Über ERP-Systeme laufen zentrale Prozesse aus Warenwirtschaft, Einkauf, Vertrieb, Logistik, Produktion oder Finanzwesen. Umso wichtiger ist die Frage, wie flexibel ein Unternehmen reagieren kann, wenn sich Anforderungen verändern. Neue gesetzliche Vorgaben, neue Geschäftsmodelle oder veränderte Marktbedingungen können Anpassungen innerhalb kurzer Zeit erforderlich machen. An diesem Punkt wird digitale Souveränität zu einem strategischen Thema. Das nächste FRIDAY Insights von OMT und contentmanager.de beschäftigt sich unter dem Titel „Digitale Souveränität: Ist Dein ERP ein Risiko?“ genau damit. Es geht darum, wie Unternehmen ihre ERP-Strategie auf langfristige Handlungsfähigkeit ausrichten können.
FRIDAY Insights: Digitale Souveränität im ERP prüfen
Am 16. Oktober 2026 von 11:00 bis 12:30 Uhr sprechen Andreas Fresi und Ekkehard Ziesche von Softengine darüber, welche Faktoren eine resiliente und zukunftsfähige ERP-Strategie prägen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen Abhängigkeiten erkennen und bewusst gestalten können.
Dabei geht es unter anderem um die Nähe zum Softwarestandard, passende Betriebsmodelle und mögliche Lock-in-Effekte. Auch der Einfluss eines Unternehmens auf die Weiterentwicklung seiner geschäftskritischen Software spielt eine Rolle. Das Thema reicht damit weit über einzelne technische Funktionen hinaus. Die ERP-Strategie beeinflusst direkt, wie schnell ein Unternehmen auf Veränderungen reagieren kann.
Ein weiterer Bestandteil des FRIDAY Insights ist eine interaktive Q&A-Session. Teilnehmende können eigene Fragestellungen einbringen und mit den Experten diskutieren. Die Veranstaltungsreihe FRIDAY Insights wird von OMT und contentmanager.de gemeinsam durchgeführt und widmet sich wichtigen Tools und Softwarethemen für Unternehmen.
Für wen lohnt sich das FRIDAY Insights?
Das Webinar richtet sich an Geschäftsführungen, kaufmännische Leitungen und IT-Verantwortliche im Mittelstand.
Damit spricht das Thema bewusst mehrere Unternehmensbereiche an. Die Entscheidung über ein ERP-System betrifft schließlich weit mehr als die IT-Abteilung. Geschäftsprozesse, Kostenstrukturen, Datenverfügbarkeit und strategische Entwicklungsmöglichkeiten hängen eng mit der eingesetzten Software zusammen.
Für die Geschäftsführung ist daher wichtig zu verstehen, welche Abhängigkeiten aus der bestehenden ERP-Landschaft entstehen können. IT-Verantwortliche benötigen wiederum einen Überblick über technische Flexibilität, Wartbarkeit und Integrationen. Kaufmännische Entscheider:innen müssen einschätzen können, welche Folgen technologische Entscheidungen langfristig für Prozesse und Investitionen haben.
Das FRIDAY Insights am 16. Oktober bietet die Gelegenheit, diese Fragen in 90 Minuten gebündelt zu betrachten. Wer die eigene ERP-Strategie prüfen und digitale Souveränität im Unternehmen greifbarer machen möchte, kann das Webinar als Ausgangspunkt für die weitere Diskussion im eigenen Unternehmen nutzen.
Digitale Souveränität beginnt bei geschäftskritischen Systemen
Digitale Souveränität wird häufig mit Datenhoheit, Cloud-Infrastrukturen oder der Abhängigkeit von großen Technologieanbietern verbunden. Im Unternehmensalltag zeigt sich das Thema jedoch sehr konkret bei den Systemen, die zentrale Geschäftsprozesse steuern.
Ein ERP-System ist dafür ein gutes Beispiel. Es verbindet unterschiedliche Bereiche des Unternehmens und verarbeitet eine Vielzahl relevanter Daten. Veränderungen an diesem System können deshalb weitreichende Folgen haben. Wenn neue Schnittstellen benötigt werden, zusätzliche Geschäftsbereiche angebunden werden sollen oder regulatorische Anforderungen umgesetzt werden müssen, zählt vor allem eines: Anpassungsfähigkeit.
