4 Tipps für effektives Voice Search Marketing

Suchmaschinen sind seit 1998 der erste Ansatzpunkt für effektives Marketing. Das war allerdings nur bis zum Durchbruch von mobilen Apps, sozialen Medien sowie digitalen Kanälen der Fall. Nun startet bereits die nächste digitale Revolution: Voice Search ist die nächste große Herausforderung für Corporate Publisher. Gleichzeitig ist es aber auch eine Chance, das Marketing näher an kundenspezifischen Anforderungen auszugestalten. Corporate Publisher müssen hinsichtlich des Content Marketings in gewissen Aspekten umdenken und Inhalte an aktuelle Bedürfnisse anpassen.

Bei Voice Search handelt es sich um eine Sprachsuche, bei welcher anhand von Sprachbefehlen im Internet nach Inhalten oder Antworten gesucht wird. Der Nutzer muss kein Wort eintippen und kann die Suchanfrage ausschließlich durch Sprachbefehle formulieren. Voice Search ist in viele Apps oder Browser integriert und ist darüber hinaus ein essentieller Bestandteil von Sprachassistenten. 2010 veröffentlichte Apple mit Siri den ersten massentauglichen Sprachassistenten, darauf folgten in den letzten Jahren Cortana von Microsoft, Google Assistant als Bestandteil von Google Home sowie Alexa von Amazon. Laut einer Studie von eMarketer dominiert derzeit Amazon Echo das Marktsegment der Sprachassistenten vor Google Home.

Corporate Publisher müssen diese neuen Voice Search Technologien effektiv in das eigene Marketing einbeziehen, da der aktuelle Trend für Suchanfragen via Voice Search wächst: Während im Moment 20 Prozent der Suchanfragen durch Voice Search erfolgen, soll diese Ziffer laut des Marktforschungsunternehmens Comscore bis 2020 auf 50 Prozent steigen. In diesem Zusammenhang wächst parallel auch die Bedeutung von Voice Search für Corporate Publisher.

1. Tipp: Keyword-Optimierung für Featured Snippets

Bei Featured Snippets handelt es sich um Textbausteine, die als Antwort auf Suchanfragen unmittelbar im Suchfenster bei Google angezeigt werden. Diese direkten Antworten müssen im Zeitalter der steigenden Relevanz von Voice Search optimiert werden. Google Home liest bei Suchanfragen via Voice Search überwiegend diese direkten Antworten in Form von Featured Snippets vor. In diesem Zusammenhang sollten Corporate Publisher die Fragen, die zu einer direkten Antwort passen, als Zwischenüberschriften in ihre Texte einbauen. Hinsichtlich der inhaltlichen Gestaltung des Textes für die direkte Antwort existieren zwei Optionen: Diese kann in einer strukturierten Liste oder als Textabsatz mit einem Umfang von etwa 45 Wörtern verfasst werden.

2. Tipp: Erfolge von Marketing-Kampagnen nicht mehr an Klicks messen

Damit Corporate Publisher den Trend um Voice Searches nicht verpassen, dürfen sie der Bedeutung von Klicks nach einer gestarteten Marketing-Kampagne keine zu große Bedeutung beimessen. Aufgrund der zu erwartenden steigenden Anzahl von Suchanfragen via Voice Search spielen diese nicht mehr die tragende Rolle wie in der Vergangenheit. Vielmehr präferieren Sprachassistenten passende Snippets von Einträgen auf den Suchergebnisseiten und lesen primär diese vor. Ein Klick im konventionellen Sinne erfolgt bei Suchanfragen über Voice Search nicht mehr. Ob das Content Marketing erfolgreich war, müssen Corporate Publisher in den nächsten Jahren nach anderen Faktoren ermitteln.

3. Tipp: Anpassung von lokalen SEO-Informationen und -Einträgen

Die Suche nach einer Bar, einer Pizza oder einem Konzert in der Nähe gehört schon lange zu den gängigen Suchanfragen auf mobilen Geräten und wird künftig aufgrund des Komforts durch Voice Search an Relevanz gewinnen. Dies gilt auch für sonstige Dienstleistungen oder Informationsrecherchen. Deswegen sollten Corporate Publisher die eigenen Brancheneinträge umfassend überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Einträge auf Google My Business, um nur ein Beispiel zu nennen, sollten regelmäßig evaluiert werden. Darüber hinaus sollten kleine Inhaltsauszüge von Websiteninhalten auf Suchergebnisseiten, sogenannte Rich Snippets, optimiert werden, um eine relevante Platzierung bei Suchergebnissen zu erreichen und auf diese Weise bei Voice Search Anfragen berücksichtigt zu werden.

4. Tipp: Schwerpunktsetzung auf Longtail-Keyword-Optimierung

Früher waren Shorttail-Keywords für einen hohen Traffic verantwortlich und standen aus diesem Grund im Mittelpunkt für die Optimierung von Texten. Mit der steigenden Relevanz des Voice Search ist die Aufmerksamkeit allerdings nun mehr auf Longtail-Keywords zu richten. Die Suchanfragen bei Voice Search sind deutlich länger als bei herkömmlichen textlichen Suchbefehlen. Die Fragesätze sind meist lang und ausführlich formuliert, weshalb der Content diesen Anforderungen entsprechen muss. Corporate Publisher sollten sich daher passende Fragen für Ihren Content überlegen und diesen anschließend mit Longtail-Keywords, ausgerichtet an den formulierten Fragen, optimieren.

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