KI-Agenten schreiben Code, führen Tests durch und unterstützen Entwickler:innen bei immer komplexeren Aufgaben. Doch wie können Unternehmen diese Technologien sinnvoll einsetzen? Und welche Fähigkeiten brauchen Entwickelnde künftig? Diesen Fragen widmen sich die AI Coding Days 2026, die am 19. November im RheinEnergieStadion in Köln stattfinden. Die neue Fachkonferenz bringt Expert:innen, Entwickler:innen und IT-Entscheider:innen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und die Zukunft der KI-gestützten Softwareentwicklung zu diskutieren.
AI Coding Days 2026: Eine Konferenz für die nächste Generation der Softwareentwicklung
Unter dem Motto „Build Fast, Think Deep“ beschäftigen sich die AI Coding Days 2026 mit den Möglichkeiten von KI in der Softwareentwicklung. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Agentic Engineering, AI Coding, Software Factories und die Transformation bestehender IT-Prozesse.
Die Veranstaltung richtet sich an Entwickelnde, Tech-Leads und Entscheider:innen, die erfahren möchten, wie KI-gestützte Entwicklungsprozesse bereits heute funktionieren und welche Potenziale sich daraus für Unternehmen ergeben. Dabei setzt die Konferenz auf einen praxisorientierten Ansatz. Die Speaker zeigen anhand konkreter Beispiele, wie sie KI-Werkzeuge in ihren Arbeitsalltag integrieren, welche Herausforderungen auftreten und welche Lösungen sich bewährt haben.
Fabian Rossbacher: Unternehmen müssen beim AI Coding umdenken
Warum gerade jetzt eine eigene Konferenz für AI Coding notwendig ist, erklärt Fabian Rossbacher, Gründer der AI Coding Days, im Interview mit Frank Mühlenbeck von contentmanager.de.
Rossbacher beobachtet, dass sich KI-Werkzeuge und Entwicklungsmethoden derzeit so schnell verändern, dass klassische Weiterbildungsangebote kaum Schritt halten können. Viele Entwickler:innen eignen sich das notwendige Wissen eigenständig in ihrer Freizeit an. Unternehmen schaffen dafür häufig noch keine ausreichenden Rahmenbedingungen.
Deshalb fordert er, Weiterbildung im Bereich Agentic Engineering stärker zu fördern:
„Aus meiner Sicht müssen wir die Softwareentwicklung in Unternehmen radikal auf Agentic Engineering ausrichten. Agenten übernehmen bereits Aufgaben im Code, führen Tests aus und überarbeiten ihre Ergebnisse. Entwickler müssen lernen, diese Arbeit zu organisieren, zu steuern und zu prüfen.
Dafür reicht es nicht, ein neues Tool zu kaufen. Wir müssen Arbeitsabläufe neu denken: Welchen Kontext brauchen Agenten? Wie verteilen wir Aufgaben? Wie sichern wir Qualität? Die Verantwortung für Architektur und Ergebnisse bleibt bei uns.“
Ein weiteres Anliegen des Veranstalters ist der offene Wissensaustausch. Die AI Coding Days verstehen sich ausdrücklich als deutschsprachige Wissenskonferenz mit Pitch-Verbot. Verkaufspräsentationen haben auf der Bühne keinen Platz. Stattdessen sollen echte Erfahrungen und konkrete Erkenntnisse aus der Praxis vermittelt werden.
„Unsere Speaker sind Menschen, die ihrer Zeit voraus sind. Sie haben früh angefangen, intensiv ausprobiert und bereits eigene Arbeitsweisen entwickelt. Jetzt geben sie den Teilnehmern einen offenen Einblick in diese Erfahrungen.
Alle Vorträge sind auf Deutsch. Das ist ein wichtiger Teil des Formats: Auch bei komplexen technischen Themen sollen die Teilnehmer gut folgen, nachfragen und miteinander diskutieren können. Wir bringen diese Menschen in Köln zusammen – im RheinEnergieStadion, mit Raum für persönlichen Austausch.“
Von Live Coding bis Deep Dives: Das erwartet die Teilnehmenden
Das Veranstaltungskonzept umfasst einen Konferenztag und einen separaten Workshop-Tag. Am 19. November stehen Vorträge, Keynotes und Erfahrungsberichte rund um KI-gestützte Softwareentwicklung auf dem Programm.
