Mobile Website oder App?


Mobile Website
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Welches Medienangebot das richtige ist

Noch nie war der mobile Zugang zum Internet so selbstverstĂ€ndlich wie heute. Immer mehr Menschen rĂŒsten sich mit Smartphones und Tablet-Computern aus und die mobilen Datennetze stoßen regelmĂ€ĂŸig an ihre Auslastungsgrenzen. Denn Informationen, Unterhaltung und soziale Kontakte werden verstĂ€rkt im mobilen Internet abgefragt. Dank schnellerer DatenĂŒbertragungsraten sowie Verbesserungen der Technik wird der mobile Zugriff auf das Internet auch in Zukunft immer interessanter.

FĂŒr Website-Betreiber sind das wichtige Entwicklungen, die sie beobachten mĂŒssen. Denn das mobile Nutzerverhalten unterscheidet sich stark vom dem des stationĂ€ren Nutzers. Der mobile Internetnutzer bewegt sich wesentlich ergebnisorientierter im Web. Ob Zeitvertreib oder eine schnelle und unkomplizierte Informationsbeschaffung im Vordergrund steht, spielt dabei keine Rolle. FĂŒr Website-Betreiber ist es wichtig, die Interessen der eigenen Zielgruppe schnell zu erkennen und Anforderungen zu erfĂŒllen. Stellt sich mithilfe von Webanalyse-Tools heraus, dass die eigenen Nutzer verstĂ€rkt mobil auf das Online-Angebot zugreifen, sollte der Websitebetreiber handeln.

 Pro & Contra

Die Entscheidung, welche Art von mobilem Angebot letztlich zum Einsatz kommen soll, stellt viele Website-Betreiber bereits vor die erste große Herausforderung. Mobile Website per CSS, separate mobile Website oder eine eigene App? Welches Medienangebot letztlich das richtige ist, lĂ€sst sich mit einer Erstkonzeption leicht herausfinden.

Grundlagen: Analyse und Zieldefinition

Am Anfang steht immer die Konzeption. Die konzeptionelle Arbeit beginnt mit der Erstellung einer Zieldefinition. Damit lĂ€sst sich auch der personelle und finanzielle Aufwand einschĂ€tzen und festlegen. Es ist ratsam, eine Zielgruppenanalyse durchzufĂŒhren, um die Interessen und BedĂŒrfnisse der Nutzer zu identifizieren. Dabei werden unter anderem die Verhaltensunterschiede zwischen den stationĂ€ren und mobilen Internetnutzern herausgearbeitet. FĂŒr die Datenerhebung eignen sich vor allem Online-Umfragen, Card-Sortings und Nutzungsanalysen.

Unter BerĂŒcksichtigung der Zieldefinition und den Ergebnissen aus der Zielgruppenanalyse kann anschließend eine Entscheidung getroffen werden, welche Art der Umsetzung des mobilen Webangebots realisiert werden soll.

Angepasst: Die mobile Website per CSS

Eine Realisation mit dem geringsten konzeptionellen Aufwand beschrĂ€nkt sich auf Anpassungen des bestehenden Webauftritts per CSS. DafĂŒr ist es erforderlich, unterschiedliche Stylesheets zu entwickeln, um diese spĂ€ter browser- und endgerĂ€tespezifisch ausliefern zu können. Auf diese Weise wird beispielsweise horizontales Scrollen vermieden und die Bedienung der Website fĂŒr den Nutzer erleichtert.

Durch die CSS-Anpassung auf mobilen Websites findet keine Reduktion der Inhalte und Navigationsstruktur zugunsten der Nutzerinteressen und Bedienbarkeit der Website statt. Dies kann zur Folge haben, dass der Nutzer lange Klickstrecken in Kauf nehmen muss, um den relevanten Inhalt zu erreichen. DarĂŒber hinaus bleibt bei der lediglich mit CSS angepassten mobilen Website der HTML-Code unverĂ€ndert. Das Datenvolumen und die Ladezeiten der mobilen Website sind somit nicht fĂŒr die mobile Nutzung optimiert. Die vollstĂ€ndige Auslieferung der Inhalte kann also sehr lange dauern.

Trotzdem ist die mit CSS angepasste mobile Website ein probates Mittel, um kostengĂŒnstig und schnell eine fĂŒr die mobile Nutzung optimierte Darstellung anbieten zu können. Denn nicht immer handelt es sich um eine Website mit komplexer Struktur, zahlreichen Funktionen und Anwendungen. Die mit CSS angepasste mobile Website kann also durchaus eine geeignete Wahl sein, um die Nutzer und Website-Betreiber zufrieden zu stellen.

Individuell: Die separate mobile Website

Einen wesentlich nutzerorientierteren Ansatz stellt die inhaltlich optimierte mobile Website dar. Damit die Inhalte optimal auf die BedĂŒrfnisse der Zielgruppen zugeschnitten werden können, sind in der Konzeption einige Dinge zu beachten. Unter BerĂŒcksichtigung der Zieldefinition und den Erkenntnissen aus der Zielgruppenanalyse wird zunĂ€chst auf Basis der „Information Foraging“-Theorie nach Jakob Nielsen mit einer Reduzierung der SeitenkomplexitĂ€t begonnen. Dabei werden irrelevante Inhalte und Funktionen entfernt und die Navigationsstrukturreduziert. Im Rahmen dieses Konzeptionsschritts wird ebenfalls festgelegt, an welcher Stelle Funktionen und zusĂ€tzliche Features in die mobile Website integriert werden.

