Der Marktüberblick Content Management Systeme erscheint in diesem Jahr bereits in sechster Ausgabe! Waren es in unserem ersten CMS-Marktüberblick 2018 noch 12 Lösungen, die wir gegenübergestellt haben, sind es in unser aktuellen Ausgabe bereits 21 Enterprise Content Management Systeme. Diese werden in 12 Kategorien und anhand von über 140 Kriterien einander gegenüber gestellt, um Dir die Auswahl einer passenden CMS-Lösung für Dein Unternehmen zu erleichtern. Eine Summary des Marktüberblicks kannst Du Dir in diesem Beitrag herunterladen.
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Enterprise Content Management Systeme: Der Rahmen, in dem alles stattfindet
Unternehmen kommunizieren mit ihren Zielgruppen immer stärker über die Website und Social Media. Dabei hat die Zahl der Content-Gewerke und auch der Kanäle deutlich zugenommen. Eine wichtige Aufgabe von Marketing-Verantwortlichen ist es daher, den produzierten Content zu managen und dafür zu sorgen, dass er auf unterschiedlichen Kanälen distribuiert wird. Dabei ist es wichtig, dass der Content auf die Besonderheiten und Anforderungen des jeweiligen Kanals angepasst wird. Zudem ist es eine entscheidende Aufgabe, bestehenden Content schnell ersetzen, aktualisieren oder offline nehmen zu können.
Enterprise Content Management Systeme (CMS) sorgen für das richtige Framework und sind ein wichtiger Teil des Content Technology Stacks von Unternehmen. Bei der Auswahl einer passenden Unternehmenssoftware müssen jedoch einige wichtige Aspekte bedacht werden. Von den Funktionen und Schnittstellen bis hin zu SEO-Kriterien und Kosten. Auch aktuelle Trends können bei der Entscheidung den Ausschlag geben. Um Dir die Auswahl zu erleichtern und eine erste Übersicht möglicher Anbieter zu vermitteln, haben wir daher 21 kommerzieller Lösungen in folgenden Kategorien gegenübergestellt.
Kategorien des Marktüberblicks
- Allgemeine Informationen über die Anbieter
- Sprachen der Bediener-Oberfläche
- Branchenschwerpunkte der Anbieter
- Basisfunktionen der Lösungen im Vergleich
- Weitergehende Funktionen und Eigenschaften im Umgang mit Content
- Schnittstellen
- SEO-Kriterien
- Nachhaltigkeit & Soziale Gerechtigkeit
- Rechtliche Kriterien
- Zusätzliche Services der Anbieter
- Preisansätze der Systeme
Diese Enterprise Content Management Systeme haben wir gegenübergestellt
CONTAILOR
Hinter dem CMS CONTAILOR steht die ProComp GmbH aus Marktredwitz. Das Unternehmen ist bereits seit 1990 am Markt und beschäftigt 65 Mitarbeitende. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die ProComp GmbH einen Umsatz von 11 Millionen Euro.
USP (laut eigener Aussage): „CONTAILOR® ist das Ergebnis von über 30 Jahren Erfahrung auf dem IT-Markt und bietet zuverlässige Individuallösungen für Kommunen, Unternehmen und Vereine. Internetpräsenzen, Shops und Speziallösungen, die sich vom restlichen Markt abheben, können erstellt und intuitiv vom Kunden gepflegt werden. Hierbei steht der persönliche Support und die Integration in bereits vorhandene Systeme im Vordergrund.“
Referenzen: V. FRAAS, Landkreis Wunsiedel, Stadt Marktredwitz, Verwaltungsgemeinschaft Neusorg, Hertel Grillgenuss und Hertel Hähnchen
CONTENS CMS
Bereits seit 1999 gibt es das Content Managementsystem der CONTENS Software GmbH. Das Unternehmen operiert von München aus und kümmert sich um seine rund 200 Kund:innen.
USP (laut eigener Aussage): „Intuitives User Interface mit WYSIWYG Oberfläche, umfangreiche Features für Mehrsprachigkeit/ Übersetzung, sehr performante und kundenspezifisch erweiterbare Lösung.“
Referenzen: OBI, Goethe-Institut, McDonald’s, Best Western Hotels, UniCredit
Contentful Content Management Platform
Das Unternehmen Contentful aus Berlin vertreibt seit 2013 seine CMS-Lösung Contentful Content Management Platform. Mit nach eigenen Angaben 850 Mitarbeitenden bedient Contentful seine Kund:innen.
