jda.com) durchgeführt. Internet-affine Verbraucher stellen das Geschäftsmodell des traditionellen Einzelhandels auf den Kopf: die Grenzen zwischen On- und Offline-Handel verschwimmen zusehens. Einzelhändler müssen daher ihre Vertriebs- und Logistikprozesse anpassen.

83 Prozent der befragten Manager sind jedoch der Meinung, dass ihre Supply Chain für diese sich wandelnden Anforderungen derzeit noch „nicht optimal“ aufgestellt ist. 34 Prozent sehen die wachsende Beliebtheit des Omnichannel-Shopping sogar als mögliche Bedrohung. Immerhin die Hälfte der CEOs gibt an, dass die Supply Chain zum strategischen Wettbewerbsvorteil für ihr Unternehmen werden könnte, dennoch plant bisher nur ein Drittel für das kommende Jahr Maßnahmen zum Ausbau ihrer Distributionskapazitäten und zur Optimierung der Lieferkette. Hier besteht in den kommenden Jahren noch Nachholbedarf. Die gesammelten Ergebnisse der Umfrage sind in dem Papier „CEO Viewpoint: The Strategic Role of Supply Chain in an All-Channel World” zusammengefasst, das kostenlos zum Download bereitsteht.

Große Sorgen machen sich die befragten CEOs eher um traditionellere Probleme wie eine wachsende Bedrohung ihrer Wettbewerbsfähigkeit (41 Prozent), Margenverfall und Kosten (39 Prozent) sowie Kundengewinnung und -bindung (24 Prozent). Bei ihren Bemühungen um Wachstum favorisieren sie aktuell Strategien wie die Expansion in neue Märkte (99 Prozent), Eröffnung neuer Filialen (60 Prozent) oder Unternehmensaufkäufe und -zusammenschlüsse (57 Prozent).

Ken Hicks, CEO von Foot Locker, betont: „Angesichts des Multichannel-Shoppings ändert sich auch bei Foot Locker die Supply Chain, die wir flexibler und schneller gestalten. Wir wollen neue Ideen und neue Wege für die Warendistribution finden, um nicht nur die Produkte ins Geschäft zu bekommen, sondern auch die Kunden.“

So kommen die Autoren denn auch zu folgendem Ergebnis: Während früher fast ausschließlich der Preis und die Qualität für das Image einer Marke ausschlaggebend waren, gehört heute untrennbar auch die jederzeitige und nahtlose Verfügbarkeit der Produkte über alle Kanäle dazu. Supply Chain Management ist deshalb ein fundamental wichtiger Bestandteil des Betriebsmodells im Handel.

 

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  • Supply Chain Management: Maksim Kabakou - Fotolia
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