Am anschließenden Deep-Dive-Tag können Interessierte ihr Wissen in kleineren Gruppen praktisch vertiefen. Die Workshops behandeln unter anderem Cursor, Claude Code, GitHub Copilot, lokale Sprachmodelle und Multi-Agent-Systeme.
Mit maximal 20 Teilnehmenden pro Workshop steht die praktische Anwendung im Vordergrund. Die Teilnehmer:innen arbeiten direkt mit den jeweiligen Technologien und erhalten Feedback von erfahrenen Experten.
Rossbacher beschreibt den Ansatz im Interview mit einer klaren Botschaft:
„Terminal auf und rein in die Praxis. Die Speaker zeigen, wie sie ihren Harness benutzen, also die Arbeitsumgebung für Modelle, Werkzeuge und Agenten. Wie organisieren sie Aufgaben? Wie prüfen sie Ergebnisse? Was hat nicht funktioniert, und was haben sie daraus gelernt? Das ist spannend für Entwickler, Tech-Leads und Entscheider.
Die Speaker, Vortragsthemen und Zeiten stehen in der aktuellen Timetable. Bringt eure Fragen mit. Die Gespräche zwischen den Vorträgen gehören genauso zum Format wie das Programm auf der Bühne.“
Auch das Networking spielt eine wichtige Rolle. Die Veranstaltung soll eine Community aufbauen, in der Entwickelnde Erfahrungen teilen und gemeinsam neue Arbeitsweisen erproben können.
SEO-DAY und AI Coding Days 2026 finden am selben Tag statt
Eine Besonderheit: Parallel zu den AI Coding Days findet am 19. November 2026 auch der SEO-DAY im RheinEnergieStadion statt. Damit treffen zwei Fachbereiche aufeinander, deren Zusammenarbeit durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zunehmend wichtiger wird.
Während sich der SEO-DAY mit Suchmaschinenoptimierung, Generative Engine Optimization (GEO), Content und digitaler Sichtbarkeit beschäftigt, konzentrieren sich die AI Coding Days auf die technische Entwicklung KI-gestützter Anwendungen.
Die räumliche und zeitliche Verbindung bietet einen besonderen Mehrwert: Besucher:innen mit einem SEO-DAY-Ticket erhalten automatisch Zugang zu den Vorträgen der AI Coding Days. Zusätzlich können sie eine weitere Person aus der IT für 99 Euro zu den AI Coding Days mitbringen.
Gerade für Unternehmen, die Marketingprozesse automatisieren oder eigene KI-Anwendungen entwickeln möchten, ergeben sich dadurch interessante Möglichkeiten zum fachübergreifenden Austausch.
Warum sich ein Besuch lohnt
Das KI-gestützte Softwaredevelopment entwickelt sich schnell. Wer die neuen Möglichkeiten verstehen und im Unternehmen einsetzen möchte, braucht aktuelle Praxiserfahrungen und den Austausch mit Menschen, die bereits intensiv mit den Technologien arbeiten. Fabian Rossbacher macht es kurz:
„Weil das Feld noch unglaublich jung ist. Viele, die heute intensiv mit KI entwickeln, haben vielleicht anderthalb bis zwei Jahre praktische Erfahrung damit. Auch die Vorreiter lernen ständig dazu.
Der Zug ist also nicht abgefahren. Jetzt ist der Moment, einzusteigen, Wissen aufzubauen und die nächsten Jahre mitzugestalten. Die Teilnehmer sollen mit konkreten Ideen, neuen Kontakten und richtig Lust aufs Bauen nach Hause gehen – und Teil einer Community werden, die gemeinsam weiterlernt.“
Weitere Informationen zum Programm, zu den Speakern und zu den Tickets findest Du auf der Website der AI Coding Days.
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