5 Wahrheiten ĂŒber Native Ads


Native Ads

Über das Hype-Thema Native Ads (Native Advertising) wird derzeit viel diskutiert – oftmals ohne das nötige Fachwissen. So hat in den USA, einem der fĂŒhrenden MĂ€rkte in dieser Disziplin, fast die HĂ€lfte der Marketer noch nie etwas von Native Advertising gehört.* Ähnlich dĂŒrfte es in Deutschland aussehen. Denn die Diskussion wird von Vorurteilen und IrrtĂŒmern beherrscht. Marcel Hollerbach, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von NativeAds.de, rĂ€umt mit den fĂŒnf grĂ¶ĂŸten IrrtĂŒmern rund ums Thema Native Advertising auf. FĂŒr ihn ist „native Advertising eine neue Online-Marketing-Disziplin, die es ermöglicht, Markencontent zielgerichtet zu distribuieren.“ Außerdem könne Native Advertising Publishern helfen, ihre redaktionellen Angebote langfristig durch mehr Werbeerlöse zu finanzieren. Dazu finden Sie ebenfalls unseren Praxistest.

1. Mythos: Native Ads verringern die GlaubwĂŒrdigkeit eines Publishers.

Falsch. Native Ads haben keinen Einfluss auf die GlaubwĂŒrdigkeit des Publishers. Die Ads sind klar als Werbung gekennzeichnet. Wenn ĂŒberhaupt wĂŒrden schlecht gemachte Native Ads eher dem Markenimage des Werbekunden schaden und unterliegen daher von Natur aus einem hohen QualitĂ€tsanspruch der Unternehmen. Bei den meisten Native-Ads-Konzepten haben die Redaktionen zudem immer ein Vetorecht und können Kampagnen ablehnen, die nicht ihren QualitĂ€tsansprĂŒchen entsprechen.

2. Mythos: Native Ads sind der Untergang des Journalismus.

Falsch. Eher unterstĂŒtzt das Erlösmodell Native Ads die Publisher sogar dabei, langfristig den unabhĂ€ngigen Journalismus durch zusĂ€tzliche Werbeerlöse zu finanzieren. Ganz abgesehen davon, dass Publisher schon immer Markeninhalte in Form von Content-Kooperationen zugelassen haben. Native Ads machen die Erlöse aus dem Segment jetzt nur skalierbar. Obendrein bescheren beliebte Markeninhalte den Publishern neue Leser und ziehen User auf deren Website, die dort lĂ€nger verweilen und vermehrt auch die journalistischen BetrĂ€ge konsumieren.

3. Mythos: Native Ads ist gleich Schleichwerbung.

Falsch. Kritische Stimmen setzen Native Ads gern mit Schleichwerbung gleich. Dabei gibt es klare Regeln: Schleichwerbung bezeichnet laut ORF-Gesetz[1] und deutschem Rundfunkstaatsvertrag „die ErwĂ€hnung oder Darstellung von Waren […] eines Herstellers von Waren oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Programmen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und mangels Kennzeichnung die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser ErwĂ€hnung oder Darstellung irrefĂŒhren kann.“ Native Ads möchten den Leser nicht tĂ€uschen, wie es etwa Schleichwerbung macht, denn sie werden stets mit „Anzeige“ gekennzeichnet.

4. Mythos: Native Ads sind uninspirierte Advertorials, die die multimedialen Möglichkeiten des Webs nicht nutzen.

Falsch. Schon allein deshalb, weil schlechte Advertorials fĂŒr Werbungtreibende viel zu teuer sind, um sie nicht professionell zu nutzen. Schlecht gemachte Contentwelten werden von den Usern mit schlechten Klickraten, niedrigen Verweildauern und niedrigen Social-Sharing-Raten bestraft. Native Advertising rechnet sich also fĂŒr Brands nur, wenn die Inhalte viral werden und der Earned-Media Anteil an den Kampagnen signifikant ist. Viele Unternehmen besitzen wahre Content-SchĂ€tze, die nie ein Leser zu Gesicht bekommt. Unternehmen wie etwa VW produzieren in ihren Mitarbeiter- und Kundenmagazine sehr hochwertige Inhalte rund um das Thema Automobil. Red Bull hat den Sprung aus der StratosphĂ€re mit Felix BaumgĂ€rtner mediengerecht inszeniert und der neue „supergeile“ Werbesport von Edeka mit Friedrich Lichtenstein erreicht auf Youtube Millionen Views. In den letzten Jahren ist viel multimedialer Brandcontent entstanden. Jetzt erhalten diese Inhalte durch Native Advertising eine ideale Distributionsplattform.

5. Mythos: Native Ads werden von Suchmaschinen als Duplicate Content erkannt.

Native Ads, die via Adserver-Technologie ausgeliefert werden, werden von Suchmaschinen nicht indexiert und fĂŒhren somit nicht zu Duplicate Content Problemen. Der Content und auch die Teaser werden von den Technologien in der Regel via Javascript geladen (Ă€hnlich einem Werbebanner) und sind zum Beispiel fĂŒr Google nicht erreichbar. Trotzdem erhĂ€lt jede Native Ad eine eigene URL und kann somit in sozialen Netzwerken geteilt oder via E-Mail verschickt werden.

* Quelle: Copyblogger’s 2014 State of Native Advertising Report

Bildquellen

  • Mythos Native Advertising: Stuart Miles - Fotolia
Previous Mobile Website oder App?
Next SEO-Tools im Überblick

No Comment

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sechzehn + elf =