5 Tipps für die richtige Social Media Strategie in Unternehmen


Soziales Netzwerk - Google+

Social Media ist als Kommunikations- und Kundenbindungs-Tool längst im B2B-Sektor angekommen. Kaum ein modernes Unternehmen verzichtet noch auf die Interaktionsmöglichkeiten der sozialen Plattformen. Bei der Umsetzung stehen Geschäftsanwender allerdings noch vor großen Herausforderungen.

Als Technologieunternehmen und Registrar der .eu-Domäne hilft EURid Online-Unternehmen, die sich für eine europäische Internetpräsenz entschieden haben, beim Erstellen ihres Webauftritts und unterstützt sie bei allen Fragen rund um die Digitalisierung. Wie es gelingt die Kommunikation über Facebook, Twitter und Co. mit den Unternehmenszielen zu vereinbaren und was Sie beim richtigen Umgang mit Social Media Plattformen beachten sollten, hat der Internetexperte in den folgenden 5 Tipps zusammengefasst.

1 – Entwickeln Sie einen Social-Media-Plan.

Auch wenn es banal klingt: Das Erstellen eines Social-Media-Plans sollte der erste Schritt bei der Ausarbeitung einer Strategie für die Veröffentlichung von Neuigkeiten und die öffentlichkeitswirksame Verbreitung wichtiger Inhalte sein. Bei der Planung wird bereits festgelegt, welcher Beitrag in welchem der verfügbaren sozialen Netzwerke publiziert werden soll. Für jede Botschaft muss das passende Kommunikationsmittel verwendet werden. Daher sollte der Inhalt bezüglich der Länge und der Aufmachung an die entsprechende Social-Media-Plattform angepasst werden. Für international ausgerichtete Unternehmen ist die Mehrsprachigkeit ebenfalls ein Faktor, der bedacht werden sollte – schließlich sind viele Konzerne im Zeitalter der Globalisierung mit Partnern aus der ganzen Welt vernetzt. Die internationale Identifizierung sollte daher für diese Unternehmen auch Teil ihrer Social Media Strategie sein. Auch wenn Englisch nach wie vor als Standardsprache in der Welt der Technologie gilt, sollte über die sozialen Netzwerke in mehreren Sprachen kommuniziert werden – zumindest in den Sprachen der relevanten Marktsegmente, um die Community nicht nur national sondern auch international auf dem Laufenden zu halten.

2 – Mitteilungen vorausschauend planen – und bei Bedarf Live-Inhalte bereitstellen.

Ein Wochenplan mit zeitlichen Abläufen ist in der Regel sinnvoll, um Inhalte entsprechend einzuplanen und Aufgaben zu verteilen. Fast noch wichtiger ist es aber flexibel auf Neuigkeiten und Internet-Trends zu reagieren. Es empfiehlt sich daher nicht nur die Reihenfolge der Posts und Tweets zu ändern, sondern diese auch durch Beiträge aus geprüften Quellen zu ergänzen. Bei Twitter funktioniert dies über das retweeten: Beiträge von anderen Profilen, die zu thematisch relevanten Themen berichten und die wiederum die Inhalte der eigenen Seite weiterverbreiten können, sollten durch tägliche retweets in der eigenen Timeline erwähnt werden. Inspirierende Nachrichten von Branchenpartnern beispielsweise über ein bestimmtes Produkt oder ein bewegendes Ereignis, können somit in den Fokus gerückt werden und die eigene Position zu dem Thema stärken. Dies trägt dazu bei als Trendsetter wahrgenommen zu werden. Außerdem erhöht es den Bekanntheitsgrad und damit die Fan-Base.

Wenn es um Live-Inhalte geht, sind Beiträge über Firmenevents ein weiterer wichtiger Bestandteil einer guten Social Media Strategie. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der heutzutage Informationen veröffentlicht werden, ist Unmittelbarkeit in der Kommunikation entscheidend. Live-Beiträge sind daher sehr wichtig und sollten dem Leser das Gefühl vermitteln, am Puls des Geschehens zu sein. Ein Schnappschuss hinter den Kulissen sorgt mitunter für ebenso viel Aufmerksamkeit wie ein sorgsam arrangiertes Foto.

3 – Etablieren Sie sich als zuverlässige Informationsquelle.

Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um sich bei der Community überhaupt Gehör zu verschaffen. Nehmen wir EURid als eine von der Europäischen Kommission eingesetzte Non-Profit-Organisation. In sozialen Medien darf sich EURid zwar in einem freundschaftlichen und durchaus auch humorvollen Ton äußern, muss jedoch stets die erste und primäre Quelle zu allen .eu-bezogenen Themen sein. Die Zuverlässigkeit und damit auch die Genauigkeit der Informationen ist daher unabdingbar. Auch wenn wir das Ziel verfolgen, erwähnenswerte .eu-Internetauftritte zu fördern, achten wir darauf, keine Beiträge zu veröffentlichen, die nach einer Verkaufs- oder Werbebotschaft aussehen. Hinzu kommt, dass jeder Inhalt, der veröffentlicht wird mit einer bestimmten Haltung bzw. Wertung verbunden ist. Daher sollte man sich genau überlegen, mit welchen Werten man sich als Unternehmen gesellschaftlich identifizieren kann (beispielsweise Familienfreundlichkeit, Umweltschutz, etc.) und ob die geplanten Inhalte auch nach außen das widerspiegeln, wofür man im inneren als Unternehmen einsteht.

4 – Berücksichtigen Sie die weltweiten Zeitzonen: Wann besteht die höchste Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Zielgruppe online ist?

Es empfiehlt sich, gezielt zu bestimmten Uhrzeiten zu kommunizieren. Grundsätzlich ist es von Vorteil, eine regelmäßige Präsenz in sozialen Netzwerken aufrechtzuerhalten. Es erweist sich jedoch als überaus nützlich, die wichtigsten Inhalte auf die Zeiten mit dem höchsten Nutzeraufkommen zu konzentrieren. Hierzu ist anzumerken, dass die verschiedenen sozialen Netzwerke unterschiedliche Lesegewohnheiten fördern und es einfacher (und besser) ist, diesen Mustern zu folgen, als sich gegen sie zu stemmen. Wenn Videos beispielsweise zu einer Tageszeit gepostet werden, zu der auch möglichst viele potenzielle Zuschauer erreicht werden (beispielsweise zur Mittagspause oder zum Feierabend), erhöht das die Trefferquote bei der Zielgruppe um ein vielfaches.

5 – Beachten Sie, dass soziale Medien kein optionales Extra für Ihr Unternehmen sind, der Auftritt auf sozialen Medien ist ein fester Bestandteil davon.

Dies ist eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Kommunikationsmanagement in den sozialen Medien, denn nur wer Social Media verstanden hat und lebt, kann sich von der breiten Masse der Social Media Business User abheben. Entscheidend ist dabei, stets ehrlich und transparent zu äußern, welche Informationen man offenlegen möchte. Und wichtig ist auch die Bereitschaft, mit Kritik umgehen zu können! Eine Schulung des verantwortlichen Teams im Hinblick auf den richtigen Umgang mit sozialen Medien ist auf jeden Fall ratsam, um sie bei der professionellen Erstellung von Content mit den richtigen Instrumenten auszustatten. Grade in Zeiten von Content Marketing ist die Planung und Erstellung hochwertiger Inhalte ein wichtiges Kriterium, um sich von Werbebotschaften abheben zu können und kontinuierlich hohe Qualität zu gewährleisten.

Bildquellen

  • SocialNetwork: © Jakub Jirsák - Fotolia.com
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