Content Marketing – Fünf Schritte zum Erfolg


Strategie
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Strategien & Best Practice Beispiel Coca Cola

Content Marketing ist derzeit eines der heiß diskutierten Themen unter Marketing-Entscheidern. Qualitativ hochwertiger und relevanter Content stärkt die Markentreue deutlich nachhaltiger als rein werbliche Inhalte. Diese „brand loyality“ wird mit strategischem Content Marketing am besten erreicht. Doch viele Unternehmen fragen sich: Was macht guten Content aus? Wie verbreite ich die Inhalte richtig? Wo kann der Content veröffentlicht werden? In diesem Beitrag finden Sie Tipps und Praxisbeispiele.

Traditionelles Marketing reicht nicht mehr

Das traditionelle Marketing ist für Konsumenten irrelevanter geworden, seit sie viel freier und aktiver ihre Informationsbeschaffung bestimmen können. Unternehmen müssen Zielgruppen deswegen viel effektiver ansprechen, um deren Bedürfnissen gezielter nachkommen zu können. Unternehmensblogs sind beispielsweise ein wichtiger Teil von Content Marketing genauso wie Social Media, Whitepaper oder die Produktion und das Streuen von Videoinhalten.

Content Marketing die Zukunft der Werbung

Das geflügelte Wort „Content is King“ findet sich momentan an jeder Ecke – nicht ohne Grund. Content Marketing ist die Zukunft der Werbung, doch viele Unternehmen haben den Wandel noch nicht realisiert. Die meisten Internet-Nutzer sind auf der Suche nach Lösungsvorschlägen ihrer Probleme und suchen im Web nicht primär nach Produkten oder Dienstleistungen.

Mit Strategie zum Ziel

Das Ziel bzw. die Strategie des Content Marketings ist es, nützliche Inhalte zu erstellen, zu veröffentlichen und zu pflegen. Das übergeordnete Ziel ist in den meisten Fällen natürlich die Kundengewinnung – das Content Marketing ist das Mittel zum Zweck. Ebenfalls im Vordergrund steht der Ausbau des Customer Relationship Managements, Neukundenakquise und Branding. Die wohl wichtigsten Ziele sind:

  • der Aufbau und die Pflege von Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern
  • die Anerkennung als Experte auf einem bestimmten Gebiet
  • die Neukundengewinnung
  • die Reichweitenerhöhung bei Social Media

 ROI nach Inhalten (TWT)

Quelle: TWT

 

Fünf Schritte für den Content Marketing Erfolg

 

Schritt 1: Themenauswahl

Die richtigen Themen zu finden ist die strategisch schwierigste Aufgabe im gesamten Content Marketing-Prozess. Unternehmen müssen die für sie passenden Nischen besetzen oder gar erst entwickeln, um Interesse zu wecken und den Markt mit einzigartigen Informationen zu bedienen.

Themen lassen sich unter anderem in Foren, in den Medien und natürlich bei Konkurrenten recherchieren. Bei der Themenfindung sollten immer die Zielsetzung und die Zielgruppe zugrunde gelegt werden.

Schritt 2: Recherche

Eine gute Recherche ist entscheidend, um den besten Content produzieren zu können und nicht in der Masse anderer ähnlicher Inhalte unterzugehen. Nehmen Sie sich Zeit, um die richtigen Quellen und Ansprechpartner zu identifizieren, die Ihren Inhalten einen USP verleihen. Themen können aufbereitet werden, sollten aber auch immer ein paar neue Elemente enthalten.

Verwechseln Sie Content Marketing nicht mit Produktmarketing. Content Marketing läuft parallel zum Produktmarketing und spricht neue Zielgruppen an. Es sollte ausschließlich eine PULL-Wirkung haben, damit es funktioniert.

Schritt 3: Erstellung

Bei der Produktion wird indirekt auf das Produkt hingewiesen, wobei die Kaufabsicht im Hintergrund bleibt. Aber Vorsicht: nicht jeder Content ist guter Content. Mit gutem Content verbreitet sich der Informationsfluss dann fast von allein. Erstellen Sie teilbare Inhalte, d.h. produzieren Sie auch solchen Content, der virale Kraft hat und von Ihrer Zielgruppe gern geteilt wird.

Schritt 4: Verteilung

Ist der Content erstellt, können Sie mit der Verteilung in die Kanäle beginnen, denn die Inhalte müssen die potenziellen Kunden auch erreichen. Das Ziel des sogenannten „Seedings“ ist es, dass sich der produzierte Inhalt möglichst weit verbreitet und so Traffic generiert. Über Netzwerke oder auch Themenportale wird der Content dann optimalerweise auch viral verbreitet.

Wählen Sie die Kanäle strategisch aus, je nachdem, ob sich Ihre Zielgruppe auch dort tummelt, wo Sie den Content streuen möchten. Ein positiver Nebeneffekt sind die sozialen Signale, die dank Content Marketing entstehen und Links die erzeugt werden. Content Marketing lohnt sich also auch in Sachen SEO.

Inhalte, die via Social Media verbreitet werden, helfen dabei, den eigenen Namen im Internet zu verbreiten. Allerdings müssen die Inhalte „virale Power“ bieten. Dies funktioniert, indem fachlicher Content in Form von Infotainment über soziale Netzwerke gestreut wird und so eine langfristige Stammleserschaft erzeugt. Versehen Sie Inhalte auf unternehmenseigenen Seiten mit einem Share-Button, sodass Videos, Texte usw. einfach in soziale Netzwerke verbreitet werden können.

Schritt 5: Erfolgsmessung

Vergessen Sie am Ende nicht die ökonomischen Zielgrößen zu messen, die erreicht werden sollten. Stimmt der Umsatz? Hat sich die Conversion Rate erhöht? Oder ist meine Bekanntheit in der Zielgruppe angestiegen? Beobachten Sie auch die Reaktionen auf den eigenen Content qualitativ, denn daraus ziehen Sie die richtigen Schlüsse über die Effektivität der unterschiedlichen Content-Arten und können Ihre Strategie anpassen. Ebenso wichtig ist es, auf Feedback und Kommentare der Nutzer einzugehen und mit Kunden zu kommunizieren. Erfassen Sie auch, wie weit die Inhalte reichen und ob sie Ihr Image positiv verändern.

Gutes Content Marketing bei Coca Cola

Coca Cola zeigt, wie Content Marketing im Unternehmen funktionieren kann:

 Content-Marketing am Beispiel Coca-Cola

 

Coca Cola erschafft Inhalte, die bei dem gleichen Einsatz an (finanziellen) Mitteln ein höheres Maß an Erwähnungen in Social Media bringen soll als klassische Werbung. Tatsächlich geht Coca Cola auf der US-Konzernseite ganz neue Wege in Sachen Marketing und Website.

Bislang hat noch kein Unternehmen die Idee des Content Markteing so stringent aufgegriffen und verfolgt wie der US-Softdrinkhersteller. Die Website verlinkt aktiv auf Nicht-Konzern-Inhalte. Videos werden nicht selbst gehostet, sondern über Youtube eingebunden. Es werden Techniken aufgegriffen, die viel mehr aus der Blog-Welt bekannt sind als aus der klassischen Unternehmenskommunikation. Es sind nach dem Login über externe Accounts wie Facebook, Twitter oder WordPress beispielsweise direkte Kommentare möglich.

Die komplette Umstellung der Website eignet sich jedoch nicht für jedes Unternehmen und muss individuell geprüft werden. Eine klassische Website kann in vielen Fällen noch immer die bessere Lösung sein. Benötigt der User schnell viele Informationen ist eine klickbare Liste beispielsweise optimaler.

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