Leben retten und Bäume fällen – mobile Inhalte im Außendienst


Content mobil verfügbar

Was haben Holzfäller, Sozialarbeiter und Ärzte in Katastrophengebieten gemeinsam? Sie alle sind Teil einer stetig wachsenden Gruppe von Arbeitskräften, deren Arbeitstag durch Smartphones grundlegend verändert wurde.

Schon seit einiger Zeit ist von Wissensarbeitern die Rede, die Smartphones und Tablets unterwegs nutzen. Was viele nicht wissen: Die größten Vorteile aus mobilen Geräten ziehen jene Mitarbeiter, die manchmal wochenlang kein Büro betreten.

Mit der steigenden Verbreitung von Mobiltelefonen und Tablets stellt sich die Frage, wie man Inhalte für den Außendienst verwaltet. Traditionsgemäß denkt man bei Content Management zunächst an eine Desktop-Software. Wenn es aber um Reaktionen auf eine humanitäre Krise oder die Diagnose eines Lepra-Patienten geht, ist die Schnelligkeit und Flexibilität von mobilem Content Management nur schwer zu schlagen.

Während Marketing-Profis sich auf mobile Inhalte für Kampagnenzwecke konzentrieren, findet die tatsächliche Revolution – Effizienzzuwachs, mehr Profitabilität und Produktivität – woanders statt.

Apps auf dem Vormarsch

Auf Inhalte zugreifen und diese auf dem Mobiltelefon und auf Tablets aktualisieren zu können bedeutet, dass Nutzer immer und überall arbeiten können. Die begrenzte Bildschirmgröße macht Benutzerfreundlichkeit zum ausschlaggebenden Faktor dafür, ob ein CMS auf dem Mobiltelefon genutzt werden kann. Daher rührt der große Anstieg in der Benutzung von (einfach zu bedienenden) Apps.

Apperians 2014 Report zu Executive Enterprise Mobility zeigte, dass über 70 Prozent der Befragten mehr als 1000 Nutzer mit mobilen Apps ausstatten wollen. Ein Drittel gab an, mobile Apps innerhalb der nächsten 2 Jahre bei mehr als 5000 Nutzern einzusetzen. Dieselbe Umfrage fand heraus, dass 53 Prozent der Unternehmen ihre eigenen Apps für die Verbesserung von Prozessen im Kerngeschäft entwickeln.

Leben retten mit Mobile Content Management

Apps für den Wetterbericht oder die Taxi-Bestellung kennen wir alle. Richtig spannend ist dagegen die Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen) Guidance App. Sie gibt Ärzten in abgelegenen Gebieten Zugang zu Behandlungsinformationen. Mehr als 1500 medizinische Mitarbeiter in 116 Ländern nutzen die App (bisher: 100’000 Zugriffe).

Die App wurde mit dem Open Medicine Project entwickelt, welches auch schon eine HIV Clinical Guide App entwickelt hat. Diese gibt über 6000 Vertretern des Gesundheitswesen, die HIV-Patienten in Südafrika behandeln, Richtlinien und Entscheidungshilfen. Diese App hat Zugriffszahlen von fast einer Viertel Million.

Diese Apps sind das perfekte Beispiel dafür, wie mobiles Content Management genutzt werden kann, um Daten über mehrere Organisationen hinweg zu teilen und dadurch interne Prozesse zu verbessern. Noch revolutionärer ist die Lepra Erkennungs-App, die eine Gruppe von indischen Studenten ganz neu für die Novartis-Foundation entwickelt hat. Mit dem richtigen Inhalt kann die App (z.B. dank Bildern und Drucküberwachung) erkennen, ob ein Patient Lepra hat.

Mobile Inhalte Im Wald

Die Forstwirtschaft ist ein weiteres Gebiet, auf dem mobiles Content Management stetig wächst. Apps helfen Waldarbeitern, Wälder und deren Schonung zu verwalten. Holzfäller nutzen Daten nicht nur, um festzustellen, wo, wann und wie Bäume zu fällen sind, sondern auch, um den ganzen Holz-Zyklus (vom Wald bis zum Cheminée) zu verwalten. Trimble ist hier wegweisend auf dem Gebiet – mit einer 4Loads Wald-App, mit der Waldarbeiter ganz einfach Daten zu gefälltem Holz verwalten können.

Auf Waldinformationen wird außerdem für Konservationszwecke zugegriffen. Die Branche wächst so stark, dass sogar schon eine Forest Tech Veranstaltung ins Leben gerufen wurde.

Eine mobile Revolution für Sozialarbeiter

Sozialarbeiter sind kaum im Büro. Oft besuchen sie Sozialfälle in ihrem Zuhause. Bei dieser Außenarbeit ist es wichtig, Zugang zu akkuraten Daten zu haben und Daten einfach in Systeme einzuspeisen zu können.

In Bradford, Großbritannien, nutzen Sozialarbeiter Social Care Apps, um Emails, Gutachten und Notizen zu Sachangelegenheiten via 3G-Netzwerk in eine Datenbank einzuspeisen. So können sie direkt im Zuhause des Betreuten auf Echtzeitinformationen zugreifen.

Das große Potential von Apps für Sozialarbeiter haben auch IBM und Apple erkannt: Sie schlossen sich zusammen, um eine App namens Case Advice zu entwickeln. Diese soll den Job von Sozialarbeitern erleichtern. Sie ist für 700,000 Sozialarbeiter in den USA angelegt, die ein Drittel ihrer Zeit mit Dateneingaben im Backoffice – gesammelt bei direkten Besuchen – verbringen. Mit Apps wie diesen haben sie mehr Zeit, sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren.

Außendienstler zu Wort kommen lassen

Die Vorteile von mobilem Content Management für den Außendienst liegen auf der Hand. Was Unternehmen jedoch bedenken müssen: Eine CMS-Plattform funktioniert nur dann gut, wenn sie einfach zu navigieren ist. Mit Apps kann leicht an mobile Arbeitskräfte herangetreten werden – aber Apps müssen auch diejenigen Schlüsselfunktionen besitzen, die es ihnen ermöglichen, ihren Job besser zu machen.

Nutzer sollten von Anfang an in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. So können sie nicht nur die Inhalte und Aufgaben einer App definieren, sondern auch sichergehen, dass das Resultat ihnen dabei hilft, ihre Arbeit besser zu meistern.

Wichtiger als je zuvor ist zudem, dass das CMS ein zuverlässiges und flexibles Backend hat, das die wachsenden digitalen Anforderungen von Unternehmen bewältigen kann. Diese wachsenden Herausforderungen kann ein reines  CMS nicht mehr bewältigen. Hier kommen digitale Business-Plattformen zum Einsatz. Eine Plattform für das digitale Geschäftswesen kann relevante Daten aus den Backend-Systemen nahtlos in die mobile Arbeitsumgebung von Außendienstlern integrieren.

Für Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, ist es von großer Bedeutung, immer und überall Zugang zu Inhalten zu haben und diese sofort aktualisieren zu können. Die Digital Business-Plattform ist dafür zuständig, es dem Nutzer möglichst einfach zu machen, Informationen zu erstellen, zu nutzen und zu teilen – trotz kleineren Bildschirmen.

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Bildquellen

  • mobiles_Arbeiten: unsplash.com - Christian Baron
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