Von „Mobile First“ bis zu kleinen Kniffen: Fünf E-Commerce SEO-Tipps


E-Commerce Trends

Eine SEO-Strategie sollte durchdacht und langfristig angelegt sein. Dennoch gibt es ein paar Schritte, mit denen Sie relativ schnell bessere Ergebnisse erzielen können. Neben dem Einsatz von SEO-Tools helfen einige praktische Taktiken. Wir geben Ihnen fünf E-Commerce SEO-Tipps an die Hand.

Um im Onlinehandel langfristig erfolgreich zu sein, spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Einer der wichtigsten ist eine gute Strategie für die Suchmaschinenoptimierung, auch als SEO bekannt. Doch immer mehr Onlineshops werden eröffnet. Wenn man sich für die passende Onlineshop Software entschieden hat, geht es schnell an die Optimierung, schließlich ist die Konkurrenz um die Gunst der Onlineshopper und der Suchmaschinen-Algorithmen groß. Deswegen geben wir Ihnen fünf Tipps, die Sie bei Ihren SEO-Maßnahmen im Hinterkopf behalten sollten. Von der grundlegenden „Mobile First“ Strategie bis hin zu kleinen Kniffen, die auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sind.

Zudem lohnt sich für Onlinehändler der Blick auf Google Shopping, einem Teil der Google Suche. Dort können Sie ihre Produkt aktuell sogar kostenlos listen lassen. Allerdings werden diese dann nur unter dem Reiter „Google Shopping“ oder über eine Suche per shopping.google.de angezeigt. Damit ein Produkt auch unter den Ergebnissen der eigentlichen Google-Suche angezeigt wird, muss weiterhin bezahlt werden.

Mobile First

Im 1. Quartal 2018 wurden 48 % aller E-Commerce-Transaktionen per Smartphone oder Tablet durchgeführt, so Statista. Und in dieser Zahl sind dezidierte Shopping-Apps nicht einmal enthalten. Der Trend geht also zum „Mobile Commerce“ oder kurz: „M Commerce“. Für Google schon lange kein Trend mehr, beim Suchmaschinen-Giganten gilt bei den Ranking-Kriterien seit einer Weile das Motto „Mobile First“. Bedeutet: Der Google Algorithmus schaut sich nur an, wie eine Webseite in der Mobil-Version ausschaut. Die Desktop-Variante spielt tatsächlich für Google somit nur noch eine untergeordnete Rolle.  Wie schnell lädt die Seite, wird alles korrekt angezeigt, ist die Darstellung auf verschiedenen Smartphones und Browsern gleich gut?

Dabei unterscheidet man bei der Darstellung von Webseiten zwischen zwei Varianten, mehr Informationen gibt es bei Google selbst.

Responsive Design

Die Webseite wird automatisch optimiert auf verschiedenen Endgeräten dargestellt. Moderne Webseiten-Themes haben dies vorinstalliert. Diese Variante ist generell zu empfehlen, da man hier keine gesonderten Maßnahmen ergreifen muss.

Mobile Website

Hier ist die mobile Variante einer Seite quasi noch einmal eine eigenständige Webseite (oft zu erkennen am „m.“ in der URL). Die komplette Umstellung auf ein Responsive-Design ist natürlich äußerst aufwändig. Dennoch sollte man zumindest darüber nachdenken.

Hier eine eine Reihe von Maßnahmen, um dem „Mobile First“ Ansatz umzusetzen

  • Die mobile Variante sollte die gleichen Inhalte wie die Desktop-Variante beinhalten, also die gleichen Texte, Videos und Bilder, bis hin zu den Meta-Daten der Elemente.
  • Die Seiten-Struktur sollte mobil deckungsgleich sein. Heißt: Jede URL sollte auf die Mobil-Variante verweisen.
  • Beide Varianten sollten über die Google Search Console verifiziert sein.
  • Meta-Daten: Titel und SEO-Kürzel werden mobil kürzer dargestellt, können also nicht einfach übernommen werden. Hier gilt es, diese anzupassen, aber die selben Inhalte zu übermitteln.

