Was die Conversion wirklich steigert


Die Conversion Rate zählt für viele Webseite- und Online-Shop-Betreiber inzwischen zu der maßgeblichen Größe zur Performance-Messung. Doch welche Maßnahmen machen eine Webseite wirklich erfolgreich? 

Das Wichtigste vorab: Nur wer weiß, was Besucher auf der eigenen Webseite machen kann diese effizient optimieren.

Vermeintliche Optimierungen im Blindflug können sich sehr schnell negativ auf die Conversion und somit auch auf den Umsatz auswirken. Werden Veränderungen lediglich auf Basis des Bauchgefühls entschieden kann dies somit eine Gefahr für den Erfolg der Webseite bedeuten. Doch welche Daten sollten für die Optimierung herangezogen werden?

Aufrufe und allgemeine Statistiken

Zu Beginn jedes Experiments stellt sich die Frage der Anzahl der Probanden. Dies gilt auch im Internet. So sollte jede Analyse auch einbeziehen auf welcher Basis Aussagen getroffen werden. Werden beispielsweise Aussagen über Optimierungen getroffen, welche lediglich auf Daten zweier Probanden basieren, kann dies nicht zielführend sein. Hier muss immer eine Bezugsgröße geschaffen werden. Somit eignen sich im ersten Schritt allgemeine Statistiken wie Besucherzahlen sehr gut für die erste grobe Einschätzung der Stellung der weiteren Analysen.

Eye Tracking vs. Mouse Tracking

Mit Eye Tracking Tools können Webseiten darauf hin untersucht werden, wo Besucher hinsehen. Hiermit kann erkannt werden, welche Bereiche der Internetseite interessant sind und welche nicht. Es liefert relativ genaue Aussagen über den optimalen Aufbau und die interessantesten Bereiche einer Webseite. Hierbei ist die Genauigkeit sehr hoch. Der große Nachteil, den Eye Tracking hat: es ist sehr aufwendig und damit kostenintensiv. Außerdem können lediglich Stichproben durchgeführt werden. Denn nicht jeder Nutzer einer Internetseite nimmt an den Eye Tracking Tests teil. Ein weiterer Nachteil beim Eye Tracking besteht darin dass Nutzer immer wissen, dass sie aufgezeichnet oder beobachtet werden. Hierdurch verändern sie ihr Verhalten und reagieren nicht mehr auf natürliche Weise auf die gesehenen Inhalte. Dennoch kann es Sinn machen, eine Demoseite mittels Eye Tracking vor der eigentlichen Veröffentlichung zu analysieren.

Bereits bestehende Seiten können einfacher durch das sogenannte Mouse Tracking analysiert werden. Hierbei werden die Mausbewegungen und Mausklicks von jedem Nutzer der Internetseite aufgezeichnet. Interessant hierbei ist, dass Mausbewegungen in einem starken Zusammenhang mit den Blicken stehen. Somit kann durch das Mouse Tracking indirekt auch das Eye Tracking abgebildet werden. Da dies allerdings um ein vielfaches einfacher und somit kosteneffizienter ist als das Eye Tracking können hiermit Daten von sehr vielen Nutzern herangezogen werden. Auswertungen von Tausenden oder sogar Millionen von Benutzern stellen beim Mouse Tracking keine Probleme dar.

Overheat

Quelle: Julian Odenthal

Bis wohin scrollt der Nutzer?

Auch die Frage bis wohin der Nutzer wirklich scrollt ist für die Optimierung der Conversion Rate sehr interessant. Befindet sich der Bereich in welchem der Kunde abschließen soll dort wo niemand hinsieht, macht dies keinen sinn. Daher machen Auswertungen des Scroll-Verhaltens sinn. Sie geben Aufschluss über die tatsächlichen Ausstiegspunkte einer Internetseite. Hier können  Nutzer durch geeignete Maßnahmen dazu animiert werden die Seite bis zum Ende zu betrachten. Dazu eigenen sich beispielsweise angeschnittene oder animierte Grafiken oder Hinweise auf einen weiter unten stehenden Bereich eines Textes. Doch auch ein klickbares Inhaltsverzeichnis am Anfang längerer Artikel kann dabei helfen den Nutzer schneller zu seinem gewünschten Ziel zu leiten.

Formulare auswerten

Neben den vorab genannten Auswertungen mach auch die Analyse von Kontaktformularen sinn. Hier springen häufig Nutzer durch zu viele Abfragen ab. Doch auch Pflichtfelder für irrelevante Informationen können ein Hindernis für Nutzer darstellen. Durch sogenanntes Formular Tracking können Schwächen innerhalb von Kontaktformularen schnell erkannt und ausgebessert werden.

conversionrate

Quelle: Julian Odenthal

Die Königsklasse der Datenerhebung

Die aufschlussreichsten Daten liefern immer noch stichprobenartige Auswertungen einzelner Nutzersitzungen. Hierzu könnten Nutzer zum einen während eines Experiments dabei beobachtet werden, wie sie die Seite nutzen. Zum anderen gibt es die Möglichkeit einzelne Sessions von Webseitenbesuchern in einer Art Video abzuspielen. Hierzu eignet sich vor allem das sogenannte Visitor Session Replay. Erstere Variante ist genau wie das Eye Tracking sehr aufwendig. Darüber hinaus würden sich durch die Versuchssituation veränderte Verhaltensweisen der Nutzer erkennen lassen.

Diese Software hilft Ihnen bei der Datenerhebnung

Das Conversion Tool overheat hat es sich zur Aufgabe gemacht alle für die Conversion Optimierung relevanten Daten zu analysieren. So bietet es neben responsive fähigen Heatmaps auch die Auswertung einzelner Nutzersitzungen mit dem Visitor Session Replay an. Doch auch im Bereich Formular Tracking ist die Software gut aufgestellt.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass die Erhebung von Daten für Optimierungen der Conversion Rate zwingend erforderlich sind. Sie geben tiefe Einblicke in die Problemzonen des Internetauftritts und helfen dabei diese zu optimieren. Ebenfalls helfen sie dabei die erkannten Stärken hervorzuheben und auszubauen.

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Bildquellen

  • Overheat: Julian Odenthal
  • conversionrate: Julian Odenthal
  • Pfeile: photodune.net -kentoh
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3 Comments

  1. KlausK
    23. März 2015
    Antworten

    Ich habe mich schon länger mit dem Thema beschäftigt und mich auf dem Markt etwas umgeschaut. overheat ist von der usability wirklich sehr gut. Allerdings kann man das Dashboard noch nicht nach belieben anpassen.

  2. 24. März 2015
    Antworten

    Hallo Klaus,

    das mit dem Dashboard hat auch Ranking Check in seinem Kurztest erwähnt. Wir arbeiten momentan an einer Lösung hiervon. Ebenfalls werden in Zukunft die Nutzer mehr in den Prozess der Entwicklung mit einbezogen.

    Viele Grüße,
    Julian

  3. 16. Juni 2015
    Antworten

    Schade, dass der Content bei der Content-Optimierung so gar keine Rolle zu spielen scheint.

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