Sparen in der Krise: 5 ungewöhnliche Einspar-Potentiale für Unternehmen


Einsparpotentiale-Unternehmen-Corona

In diesen Zeiten sind viele Unternehmen zum Sparen gezwungen. Dabei gibt es vielerlei Möglichkeiten, die die Politik Unternehmen ermöglicht. Rettungsschirme, Soforthilfen oder die Regelungen zur Kurzarbeit. Doch es gibt auch Sparpotentiale, die Unternehmen ganz unabhängig davon nutzen können. Nachdem wir Ihnen bereits Tipps zur Budgetplanung in Coronazeiten gegeben haben, fokussieren wir nun auf diese Einspar-Potentiale. Der folgende Artikel gibt Inspirationen und auch ganz konkrete Ratschläge, an welchen Kostenschrauben Sie sowohl als Einzelunternehmer als auch als mittelständisches Unternehmen drehen können. Bewusst haben wir auf die Aufschiebung von Krediten und Zahlungen verzichtet, da ein späterer Schuldenberg weitere Probleme schaffen könnte.

(1) Wenn die Versicherung Ihnen Geld anbietet

Ob Sie nur ein Firmenfahrzeug oder eine ganze Firmenflotte einsetzen, einige Versicherungen bieten Ihnen derzeit an, Ihre Kfz-Versicherung um bis zu 24 Prozent zu reduzieren. So hat das Vergleichsportal Verivox herausgefunden, dass bei 30 Prozent weniger Nutzung bis zu 24 Prozent Rabatt möglich sind. Soweit Sie derzeit das Fahrzeug nachweislich viel weniger nutzen, können Sie einen Rabatt der Versicherung beantragen.

Für Firmenflotten bietet sich eine Ruheversicherung an. Während die Flotte still steht, können Sie die Ruheversicherung beantragen, die übrigens kostenfrei ist. Diese kann bis zu 18 Monate lang laufen. Ein weiterer Vorteil der Ruheversicherung besteht darin, dass die Kaskoschäden weiterhin in Anspruch genommen werden können, wenn am Auto zum Beispiel ein Hagelschaden entsteht. Je nach Unternehmensgröße kann hier schnell eine erfreuliche Liquiditätssteigerung erzielt werden, solange die Autos auf dem Firmengelände stehen.

(2) Wenn Sie (endlich) auf die Wünsche der Mitarbeiter reagieren

Vor den Corona-Zeiten war es schwierig, überhaupt neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen. Nur mit tollen Zusatzprogrammen und Angeboten konnten Sie einen Teil der Bewerber überzeugen, in Ihrem Unternehmen anzuheuern. Nun können Sie das Angebot für die Mitarbeiter bewusst erweitern. Schaffen Sie großzügige Teilzeitmöglichkeiten. So reduzieren Sie die Kosten pro Mitarbeiter und erhalten Arbeitsplätze. Auch der Ausbau von Angeboten rund um unbezahlten Urlaub ist zu prüfen.

Prüfen Sie diese Einsparpotentiale bei der Gestaltung der Mitarbeiterprogramme:

  • Angebot von Teilzeit-Möglichkeiten
  • Unbezahlter Urlaub
  • Vorzeitige Nutzung von Elternzeit

(3) Wenn es weh tut, Teil 1: Schöne Dinge in die Zukunft verschieben

Natürlich ist die geplante und verabschiedete Gehaltserhöhung etwas, auf das sich die Belegschaft gefreut hat. In diesen Zeiten muss aber diskutierbar sein, Gehaltserhöhungen in das nächste Jahr zu verschieben. Solche Diskussionen müssen im Kleinen direkt mit den Mitarbeitern genauso wie im Großen mit Tarifparteien und Betriebsräten geführt werden. Letztlich geht es um das Überleben des Unternehmens.

(4) Wenn es weh tut, Teil 2: Die Chefetage geht voran

Einfacher wird Teil 1 dann zu kommunizieren sein, wenn auch die Chefetage mitzieht und sogar einen Schritt weiter geht. Anstatt nur auf die zukünftige Gehaltserhöhung zu fokussieren, erklären sich der Vorstand und die leitenden Mitarbeiter damit einverstanden, auf einen Teil des aktuellen Gehalts zu verzichten. Auch wenn es weh tut!

(5) Wenn Sie sich dauerhaft „einschränken“

 Die Einschränkung bezieht sich in diesem Fall auf die Reduktion von Büroflächen. Viele Unternehmen haben bereits flexible Arbeitsplätze eingerichtet. Derzeit haben Firmen aufgrund von Corona viele Mitarbeiter wochenlang ins Homeoffice verbannt. Mittlerweile hat man sich an die neue Situation gewöhnt und das Home-Office professionalisiert. Die Führung von perfekten Online-Konferenzen zählen genauso zum Alltag wie eine bessere Selbstorganisation. Natürlich freuen sich die Mitarbeiter darauf, wieder ins Büro zu fahren – allein schon wegen dem Tapetenwechsel. Aber muss das in Zukunft noch jeden Tag sein? Banken und Telekommunikations-Unternehmen schaffen es schon heute, mit Home-Office-Regeln die Quadratmeter der verfügbaren Bürofläche zu reduzieren. Miete kostet Geld. Warum nicht jetzt die Mietkosten dauerhaft senken und nur noch einen Teil der Arbeitsplätze im Büro anbieten? Sprechen Sie jetzt mit Ihrem Vermieter. Soweit Sie als durch die Krise stark betroffenes Unternehmen bereits die Miete gestundet haben, schieben Sie nicht die kompletten Mietkosten in die Zukunft, sondern verhandeln Sie mit dem Vermieter eine kontinuierliche Reduktion der Büromietfläche.

Fazit

Wenn das Wörtchen „Wenn“ nicht wär – Sie müssen jetzt handeln. Einige Inspirationen wie die Anfrage bei der Versicherung können Sie sofort umsetzen. Andere wie die Büroeinschränkung brauchen womöglich länger. Warten Sie nicht, sondern handeln Sie jetzt. Die Kosten, die Sie schon heute sparen können und nicht später zurückzahlen müssen, werden Ihrem Unternehmen jetzt und später entscheidend helfen. Bilden Sie im Unternehmen ein heterogenes abteilungsübergreifendes Team für die schnelle Umsetzung solcher Maßnahmen. Natürlich geht es nicht nur ums Sparen. Es geht auch darum, die richtigen Entscheidungen für die richtigen Investitionen zu treffen. Lesen Sie auch unseren Artikel „Die Corona Exit Strategie – 11 Denkanstöße für den Restart“.

 

 

 

 

 

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Bildquellen

  • erstaunt-sparen-corona-firmen: Pexels
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