Bildgröße und ALT-Tags

Gute Produktbilder sind ein entscheidendes Element im Onlinehandel. Der Kunde will sich wortwörtlich ein Bild von seinem Einkauf machen. Doch auch wenn das Produktbild ansprechend ist, kann es negative Konsequenzen mit sich bringen. Oftmals laden Onlinehändler die Produktbilder einfach hoch, ohne wichtige Stellschrauben zu optimieren. Auf diese Dinge sollten Sie bei Produktbildern aus SEO-Sicht achten:

  • Dateigröße: Zu lange Ladenzeiten werden von Google abgestraft. Deswegen sollten sie darauf achten, dass die Bilddatei nicht zu groß ist, gleichzeitig aber noch optimal dargestellt wird. Am besten laden JPG-Dateien.
  • Bild zu groß: Zu große Bilder werden eventuell auf mobilen Geräten nicht optimal angezeigt. Auch das wirkt sich negativ aufs Ranking aus – denn bei SEO gilt „Mobile First“.
  • Dateiname enthält keine Keywords: Bringen Sie die Keywords, auf die die Produktseite optimiert ist, auch direkt in den Dateititel ein. So helfen Sie Google dabei, das Bild einzuordnen.
  • Bild hat keine ALT-Attribute: Für Sehbehinderte Nutzer oder bei schlechten Internetverbindungen beschreiben ALT-Attributen, was auf dem Bild zu sehen ist. Auch für Google sind diese Attribute wichtig, um das Bild besser einordnen zu können.

Keywords einbauen – aber richtig! 

Die Suchmaschinenoptimierung hat sich über die Jahre entwickelt. Denn Suchmaschinen und die „Crawler“, also die Algorithmen, die Texte und Webseite abscannen und analysieren, sind deutlich klüger geworden. Dennoch betreiben viele die SEO nach alten Mustern. Heißt: Ein Keyword wird festgelegt und großzügig im Text verteilt. Häufig auch eher ungeschickt, so das abstruse Satzkonstruktionen entstehen. So wird zwar am Ende eine gewisse Keyword-Dichte erreicht, für menschliche Nutzer wird der Text aber schwer verständlich. Die Suchalgorithmen sind mit der Zeit deutlich klüger geworden und können auch bei geringerer Keyword-Dichte den Kontext sicher erschließen. Für das SEO-Ranking ist es heutzutage entscheidender, für den Menschen als für die Maschine zu schreiben.

Auf Longtail Keywords setzen

Häufig scheint die Keyword-Recherche doch so einfach. Ich verkaufe Hosen für Herren oder Schraubenzieher und sehe dass diese Begriffe hohe Suchvolumen erzielen. Warum also nicht darauf optimieren. Weil dieses inzwischen jeder Ihrer Mitbewerber tut, vom kleinen Shop bis hin zu etablierten Markplätzen. Werden Sie spezifischer, setzen Sie auf die sogenannten „Longtail Keywords“. Diese sind spezifischer und zielen auf eine Nische ab. Somit ist zwar das Suchvolumen geringer, aber ebenso auch die Konkurrenz. Machen Sie aus „Herrenhosen“ also „Weiße Herrenhosen für den Sommer“. An diesem Beispiel sehen Sie zudem, dass Longtail-Keywords sich gut mit Content-Marketing-Maßnahmen ergänzen. Neben der reinen Produktbeschreibung sollten sie diese Longtail-Keywords mit dem passenden Content verbinden, um noch mehr Mehrwert zu generieren. In unserem Beispiel ein Text zum Thema „Warum weiße Herrenhosen das Must-have für den Sommer sind“.

E-Commerce SEO, Suchergebnisse Google Herren Hosen
Bei generischen Keywords ist die Konkurrenz groß.

Kaputte Seite aufräumen/Thin-Content auf „noindex“ stellen

Machen Sie regelmäßig einen Frühjahrsputz. Im Laufe der Zeit werden Shops und Webseiten überarbeitet. Kategorie-Unterseiten werden neu aufgestellt und gelöscht, alte Artikel werden aus dem Sortiment genommen, neue Plug-ins installiert und so weiter. Dadurch entstehen fehlerhafte Seiten und Links, die den Nutzer ins Nichts führen. Und somit werden solche Seiten von Google abgestraft, was sich auf das Ranking der gesamten URL auswirken kann. Sie sollten also regelmäßig Ihren gesamten Shop dahingehend überprüfen. Haben Sie Seiten, die zwar online bleiben sollen, aber keinen Nutzen für Ihre Kunden erfüllen, wie Kategorien, Schlagwörter oder Anhangs-URL, sollten Sie diese auf „noindex“ in Ihrem CMS stellen. So teilen Sie Google mit, dass diese nicht für die Suche relevant sind.

Falls Sie auf der Suche nach einem SEO Tool sind, um ihre E-Commerce SEO auf die nächste Stufe zu heben, sollten Sie einen Blick auf unseren Marktvergleich von SEO Tools werfen:

SEO Tools Vergleich – 7 Softwarelösungen im Marktüberblick

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