USP (laut eigener Aussage): „Skalierbares, Omnichannel Composable CMS mit WYSYWYG Option das mittels Marktplatz mit über 120 Lösungen kostenfrei integrierbar ist.“
Referenzen: HABA, alpro, Asics, Headspace, Bang & Olufsen
CoreMedia Content Cloud
Das Unternehmen CoreMedia hat seinen Sitz in Hamburg. Bereits seit 1996 ist das Unternehmen mit seiner Lösung am Markt und beschäftigt 220 Mitarbeiter:innen, die sich um die 250 Kund:innen kümmern. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 28 Mio. EUR
USP (laut eigener Aussage): „CoreMedia Experience Cloud ist eine modulare DXP, die mehr Kanäle erreicht als jede andere Plattform. Aus einem einzigen Inhalt können Webseiten, Apps, Headless Anwendungen, eCommerce Shops, Newsletter, Digitale Anzeigen, Chatbots oder soziale Kanäle erreicht werden. Mit der Engagement Cloud kann zusätzlich mit Kunden via Chat, Video Chat, Co-Browsing, Call-Center interagiert werden.“
Referenzen: Deutsche Bahn, CLAAS, DMG Mori, Telekom Deutschland, Finnair
DynamicWeb Commerce Suite
Das Unternehmen DynamicWeb Commerce Suite hat seinen Hauptsitz in Aarhus (Dk) und ist seit 1999 am Markt. In Deutschland hat es seinen Standort in Berlin. Mit etwa 200 Mitarbeitenden betreut das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Kund:innen.
USP (laut eigener Aussage): „DynamicWeb bündelt PIM, E-Commerce, Marketing und CMS in einer leistungsstarken Commerce Suite mit Standardintegrationen zu Microsoft Dynamics ERP. Das schafft ein leistungsstarkes, skalierbares und ERP-Daten-gesteuertes E-Commerce-Erlebnis. Darüber hinaus umfasst DynamicWeb Multibrand-, Multishop- und Multisprachfunktionen sowie Selbstbedienungsportale für Kunden und Händler im B2B-Bereich.“
Referenzen:Flying Tiger Copenhagen, Iden Gruppe, bellissa HAAS GmbH, Europcar, Mann + Hummel
dotCMS
Das Enterprise Content Management System dotCMS stammt vom gleichnamigen Unternehmen dotCMS aus Miami, Florida (USA), das seit 2007 am Markt ist. Laut eigenen Angaben zählt dotCMS aktuell 65 Mitarbeitende und 150 Kund:innen.
USP (laut eigener Aussage): „We help organizations with sophisticated content requirements create, manage and deliver content anywhere“
eyebase
USP (laut eigener Aussage): k.A.
Referenzen: k.A.
FirstSpirit CMS
FirstSpirit CMS gehört zu Crownpeak, einem Unternehmen mit Sitzen in Denver, London, Paris, Amsterdam und Dortmund. Es ist seit 1999 aktiv, hat 280 Mitarbeitende und 850 Kund:innen.
USP (laut eigener Aussage): „FirstSpirit ist eines der wenigen CMS, das sowohl tief integrierte KI als auch native Barrierefreiheit und Qualitätsicherung anbietet. Das CMS gewährleistet die Einhaltung von Vorschriften und unterstützt die zentrale Verwaltung und Pflege von Markenstandards.“
Referenzen: Bosch | Brillux | Nintendo | Converse | Stadt Dortmund
InterRed
Die InterRed GmbH bietet ihre Lösung seit 1993 an. Über 10.000 Kund:innen haben diese mittlerweile im Einsatz. InterRed hat seinen Sitz in Siegen und beschäftigt 70 Mitarbeitende.
USP (laut eigener Aussage): „InterRed ist das zentrale Headless CMS für alle Kanäle: Online, Social, Print, E-Paper, App. Als zentraler Content Hub bietet InterRed KI-basiertes Multi Channel Publishing. Integriert sind u.a. Digital Asset Management, Maßnahmen- & Themenplanung, Kommunikations- & Workflowmanagement, KI & Data Analytics, flexible Content-Steuerung und Technologien zur Suchmaschinenoptimierung (SEO).“
Referenzen: Axel Springer SE, Bühler Group, Rheinische Post Mediengruppe, Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO), Wort und Bild Verlag
JustRelate Interface Builder
Die JustRelate Group mit Sitz in Berlin hat 200 Mitarbeitende, die sich um die Bedürfnisse von etwa 600 Kund:innen kümmern. Das Unternehmen machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 31 Mio. EUR.
