Shopping-Trends im E-Commerce

Online-Shopping oder Schaufenster-Hopping? Für die meisten Deutschen eine klare Angelegenheit: Beides! 80 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren – immerhin 56 Millionen Bundesbürger – shoppen in beiden Welten. Wer nicht im Web einkauft, dem fehlt meist schlicht und einfach der Internetzugang. Besteht die Möglichkeit online zu gehen, dann wird der Zugang auch fast immer zum Online-Kauf genutzt. Das geht aus einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor. Demnach nutzen 97 Prozent der befragten Verbraucher mit Internetzugang diesen eben auch zum Shoppen.

In Sachen Online-Shopping ist das Smartphone äußert beliebt. Mittlerweile kauft jeder Zweite (50 Prozent) via Smartphone ein, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 78 Prozent. 2016 kauften gerade mal 69 Prozent mit dem Smartphone ein. Der Anstieg ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass nun auch vermehrt die älteren Generationen ab 50+ beim Mobile-Shopping einsteigen. Etwas überraschend, weil weit abgeschlagen: Sprachassistenten. Zwar nutzen diese immer mehr Menschen, doch beim Online-Shopping ist ihr Einsatz mit mageren 2 Prozent doch recht überschaubar. »Online-Shops müssen für den mobilen Zugang und kleine Bildschirme optimiert werden, um erfolgreich Kunden ansprechen zu können«, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. »Im nächsten Schritt sollte es darum zu gehen, auch den Einkauf per Sprachassistent einfach möglich zu machen.«

Entscheidung für oder gegen einen Onlineshop wird nicht willkürlich getroffen

Bei der Wahl des passenden Shops sind für Verbraucher vor allem der Preis (83 Prozent), ein ausgewogener Payment-Mix und die damit verbundenen Zahlungsmöglichkeiten (65 Prozent) sowie eine kostenfreie Lieferung die wichtigsten Kriterien. Online-Shopper legen auch einen gesteigerten Wert auf die Bedeutung von Kundenbewertungen. Für fast die Hälfte (53 Prozent) spielen sie eine Rolle. 55 Prozent nutzen vor dem Kauf zur Informationsbeschaffung die bekannten Vergleichsseiten. So beeinflusst bei 93 Prozent der Befragten die Online-Recherche auch die Kaufentscheidung. »Kunden nutzen das Internet zunehmend als Informationsquelle, bevor sie auf den Kaufen-Button drücken«, so Rohleder. »Mit transparenten und unabhängigen Bewertungen auf ihrer Homepage können Online-Shops Orientierung bieten und sich gleichzeitig positiv von anderen Online-Händlern absetzen.«

Online-Lebensmittelhandel wartet noch auf den Durchbruch

Der Lebensmittelhandel via Online-Shopping wartet noch auf seinen Durchbruch. Zwar wächst er und wird auch angenommen, kann aber kaum zusätzliche Käufergruppen generieren. 2016 hatten 28 Prozent der Internetnutzer auch Lebensmittel online eingekauft. Zwei Jahre später sind es 29 Prozent. Und das obwohl die Zufriedenheit mit dem Lieferservice direkt bis zur Haustür hoch ist. Immerhin können sich gut ein Drittel (35 Prozent) durchaus vorstellen, in Zukunft Lebensmittel und Getränke online zu kaufen. Dabei lassen sich vor allem Städter (37 Prozent) Lebensmittel an die Haustür liefern. In ländlichen Regionen sind es nur 21 Prozent.

Quelle: Bitkom


Eine Sache, die Verbraucher beim Online-Kauf von Lebensmitteln beschäftigt, ist der Versand von frischen Lebensmitteln. Überwiegend werden Alkohol (61 Prozent) Süßwaren (52 Prozent), Fertiggerichte und Konserven (41 Prozent) online bestellt. Auch spezielle Lebensmittel, zum Beispiel Lebensmittel für eine laktosefrei, vegane oder glutenfreie Ernährung (29 Prozent) und Gourmetprodukte (27 Prozent) werden online gekauft. »Die grundsätzliche Bereitschaft der Verbraucher, Lebensmittel im Web zu kaufen, ist durchaus da«, erzählt Rohleder. Ein Problem sieht er aber an anderer Stelle: Das Angebot ist bislang überwiegend in Großstädten und auch da nicht flächendeckend vorhanden. »Mit zunehmender Bekanntheit und innovativen Logistiklösungen werden auch im Online-Lebensmittelhandel die Umsätze steigen.« Rohleder denkt dabei auch an neue Liefermodalitäten, bei denen der Kunde nicht zwingend zu Hause sein müsse, wie etwa Smart-Lock-Systeme.

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