Mit Gamification nimmt Ihr Mitarbeiterportal Fahrt auf

GAMIFICATION Business team hands at work with financial reports and a laptop, top view

Ist das Mitarbeiterportal bzw. Intranet live und alle Mitarbeiter können mit einem zentralen Single-Sign on auf alles Wissenswerte und Relevante zugreifen, ist dies kein Garant dafür, dass die Nutzung des Intranets so gut läuft, wie sich das Management es sich vorstellt. Wird das Intranet nicht für aktivere Kommunikation zwischen den Abteilungen und Projektteams genutzt, Wissen nicht geteilt und die angebotenen digitalen Prozesse nicht gelebt, ist oft guter Rat teuer.

Gamification könnte ein hilfreicher Ansatz sein, strategische Ziele im Mitarbeiterportal zu erreichen

Gamification ist die Übertragung von Spielelementen auf einen Lebensbereich, der mit Spiel nichts zu tun hat, zum Beispiel in der Geschäftswelt. In jedem Fall wird etwas, das eigentlich kein Spiel ist, spielerisch. Mit einfachen Elementen wie Ranglisten, Punktevergabe oder Auszeichnungen werden Mitarbeiter inspiriert aktiv zu werden.
Die meisten Menschen müssen im Laufe des Tages viele Dinge tun, die sie nicht wirklich gerne angehen. Gamification hilft, lästige Aufgaben auf der I-must-Liste auf die I-want-Liste wandern zu lassen.

Das Ziel von Gamification ist es, sich intensiver mit Nutzern, Mitarbeitern, Partnern und anderen Zielgruppen zu beschäftigen und sie zu motivieren, z. B. im Intranet einen Wiki- oder Blogbeitrag zu schreiben, Wissen zu teilen, Inhalte zu bewerten oder zu kommentieren und besser zusammenzuarbeiten. Das klassische Gamification setzt den Focus auf Wettbewerb. Es wirkt auf die Mitarbeiter, die Vorgesetzten und die Unternehmenskultur. Es verbessert die Leistung, Motivation und das Lernverhalten.

Welche Spielprinzipien müssen beachtet werden

Es gibt keine Standardantwort auf diese Frage, welche Spielprinzipien beachtet werden müssen, aber es gibt Anhaltspunkte aus der Psychologie. Mitarbeiter sind zu motivieren mit dem richtigen Zusammenspiel von Spielspaß, Spielsinn, Spielmechanik, Grafik und Musik.

Forscher haben herausgefunden, dass wir Menschen folgende fundamentalen Bedürfnisse besitzen und diese gelten standort- und generationsunabhängig:

  • Status
  • Belohnung
  • Erreichung von Meisterschaft
  • Selbstverwirklichung
  • Selbstlosigkeit
  • Wettbewerb

Quelle: Fotolia

Und genau diese menschlichen Grundbedürfnisse versucht man mit Gamification zu adressieren. Beachtet man diese Grundbedürfnisse bei der Spielkonzeption, so wird klar, dass verschiedene Spielercharakter angesprochen werden müssen. Das Ziel ist immer, dass sich viele motiviert fühlen und mitmachen. Gamifizierung ist nicht auf bestimmte Branchen beschränkt. Häufig werden die Spielanreize im Marketing, Call-Center, Vertrieb, Personal oder eLearning Bereich eingesetzt.

Quelle: comundus

Konzeption und Ziele für das Spiel

Gamification ist keine Hauruck-Aktion. Und auch kein Allheilmittel. Es ist keine Wunderwaffe, mit der jedes Problem gelöst werden kann. Ein schlecht zu bedienendes Mitarbeiterportal mit langen Wartezeiten und überladener Startseite wird dadurch nicht besser. Aber in den meisten Fällen lassen sich mit einer tiefgehenden Analyse die Problemfelder identifizieren, die mit Gamification „beackert“ werden können. Ist das Problem erkannt, braucht es eine Zielvorgabe.

Ziele müssen für das „Spiel“ konkret qualitativ und quantitativ vorgegeben werden. Ziel können sein, dass Mitarbeiter lernen: Wissen zu teilen, bestimmte Seiten zu besuchen oder Wiki- und Blogbeiträge zu verfassen? Aber auch höhere Umsatzzahlen, eine schnellere Reaktion und genaue Datenpflege von den Mitarbeitern im Call-Center können belohnt werden? Zeitraum und Zielgruppendefinition ergänzen die Vorgaben für die Spielkonzeption. Alle Benutzeraktivitäten, die für den Erfolg der Unternehmen wichtig sind, werden definiert und zur Durchführung der Aktivitäten als Spiel gestaltet. Somit können strategische Ziele im Intranet/Mitarbeiterportal in der Form eines Spiels, statt in der Form von Managementverordnung oder Benutzereinschränkungen, erreicht werden.

Gamification erlaubt dem Unternehmen, Aufgaben mit Wertigkeit zu versehen und Belohnungen für das effiziente, meiste oder erfolgreichste Bearbeiten dieser Aufgaben zu verteilen. Belohnungssysteme implizieren, welche Aufgaben den höchsten Wert haben.

Akzeptanz aufbauen

Nicht immer sind alle Mitarbeiter begeistert, wenn ihre Leistungen transparent gemacht werden. Wenn Ranglisten mit den besten Mitarbeiterinnen auf einem PC-Bildschirm in der Werkshalle angezeigt werden. Dies führt nicht nur zur Freude am Spiel, sondern zu einem ungesunden Leistungsdruck und Neid. In der Regel will auch der Betriebsrat hier ein Wort mitreden.

Welche technischen Lösungen gibt es?

Zunächst ist immer die Eigenentwicklung in der IT-Entwicklung möglich. Doch das Angebot an Gamification Engines am Markt ist groß. In der Regel sind diese Engines so aufgebaut, dass ihre Funktionalitäten (Leader Board, Spiele, Auswertungen, Reports) per API in die eigenen Informationsportale eingebunden werden. Die meisten haben einen speziellen Schwerpunkt wie: Bunchball Nitro für Loyality, Punchtab für Marketing/User Experience, LevelEleven für Sales Teams und Gameffective ist eine der führenden Gamification Engines.

Große Portalanbieter wie IBM connect, Microsoft Share Point oder Liferay integrieren Gamification in die Unternehmensportale mit Plug-ins.

Für die konzeptionelle Umsetzung und Entwicklung von Spielen bieten sich etablierte Gamification Agenturen an, die ganz individuelle Anforderungen realisieren und ein nachhaltiges Gamification begleiten.

Einstieg in Gamification mit Liferay

Liferay ist eine Software, mit der Unternehmen ihre Mitarbeiterportale mit einem durchgängigen digitalen User-Erlebnis gestalten. Als Open-Source-Plattform bietet Liferay die umfassenden Funktionalitäten für moderne Mitarbeiterportale und den digitalen Arbeitsplatz.

Für Liferay 7 existieren Gamification Portlets – Social Activity, die die Aktivitäten der Mitarbeiter in Collaboration Portlets tracken und auswerten.
Es können standardmäßig die Collaboration Portlets Wiki, Blog, Forum, Nachrichten und Dokumente hinzufügen getrackt werden.

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Bildquellen

  • electronic videogame with graphic design character: Fotolia
  • Screenshot_7: comundus
  • GAMIFICATION: Fotolia
Gabriele Maas

Gabriele Maas

Gabriele Maas ist seit neun Jahren Leiterin Marketing bei comundus GmbH und verantwortlich für die Marktpositionierung der Leistungen von comundus auf allen off-und online Kanälen.

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