ERP-Anbieter: Future Factory GmbH


Die Future Factory GmbH hat ihren Sitz in Graz, Österreich, und ist seit 1999 mit seiner ERP-Lösung „future factory business software“ am Markt. Mit 18 Mitarbeitenden und 320 Kunden bewegt sich das Unternehmen klar im Segment kleiner, spezialisierter Softwareanbieter.

Anbieterprofil

Die Future Factory GmbH richtet sich mit ihrer Lösung an kleine und mittlere Unternehmen. Zu den dokumentierten Referenzkunden zählen Kaiser Anlagenbau GesmbH, Resch GmbH, Kührer GmbH, piCHEM Forschungs- und Entwicklungs GmbH sowie Kuda Kunstdarm GmbH. Das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens ist die Anpassungsfähigkeit der Software. Der Branchenfokus liegt nach eigener Einschätzung auf dem Bereich B2B allgemein, wobei E-Commerce, Handel und Logistik mit geringer Intensität vertreten sind. Industrie und Beratung spielen im Kundenstamm kaum eine Rolle.

Basisfunktionen und Sprachen

Das Basisfunktionsset von future factory business software umfasst ein Nutzer- und Berechtigungssystem, Mandantenfähigkeit sowie eine integrierte Suchfunktion. Die Lösung ist sowohl als On-Premise- als auch als Cloud-Variante verfügbar. Integriertes Artikelmanagement ist vorhanden, während Projektmanagement-Funktionalitäten im Datensatz nicht dokumentiert sind. Für Exportabwicklung ist die Software ebenfalls nicht vorgesehen. Eine Mobile App steht nicht zur Verfügung. Anpassbare Bedienoberflächen-Templates und ein Datenmigrations-Assistent fehlen. Eine Public API sowie ein eigener App Marketplace sind nicht vorhanden.

Die Benutzeroberfläche steht ausschließlich auf Deutsch zur Verfügung. Damit richtet sich die Lösung klar an Unternehmen, die ausschließlich im deutschsprachigen Raum operieren und keine Anforderungen an mehrsprachige Oberflächen stellen.

Schnittstellen

Future factory business software unterstützt native Schnittstellen zur Buchhaltungssoftware sowie zu Logistikdienstleistern. Bei den Versanddienstleistern sind DHL und DPD mit nativen Kernschnittstellen integriert; GLS, UPS und FedEx ebenfalls. Für Hermes ist eine API-basierte Anbindung möglich. Parcel.One und Shipcloud werden per API unterstützt. Zu BI-Systemen ist keine Schnittstelle vorhanden, bei Barcode-Scan-Software wird keine Angabe gemacht. Marktplatzseitig sind keine Schnittstellen zu Amazon, eBay, OTTO Market, Zalando oder anderen Plattformen dokumentiert. Der Integrationsfokus der Lösung liegt damit deutlich auf dem Versandbereich, während übergreifende Commerce-Anbindungen nicht abgedeckt werden.

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Versandfunktionen

  • Lieferscheine, Warenausgangsbuchung, Versanddokumente und Versandkosten sind als Kernfunktionen enthalten.
  • Tourenplanung ist nicht dokumentiert.

Einkaufsmanagement und Wareneingang

  • Lieferantenauswahl, Angebotsverwaltung, Preisvergleiche, Umwandlung von Angeboten in Bestellungen sowie Bestellüberwachung sind vorhanden.
  • Bestellmahnwesen, Wareneingang mit und ohne Bestellung sowie Retourenmanagement sind integriert; Teilmengenverwaltung und Schnittstelle zur Kreditorenbuchhaltung sind nicht angegeben.

Vertriebsfunktionen

  • Angebotserstellung, Angebotsüberwachung, Konditionenverwaltung, Lieferbereitschaft und Lieferzeiten sind enthalten.
  • Vertriebs-Pipeline, Vertriebsplanungsfunktionen und Außendienststeuerung sind nicht verfügbar.
  • CRM-Funktionen sind integriert; Produktionssteuerung ist nicht vorhanden. Automatisierte Workflows, Personalzeiterfassung und Betriebsdatenerfassung stehen zur Verfügung.

Services

  • Präsenz-Trainings, Online-Trainings und ein Handbuch sind verfügbar.
  • Werktags-Support ist gegeben; die Reaktionszeit liegt unter 24 Stunden sowie unter vier Stunden.
  • Ein 24/7-Support wird nicht angeboten. Reaktionen innerhalb einer Stunde sind nicht dokumentiert.

Rechtliche Kriterien

Der Serverstandort befindet sich in Deutschland. Personenbezogene Daten werden pseudonymisiert und verschlüsselt; DSGVO-relevante Daten werden bei Einwilligung gespeichert. Ein Standardvertrag zur Auftragsdatenverarbeitung wird angeboten, deutschsprachige AGBs, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärungen sind vorhanden. Der Gerichtsstand ist nicht in Deutschland, was bei der Vertragsgestaltung für deutsche Unternehmen zu berücksichtigen ist. KI kommt im ERP-System nicht zum Einsatz.

Fazit

Die Future Factory GmbH richtet sich mit ihrer Lösung an kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die eine anpassungsfähige On-Premise- oder Cloud-Lösung mit solider Versand- und Einkaufsabdeckung suchen. Besonders hervorzuheben ist die breite Anbindung an gängige Versanddienstleister. Einschränkungen bestehen in der fehlenden Mehrsprachigkeit, dem Fehlen von Marktplatzschnittstellen sowie dem nicht deutschen Gerichtsstand. Wer future factory business software im Wettbewerbsvergleich einordnen möchte, findet im vollständigen ERP-Marktüberblick einen Vergleich von mehr als 70 Lösungen.

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