Dabei ist vollständige Unabhängigkeit kaum ein realistisches Ziel. Jedes Unternehmen arbeitet mit Technologiepartnern, Softwareanbietern und Dienstleistern zusammen. Man sollte aber diese Abhängigkeiten kennen und bewerten können.
Welche Alternativen stehen zur Verfügung? Wem gehören die Daten? Wie leicht lassen sie sich exportieren? Wie flexibel sind Schnittstellen? Welche Änderungen kann das eigene Unternehmen anstoßen? Und wie stark hängt die Weiterentwicklung der eigenen Prozesse von Entscheidungen des ERP-Anbieters ab?
Solche Fragen machen digitale Souveränität messbarer. Sie helfen Unternehmen dabei, den Blick von einzelnen Softwarefunktionen auf die langfristige Steuerbarkeit ihrer IT-Landschaft zu richten.
Wie abhängig ist Dein Unternehmen vom ERP-Anbieter?
Viele Abhängigkeiten entstehen schleichend. Ein ERP-System wird eingeführt, anschließend erweitert und über Jahre an interne Abläufe angepasst. Zusätzliche Schnittstellen kommen hinzu, spezielle Prozesse werden entwickelt und immer mehr Unternehmensbereiche greifen auf das System zu.
Mit der Zeit steigen dadurch häufig die Wechselkosten. Bestimmte Funktionen sind eng mit dem Anbieter verbunden. Eigenentwicklungen erschweren Updates. Daten liegen in proprietären Formaten vor oder Schnittstellen lassen sich nur mit zusätzlichem Aufwand verändern.
Auch die Wahl des Betriebsmodells spielt eine Rolle. Cloud, On-Premises und hybride Modelle bringen jeweils andere Voraussetzungen mit. Unternehmen sollten deshalb klären, welche Anforderungen für ihre eigene Organisation entscheidend sind. Dazu zählen etwa Skalierbarkeit, Wartbarkeit, Integrationsfähigkeit und der Zugriff auf Daten.
Ein weiteres Thema ist die Nähe zum Softwarestandard. Individuelle Anpassungen können Prozesse sehr genau abbilden. Jedoch können umfangreiche Sonderentwicklungen spätere Updates und Migrationen erschweren. Eine langfristig tragfähige ERP-Strategie muss deshalb immer wieder prüfen, wo Individualisierung tatsächlich einen geschäftlichen Mehrwert schafft.
Fünf Fragen für die eigene ERP-Strategie
Besonders praktisch ist das Prüfraster, das Teilnehmende im Anschluss an das Webinar nutzen können. Es besteht aus fünf konkreten Fragen und soll dabei helfen, die eigene ERP-Strategie auf mögliche Risiken und Abhängigkeiten zu überprüfen.
Damit wird das eher abstrakte Thema digitale Souveränität auf die operative Ebene übersetzt. Unternehmen können überprüfen, an welchen Stellen ihre aktuelle Systemlandschaft ausreichend flexibel ist und wo genauer hingeschaut werden sollte.
Im Mittelstand kann ein solches Raster hilfreich sein. Viele Unternehmen verfügen über ERP-Systeme, die über Jahre gewachsen sind und tief in bestehende Prozesse eingebettet wurden. Eine vollständige Neuausrichtung steht häufig gar nicht zur Debatte. Umso wertvoller ist es, bestehende Strukturen regelmäßig auf ihre Zukunftsfähigkeit zu prüfen.
Das kann beispielsweise bedeuten, Schnittstellen genauer zu dokumentieren, Datenexporte zu testen oder Verantwortlichkeiten gegenüber dem Softwareanbieter klarer zu definieren. Auch geplante Erweiterungen lassen sich unter dem Gesichtspunkt der digitalen Souveränität neu bewerten.
Termin und Anmeldung: Digitale Souveränität
Das FRIDAY Insights findet am Freitag, den 16. Oktober 2026, von 11:00 bis 12:30 Uhr online statt. Die Teilnahme richtet sich insbesondere an Geschäftsführungen, kaufmännische Leitungen und IT-Verantwortliche im Mittelstand.
Die Anmeldung erfolgt über die Webinarseite des OMT. Wer aktuell seine ERP-Landschaft überprüft, einen Systemwechsel diskutiert oder generell wissen möchte, wie abhängig das eigene Unternehmen von bestehenden Softwarestrukturen ist, erhält hier einen kompakten Einstieg in das Thema.
No Comment