USP (laut eigener Aussage): „Verändern Sie die Art und Weise, wie Ihr Team Webprojekte erstellt und bereitstellt. Erstellen Sie mit unserem Tool beeindruckende Websites, Portale und Webanwendungen in wenigen Minuten. Als Schlüsselkomponente von JustRelate ermöglicht Ihnen der Interface Builder, außergewöhnliche Kundenerlebnisse über alle Kanäle hinweg zu bieten.“
Referenzen: Siemens Healthineers | Trox | Vattenfall | Airport Nürnberg | LMU Klinikum
Liferay DXP
Der Anbieter Liferay ist ein Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Diamond Bar (USA). In Deutschland hat das Unternehmen seinen Standort in Eschborn bei Frankfurt a.M. Seit 2004 ist die Software verfügbar, die aktuell bei 1.200 Kund:innen im Einsatz ist. Liferay beschäftigt 1.200 Mitarbeitende.
USP (laut eigener Aussage): „Mit der Cloud-basierten Digital Experience Platform (DXP) hilft Liferay Unternehmen bei der Bewältigung ihrer einzigartigen Herausforderungen: der Entwicklung innovativer, kundenorientierter Erlebnisse. Unsere Plattform ist Open Source, was sie zuverlässiger und sicherer macht. Mehr als 1000 Unternehmen aus den Bereichen Finance, Insurance, Fertigung und Öffentliche Hand nutzen Liferay weltweit.“
Referenzen: Putzmeister, SCHOTT, A1 Telekom, Stuttgarter Versicherung, Konrad-Adenauer-Stiftung
Magnolia DXP
Der Schweizer Anbieter Magnolia International AG hat seinen Sitz bei Basel in der Schweiz sowie acht weitere global verteilte Büros. Das Unternehmen ist seit 1998 am Markt. 520 Kund:innen setzen auf die Lösung des Unternehmens, das 250 Mitarbeitende beschäftigt.
USP (laut eigener Aussage): „Unser Integration-Layer ermöglicht es unseren Kunden, alle Umsysteme nahtlos anzubinden, so das Marketeers und Developers aus einer Quelle effizient arbeiten können.“
Referenzen: New York Times, Generali, BASF, Aldi, Sanofi, DHL
mdc.multikat
Das Unternehmen mdc.multikat hat seinen Unternehmenssitz in Bremen.
USP (laut eigener Aussage): „Software-Suite mit integriertem PIM, MAM, CRM“
Sitecore XM Cloud
Der deutsche Firmensitz von Sitecore ist in Mannheim. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 2.200 Mitarbeitende und bedient nach eigenen Angaben 5.200 Kund:innen. Sitecore ist seit 2001 am Markt.
USP (laut eigener Aussage): „Experience Manager Cloud ist ein Software-as-a-Service Headless CMS inkl. Personalisierung und WYSIWYG Editing. Zudem können unsere Kunden jederzeit auf weitere Services unser SaaS Composable Digital Experience Platform zugreifen (z.B. CDP, Commerce etc).“
Referenzen: BDR Thermea, GROHE, L’Oréal, SCHOTT, Thule, United Airlines
SixCMS
Der Lösungsanbieter Six Offene Systeme bietet das SixCMS bereits seit 1991 an. 50 Mitarbeiter:innen sind am Sitz des Unternehmens Stuttgart für die rund 500 Kund:innen da.
USP (laut eigener Aussage): „Als Headless CMS ermöglicht SixCMS die plattformunabhängige Content-Ausgabe. Content wird strukturiert und medienneutral abgelegt. Große Datenmengen stellen genauso wenig eine Herausforderungen dar, wie mehrsprachige Multisites. Ein detailliertes Workflow-Management, individuell anpassbare Eingabemasken sowie präzise Rollen- und Rechtevergaben sorgen für die nötige Effizienz und Sicherheit.“
Referenzen: Cewe Fotobuch, Spektrum der Wissenschaft Verlag, GTÜ, Land Brandenburg, Landkreis Dahme-Spreewald, Freie Hansestadt Bremen
Storyblok
Storyblok ist die CMS-Lösung des gleichnamigen, österreichischen Unternehmens Storyblok. Das seit 2017 am Markt agierende Unternehmen zählt mehr als 200.000 Projekte und beschäftigt 236 Mitarbeitende.