Inhalte: MobilitĂ€t prĂŒfen und visualisieren

In einem weiteren Schritt empfiehlt es sich, die KompatibilitĂ€t der Website-Inhalte mit den mobilen EndgerĂ€ten zu ĂŒberprĂŒfen. Da Anwendungen auf Flash-, Java- und Silverlight-Basis nicht auf allen mobilen EndgerĂ€ten unterstĂŒtzt werden, sollte bei der mobilen Website auf den Einsatz dieser Anwendungen verzichtet werden. Parallel zur Optimierung der KompatibilitĂ€t bestehender Funktionen und Anwendungen wird die Konzeption der mobilen Zusatzfeatures durchgefĂŒhrt. Dabei ist es hilfreich, die Perspektive der Nutzer einzunehmen. Durch diese Innenansicht lassen sich die BedĂŒrfnisse der Nutzer leichter identifizieren.

Im Anschluss werden die Ergebnisse in sogenannten Wireframes, also ersten optischen EntwĂŒrfen, visualisiert. Es empfiehlt sich, diese auf Basis des „Responsive Webdesign“ zu entwickeln und klickbar zu machen. „Responsive Webdesign“ berĂŒcksichtigt die unterschiedlichen Anforderungen von AusgabegerĂ€ten, wie zum Beispiel Smartphone, Laptop oder stationĂ€rem PC. Besondere Usability-Aspekte mobiler EndgerĂ€te werden somit einbezogen.

Usability-Tests: Basis fĂŒr das Design

Die Usability-PrĂŒfung und die Integration der dabei erlangten Erkenntnisse in die Wireframes, Funktionen und mobilen Zusatzfeatures stellen den nĂ€chsten Schritt in der Konzeption einer separaten mobilen Website dar. Die GrĂ¶ĂŸenordnung einer Usability-PrĂŒfung ist variabel. Sie kann von eigenen internen Tests bis hin zu groß angelegten Testings mit ausgesuchten Probanden in einer störungsarmen Testumgebung reichen. Dabei ist ein tiefer Einblick in das Verhalten der Nutzer sowie in ihre Interessen und FĂ€higkeiten möglich. Schwachstellen und Verbesserungspotenziale können schnell identifiziert, behoben und der Weg fĂŒr die Designentwicklung geebnet werden. Die Entwicklung des Designs findet analog zur Erstellung der Wireframes unter BerĂŒcksichtigung der dort festgelegten NutzerfĂŒhrung statt. Das Design wird in Anlehnung an das bestehende Layout bis zur finalen mobilen Website weiterentwickelt.

Realisierung: Erst testen, dann veröffentlichen

Nach dieser Konzeptionsphase findet die Programmierung der mobilen Website statt. Bei der Entwicklung empfiehlt es sich, eine automatische EndgerĂ€teerkennung (Viewport-Meta-Tag), minimierte Ladezeiten und HTML5 zu berĂŒcksichtigen. Auch in der Programmierung spielen Testings eine wichtige Rolle. Denn ohne KompatibilitĂ€tstests der avisierten GerĂ€te oder Tests der Ladezeiten bei langsamer Verbindung können Schwachstellen und Fehler nur schwer erkannt werden.

Nach einer umfangreichen Testphase kann die mobile Website live geschaltet werden. SelbstverstĂ€ndlich sind im laufenden Betrieb Themen wie SEO-Maßnahmen, Pflege und Wartung sowie Analyse und Beobachtung der Nutzerdaten fĂŒr die mobile Website ebenso wichtig wie fĂŒr die stationĂ€re Version

Fokussiert: Die App

Die App charakterisiert sich dadurch, dass sie einem konkreten Zweck dient. Sie ist inhaltlich auf das Wesentlichste reduziert, schnell verfĂŒgbar und in ihrer Bedienbarkeit sehr einfach gestaltet. Die App wird auf dem mobilen EndgerĂ€t installiert und kann mit und ohne Internetverbindung genutzt werden. DarĂŒber hinaus besteht die Möglichkeit, ausgedehnt auf die GerĂ€te-Hardware zuzugreifen und so beispielsweise ortsabhĂ€ngige Dienste und Push-Benachrichtigungen anzubieten.

Bei der Konzeption einer App sollte eine Orientierung an den notwendigen Schritten fĂŒr die Erstellung einer separaten mobilen Website erfolgen. Zwar unterscheidet sich die App stark von einer separaten mobilen Website, doch die fĂŒr die Konzeption und Entwicklung notwendigen Informationen werden bei dieser Herangehensweise am effektivsten erhoben und verarbeitet.

Fazit: Angepasst, individuell oder fokussiert?

Bei der Konzeption eines mobilen Online-Auftritts ist eine genaue Betrachtung der BedĂŒrfnisse und Nutzungsgewohnheiten der User im Kontext der mobilen Nutzung der SchlĂŒssel zum Erfolg. Nach ihnen richten sich alle weiteren Schritte und die notwendigen einzuleitenden Maßnahmen. Dabei sollte von Vorab- und Pauschalaussagen Abstand genommen und die Bedarfsermittlung auf Basis der nutzerzentrierten Konzeption durchgefĂŒhrt werden. Auf diese Weise werden eine hohe Nutzerzufriedenheit und eine langfristige positive Bindung an die Website und an das Unternehmen oder die Marke erreicht.

Meine Empfehlung: Wenn Sie einen Relaunch Ihrer Website planen, berĂŒcksichtigen Sie den mobilen Online-Auftritt von Anfang an. Redaktionelle AufwĂ€nde können reduziert werden, indem bereits bei der initialen Erstellung der Inhalte festgelegt wird, in welcher Form sie auf mobilen EndgerĂ€ten wiedergegeben werden sollen. Das aufwĂ€ndige nachtrĂ€gliche EinfĂŒgen der mobilen Inhalte ist dann nicht mehr notwendig.

Wichtig demnÀchst das Mobile Payment sein wird finden Sie hier.

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