Interview: Automatisierung der Marketing Production – was heißt das genau?


Marketing Automatisierung Pfeile auf Tafel

Marketing Automatisierung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Potenzial gibt es genügend. Vor allem in der Marketing Production lässt sich durch Automation Tools viel Zeit und Kosten einsparen. contentmanager.de sprach mit Tim Ende-Styra, Leiter Business Development bei DIU über die Automatisierung der Marketing Production. Im Interview erfahren Sie unter anderem, welche Use Cases und Potenziale sich hier ergeben, welche ersten Schritte für eine erfolgreiche Marketing Automatisierung notwendig sind und welche Technologien und Software-Lösungen zum Einsatz kommen. Die wichtigsten Informationen rund um die Automatisierung der Marketing Production finden Sie zudem in einem Whitepaper, das Sie sich im Beitrag herunterladen können.

contentmanager.de: Welche typischen Use Cases bieten die Marketing Production für die Automatisierung?

Tim Ende-Styra: Marketing Production Automation ist das wichtigste neue Spielfeld für erfolgreiche Marketing-Organisationen. Denn schon heute werden immer mehr Marketing-Materialien produziert. Und dieser Bedarf wird vor dem Hintergrund von etwa immer neuer Touchpoints, einer stärkeren Omnichannel-Kommunikation und dem Wunsch nach personalisierter Kundenansprache in den kommenden zwei bis vier Jahren massiv weiter ansteigen. Viele Teams kommen da kaum noch hinterher. Das ist wie eine sich aufbauende Welle, die immer größer wird und irgendwann bricht. Nur Unternehmen, die sich jetzt aktiv darauf vorbereiten und die komplexe, zeitaufwendige und kostenintensive Produktion von Marketing-Materialien technologiebasiert automatisieren, werden künftig erfolgreich sein.

contentmanager.de: Welche Use Cases bieten das höchste Potenzial für die Einsparung von Kosten?

Tim Ende-Styra: Besonders geeignet für eine automatisiere und damit schnelle beziehungsweise kostensparende Marketing Production sind sogenannte Fast Moving Marketing Contents. Dazu zählen alle Inhalte, die sich basierend auf Vorlagen/Templates produzieren lassen, nach sauber definierten Prozessen und mit nur wenigen, sich häufig wiederholenden Änderungen beziehungsweise Adaptionen. Ein gutes Beispiel ist die Produktion von Online-Banner in allen notwendigen Formaten, Größen und Varianten. Aber auch Landingpages oder E-Mail-Newsletter sind für Marketing Production Automation hervorragend geeignet, genauso wie die Produktion von einfachen Print-Materialien. Denn oft stecken in vermeintlich wenig aufwändigen Marketing-Produktionen sehr zeitaufwändige, komplexe und am Ende teure Prozesse.

contentmanager.de: Was ist der erste Schritt bei der Automatisierung?

Tim Ende-Styra: Wir empfehlen unseren Kunden immer, mit einem klar abgegrenzten und überschaubaren Use Case in die Marketing Production Automation einzusteigen. Es geht nicht darum, alles, was produziert wird, auf einen Schlag zu automatisieren. Daran wird jede Organisation scheitern. Aber in jeder Marketing-Organisation gibt es eine handvoll von immer wiederkehrenden Szenarien der Marketing-Produktion, die einfach nicht rund laufen und immer wieder das Team oder beteiligte Agenturen voll auslasten oder sogar blockieren. Hier setzen wir an, denn diese konkreten „Schmerzpunkte“ mittels Marketing Production Automation aufzulösen zeigt, wohin die Reise gehen kann und welche greifbaren Vorteile entstehen: Produktionen von Marketing-Inhalten schneller, einfacher und kostengünstiger zu machen.

contentmanager.de: Welche Stakeholder müssen im Unternehmen mit an Bord geholt werden?

Tim Ende-Styra: Für einen erfolgreichen Einstieg in die Marketing Production Automation ist es gut, einen überzeugten und motivierten Sponsor aus dem Marketing-Team zu haben, der das strategische Zielbild und die operativen Vorteile kennt und aktiv im Unternehmen kommunizieren kann. Denn die Produktion von Marketing-Inhalten finde ja nicht in einer abgekapselten Blase statt, sondern im orchestrierten Zusammenspiel mit verschiedenen Stakeholdern. Innerhalb einer Marketing-Organisation sind dann zusätzlich viele Gewerke, Personen und technische Systeme beteiligt. Als erfahrener MarTech Integrator und Experte für Marketing Production Automation stehen wir Unternehmen hierbei ganz eng zur Seite und unterstützen bei der Planung und Umsetzung.

contentmanager.de: Welches Budget muss ein mittelständisches Unternehmen mindestens investieren?