USP (laut eigener Aussage): „Storyblok is the only content management system that empowers both developers and content teams to create and scale better content experiences across all digital channels. Storyblok was also voted #1 Customer’s choice in the January 2023 Gartner Peers Insight, received 30+ G2 badges, and achieved a 582% ROI in a 3-year period according to Forrester’s Total Economic Impact study.“
Referenzen: Marc O’ Polo, Chronext, DM, Oatly, Nismo (Nissan Motorsports)
Sulu CMS
Die Sulu GmbH aus Österreich ist seit 2018 am Markt und bedient mit ihrer Lösung nach eigenen Angaben 50 Kund:innen. Das Unternehmen zählt acht Mitarbeitende.
USP (laut eigener Aussage): „Open source. Fit for enterprise.“
Referenzen: Küchengötter, Allianz Cinema, BRAX, Brille24, Tchibo MOBIL
TYPO3 CMS
Die TYPO3 GmbH, seit 2016 aktiv, hat ihren Sitz in Düsseldorf. Hier arbeiten 20 Mitarbeitende.
USP (laut eigener Aussage): „Als Open Source CMS ist unser Produkt lizenzkostenfrei verwendbar und kann individuell angepasst und erweitert werden.“
Referenzen: UNESCO | Bundesarchiv | Bundesministerium für Gesundheit | AIDA | Rotkäppchen-Mumm | Bitburger
WoodWing Studio
Woodwing hat seinen Sitz in Amsterdam und beschäftigt 230 Mitarbeitende. Mit den 5.000 Kund:innen erreichte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 30 Mio. EUR. Die Lösung ist seit 2000 am Markt.
USP (laut eigener Aussage): „With WoodWing Studio, you can streamline your content workflow and publishing process across all digital and print channels, saving time and maximizing impact.“
Referenzen: Bauer Media, Hearst, Trusted Media Brands, DGP, Abrams books
Xperience by Kentico
Hinter diesem CMS steht die Kentico Software GmbH aus Neuss. Das Unternehmen ist seit 2006 am Markt und erzielte mit seinen 4.500 Kund:innen einen Jahresumsatz von 21. Mio EUR.
USP (laut eigener Aussage): „Single Vendor DXP auf neuestem Tech-Stack, Hybrid Headless mit AI, sowie SaaS und On-Premise- zu einem sehr kundenfreundlichem Preis.“
Referenzen: Mainz 05, Konica Minolta, Red Bull Salzburg, Skoda, SOS Kinderdörfer, Konditorei Junge
Xpublisher
Die Xpublisher GmbH ist ein Softwareunternehmen aus München. Es ist mit seiner Lösung seit 2009 am Markt.
USP (laut eigener Aussage): „BPMN-Workflow Engine | Metadaten-Management| offene API | Zertifikate in Bezug auf Zuverlässigkeit sowie Daten- & Rechenzentrumssicherheit“
Referenzen: Lufthansa Technik, Heise Medien, Holtzbrinck Buchverlage (u.a. Fischer, Droemer Knaur, rowohlt, Kiepenheuer & Witsch), Diogenes, Michael Page, American Society of Health-System Pharmacists (ashp), Association for Materials Protection and Performance (AMPP)
Alle Anbieter haben ihre Lösungen mit sehr umfangreichen Funktionen und Features ausgestattet
Alle Content Management Systeme im vorliegenden Überblick verfügen über ein breites Spektrum an Funktionen und Features. Manche gehören zur Kategorie Pflicht, manche eher zur Kür. Zunächst lässt sich sagen, dass sich alle Lösungen auf einem ähnlich guten Niveau bei den Basiseigenschaften der Tools befinden. Dazu gehören zum Beispiel ein WYSIWYG-Editor („What you see is what you get“), also ein Editor in Echtzeit, ein Nutzer-/Berechtigungssystem, ein Datei-Management-System oder etwa Responsive Design. In diesem Marktüberblick haben wir außerdem besonderes Augenmerk auf die Kriterien Omnichannel, Datenanalyse und Headless CMS gelegt – mit ebenfalls breiter Abdeckung. Kurzum, die Grundfunktionen, die User:innen brauchen, hat jedes CMS, das im Marktüberblick verglichen wird, an Bord. Was allerdings erstaunlich ist: Auch nahezu alle weitergehenden Funktionen – also eher der Kür – decken die Anbieter mit ihren Lösungen in großen Teilen ab. Zu diesen Funktionen gehören etwa eine Möglichkeit zur Personalisierung, ein Workflow-Management, Content Staging oder eine Content Versionierung.
