Gottschalk, Jauch und Pocher – Learnings aus der RTL Webkonferenz #quarantäneWG


Haben Sie die RTL Quarantäne Show am Montag um 20.15 Uhr gesehen? Thomas Gottschalk, Günther Jauch und Oliver Pocher unterhalten sich live via Webkonferenz über den Corona-Virus. Schritt für Schritt werden weitere Gäste von der Ärztin bis zur prominenten Risiko-Gruppe wir Laura Karasek dazu geschaltet.

Authentizität wird groß geschrieben

Der erste Eindruck: Hier unterhalten sich prominente Menschen authentisch über das Problem, dass derzeit die ganze Welt beschäftigt.  Von fehlender Schminke mal abgesehen, was durchaus sympathisch anmuten kann, fehlt eine klare Rollenverteilung. Wer ist der Moderator? Wer führt das Gespräch? Die unglücklichen stillen Pausen führen sogar dazu, dass Oliver Pocher in einer solchen Pause bemerkt: „Irgendjemand muss jetzt mal was sagen!“, worauf schnell Thomas Gottschalk einspringt.

Internet Technik und Fernseh Technik sind keine guten Freunde

Die hakende Internetverbindung führt dazu, dass mehrere Personen gleichzeitig sprechen und niemand verstanden wird. Im Gegensatz zur Kameraschaltung sind hier permanent alle Teilnehmer im Fokus, wenn auch zum Teil nur mit einem kleinen Bild. Wie muss man sich geben, wenn man nur zuhört? Gelangweilt in die Webcam zu schauen ist nicht unbedingt die richtige Idee. Ich hätte mir ein wenig mehr Inszenierung erhofft. Im zweiten Teil bringt Max Giesinger mehr Frische in das digitale Konferenz-Format. Schließlich holt er seine Gitarre heraus und singt noch ein neues Ständchen, auch wenn die Gesichtsausdrücke der Promis nur wenig Begeisterung ausdrücken. Pocher macht noch ein Witzchen dazu. Irgendwie kommt der Witz nicht bei allen gut an. Warum nur?

Learnings auf einen Blick

  • Für das Rollenverständnis – Einer braucht den Moderator-Hut auf!
  • Keine Fragen an alle stellen, sondern immer eine Person ansprechen. Sonst antworten alle gleichzeitig oder es entsteht eine weitere unglückliche Pause.
  • Witze funktionieren nur bedingt! Das liegt zum Teil auch am fehlenden Timing, weil die Internetverbindung hakt.
  • Mit kleinen Zwischen-Einspielern bleibt das Format frisch. Das sollte RTL können!

Lesen Sie hier unseren Artikel, wie man Webkonferenzen professionell vorbereitet und durchführt.

Fazit: Das gesamte Format erinnert an die ersten Jahre der RTL-Geschichte, in der alles noch nicht so richtig funktioniert hat. Vielleicht fehlte auch einfach ein Briefing für die Teilnehmer. Trotz jahrzehntelanger professioneller Erfahrung der Prominenten zeigt sich, dass ein neues Medienformat auch diese Menschen vor neue Herausforderungen stellt. Die Lernkurve wird aber vermutlich groß sein.

 

 

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