Tim Ende-Styra: Die Investition für den Einstieg in die Marketing Production Automation ist im Vergleich zu den sofort spürbaren Einsparpotentialen nicht hoch. Das beginnt schon ab 5.000 Euro. Wichtig ist ein unkomplizierter und schneller Einstieg anhand eines konkreten Use Case ohne viel Vorlauf und ohne hohe Anfangsinvestitionen mit allen daran geknüpften Einkaufs- und Compliance-Prozessen. Denn Marketing-Organisationen ticken eben anders als IT-Abteilungen: Geschwindigkeit und Einfachheit stehen im Vordergrund. Marketing-Budgets werden in kürzeren Zyklen geplant und verwaltet. Deshalb stellen wir MPA in einer attraktiven Kombination aus Pay-per-Use Lizenz und fest kalkulierter MarTech-Integrationsleistung zur Verfügung. Zusätzlich kann MPA natürlich auch im Rahmen eines langfristigen Enterprise-Lizenz- und Integrationsmodells genutzt werden.

contentmanager.de: Wie viel Zeit braucht ein Unternehmen durchschnittlich, um einen ROI auf die Automatisierungsmaßnahmen zu erzielen?

Tim Ende-Styra: Je nach Reifegrad und Komplexität können Marketing-Organisationen nach vier bis sechs Wochen erste Erfolge der Marketing Production Automation realisieren. Wir empfehlen Unternehmen, mit einem sehr konkreten und gut abgrenzbaren Use Case als Proof of Concept zu beginnen, damit erste Erfolge schnell da sind. Denn pauschale Erfolgsversprechen sind schwierig, da jede Organisation einmalig ist in der Art der Zusammenarbeit und Abstimmung, welche Marketing-Inhalte, Kampagnen oder Vertriebsaktionen eingesetzt werden und auf welcher technischen Grundlage mit verschiedenen MarTech Tools und Systemen dies geschieht. Deshalb plädieren wir immer dafür, immer ganz konkret auszuprobieren, was Marketing Production Automation in einem Unternehmen an positiven Effekten auslöst und dann davon ausgehend weiter zu skalieren.

contentmanager.de: Welche Technologien/ Softwarelösungen werden eingesetzt?

Tim Ende-Styra: Marketing Production Automation (MPA) ist ein innovatives, softwarebasiertes sogenanntes Best in Breed-Lösungskonzept. Also ein Stack verschiedener marktführende Partnerlösungen wie Amazon Web Services, MPP.360, Adobe InDesign Server und censhare. Unternehmen, die MPA einsetzen, profitieren so von den funktionalen Vorzügen der unterschiedlichen Partnerlösungen mit unterschiedlichen Vertragsoptionen beziehungsweise ohne diese separat integrieren und betreiben zu müssen. Als erfahrener MarTech Integrator beraten wir Unternehmen ganz individuell, wie sie am besten in die faszinierende Welt der Marketing Production Automation einsteigen.

contentmanager.de: Was sind typische KPIs, um den Erfolg der Maßnahmen zu kontrollieren?

Tim Ende-Styra: Marketing Production Automation bringt in zwei Bereichen direkte und messbare Erfolge: Zeitaufwand und Kosten. Zum einen reduziert sich die benötigte Zeit für die Produktion von Marketing-Inhalten radikal. Einige unserer Kunden konnten die Durchlaufzeit von der Beauftragung bis zur Bereitstellung von fertig produzierten und final abgestimmten Content von zehn Arbeitstagen auf 15 Minuten reduzieren. Weil ein Großteil des Workloads nach festen Standards, basierend auf Templates und automatisiert abläuft. Die zweite KPI ist eine massive Kostenreduktion. In vielen Marketing-Organisationen sind Agenturen an der Produktion von Content beteiligt oder übernehmen diese vollständig. Da stehen für die Produktion zum Beispiel eines einzigen kompletten Online-Banner-Sets schnell Kosten von 2.500 bis 3.500 Euro auf der Uhr. Wenn man das mal über zwölf Monate und quer über alle Kampagnen und Aktionen aller Produkte und Dienstleistungen addiert, wird klar, welches Einsparpotential in Marketing Production Automation steckt.

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Über den Interviewpartner

Marketing Automatisierung Tim Ende-Styra (47) ist Leiter Business Development bei DIU

Quelle: DIU

Tim Ende-Styra (47) ist Leiter Business Development bei Deutschlands führendem MarTech Integrator DIU und Experte für Marketing Production Automation. Tim hat in den letzten 20 Jahren in unterschiedlichen, internationalen Managementpositionen marktführende Unternehmen der Telekommunikation und in der Gaming-Industrie begleitet. Zusätzlich war er in verschiedenen Interim-Management-Mandaten und in der strategischen Kommunikations- und Markenberatung tätig. Als zertifizierter Scrum-Master bzw. Product Owner ist Tim leidenschaftlicher Advokat für die ergebnisorientierte Zusammenarbeit in cross-funktionalen, agilen Teams und dem Einsatz von Marketing Technologie als Wachstumstreiber im Marketing. Kontakt: tim.ende-styra@di-unternehmer.com, oder via LinkedIn.

Bildquellen

  • Foto_Tim Ende-Styra_DIU_Fuer Contentmanager: DIU
  • board-gd242ce31c_1920: Pixabay
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