Ein CMS als zentraler Punkt für Content braucht Schnittstellen
Wichtig für ein CMS ist seine Fähigkeit, über Schnittstellen mit anderen Tools und Lösungen zu kooperieren. Gibt es zum Beispiel Schnittstellen zu Google Analytics und zur Google Search Console? Lassen sich Analysetools von Drittanbietern wie Piwik oder eTracker anbinden? Auch die Frage nach Newsletter-Tools oder externen Shopsystemen (-> siehe auch unser Marktüberblick Shopsysteme) und nach den gängigen Social-Media-Plattformen wurde hier abgefragt. Das Ergebnis: Fast alles ist möglich und integrierbar, aber nicht alles ist ohne Aufwand oder Zusatzkosten im Funktionsumfang der Lösungen enthalten. Anwender sollten also auf ihr Tools-Setup schauen und prüfen, inwieweit ein CMS-Anbieter eine Integration zulässt. In diesem Marktüberblick haben wir außerdem explizit nach Schnittstellen zu Digital Asset Management (DAM) Systemen, Product Information Management (PIM) Lösungen, CRM-Systemen und Customer Data Plattformen gefragt. Und auch hier sind Anbindungen bei den meisten CMS-Anbietern möglich.
Content muss sichtbar sein und ein CMS muss dabei helfen
Wozu Content produzieren, wenn er nicht gefunden wird? An diesem Satz ist viel Wahres dran. Er zeigt gleichzeitig die Wichtigkeit von SEO-Kriterien bei einem CMS – und die haben wir abgefragt. Die gute Nachricht: Alle Anbieter verfügen über sehr gute Möglichkeiten, den Content suchmaschinenoptimiert darzustellen. Dazu gehören u.a. die Möglichkeit, individuelle Snippets zu erstellen, die Möglichkeit von Breadcrumb-Navigation oder das Verhindern von Duplicate Content durch ein Canonical Attribute. Grundsätzlich solltest Du prüfen, ob die SEO-Software, die Du eventuell bereits als Stand-Alone Lösung im Einsatz hast, in das CMS integrierbar ist.
Rechtliche Kriterien
Natürlich sind auch rechtliche Kriterien bei der Auswahl von Software ein nicht zu unterschätzender Faktor. Gerade vor dem Hintergrund der datenschutzrechtlichen Bestimmungen kann es relevant sein, wo die Server des Anbieters stehen oder ob es einen standardisierten Vertrag für die Auftragsdatenverarbeitung gibt. Auch die Frage nach Zertifizierungen ist in diesem Kontext relevant. Hier gibt es Unterschiede bei den Anbietern innerhalb des Marktvergleichs, wobei man gleichzeitig feststellen muss, dass die Unternehmen hier auf einem guten Standard sind. Übrigens gibt es auch unabhängig von den Anbietern einige rechtliche Fallstricke bei der Überlassung von Content Management Systemen. Hierzu findest Du einen Gastartikel von Rechtsanwalt Christian Solmecke.
Preismodelle der Enterprise Content Management Systeme-Anbieter sehr unterschiedlich, die Höhe der Kosten auch
Wer ein CMS auswählt, schaut natürlich auch auf den Preis. Dazu ist es interessant zu wissen, woraus sich denn die Kosten der Software für ein Unternehmen zusammensetzen. Hier gibt es große Unterschiede: Während bei manchen Anbietern die Kosten vor allem über die Anzahl der Nutzer:innen oder Installationen entstehen, sind es bei anderen die Anzahl an Besucher:innen/Views, die die betreffende Website hat. Auch das Modell, bei dem je nach Menge der eingesetzten Funktionsmodule der Lösung abgerechnet wird, wurde genannt. Bei den monatlichen Mindestkosten für die Software gibt es große Unterschiede. Hier liegt die Spannweite zwischen 49 EUR und 41.000 EUR – zumindest bei den Anbietern, die Angaben zu dieser Frage gemacht haben.
Überhaupt lassen sich die Anbieter bei den Kosten nur ungern festnageln. So ist es beispielsweise auch bei der Frage nach den Setup-Kosten, denn die Implementierung eines CMS kann sehr aufwendig sein. Hier haben viele Anbieter keine Angaben gemacht. Gleichzeitig bieten einige Anbieter aber auch ein kostenfreies Setup an.
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