Dauerbrenner Headless CMS – ist der Hype vorbei?


Noch vor einiger Zeit war der Begriff »Headless CMS« in aller Munde, aber mittlerweile taucht er eher seltener in Newslettern und Nachrichten auf. Was hat das zu bedeuten? Nimmt die Relevanz von »kopflosen« Content-Management-Systemen langsam ab oder haben sie sich zu einer Selbstverständlichkeit etabliert? Für alle, die erfolgreiches Content Management betreiben wollen, lohnt es sich, dem nachzugehen.

Headless CMS als Allroundtalent im Content Management

Anders als bei handelsüblichen CMS fehlt dem Headless CMS, wie der Name schon sagt, der »Kopf«. Das bedeutet, dass der Content layoutneutral erstellt und anschließend ein separates System wie eine Content Services Platform benötigt wird, das ihn auf die unterschiedlichen Kanäle verteilt. In Zeiten der Multichannel Distribution ist das Headless CMS also ein wirkungsvolles Tool, um Content möglichst breit und effektiv zu streuen – daher ist diese Form des CMS für Unternehmen mit hauptsächlich unveränderlichen Websites eher nicht geeignet.

Dem Nutzer soll kanalübergreifend eine möglichst angenehme User Experience vermittelt werden. Das bedeutet, dass er die Inhalte für jedes Endgerät optimiert anschauen kann und alle Funktionalitäten zur Verfügung stehen, die er in dem Moment benötigt. Außerdem ist es möglich, den Content zu personalisieren und dem Leser das Gefühl zu geben, dass er umsorgt und ernstgenommen wird. Werden all seine Bedürfnisse, aus denen heraus er eine Website geöffnet hat, zufriedenstellend oder sogar perfekt erfüllt, bleibt das betreffende Unternehmen bei ihm in guter Erinnerung. Dank dieser positiven Assoziationen wird er schlussendlich zum Kunden beziehungsweise bleibt Bestandskunde.

Der Trend geht zur Progressive Web App

Mit dem Wandel hin zu Progressive Web Apps können die Nutzer den für sie interessanten Content noch komfortabler konsumieren. Bei PWAs handelt es sich um Anwendungen, die alle Vorzüge mobilfreundlicher Websites und nativer Apps miteinander verbinden, so dass die doppelte Entwicklung überflüssig wird.

Website

App
  • Reichweite
  • Geschwindigkeit
  • SEO
  • optimale User Experience
  • Offlinefähigkeit

Eine PWA wird im Browser geöffnet, lässt sich aber beispielsweise auf Endgeräten wie dem Mobiltelefon wie eine App mit einem Symbol als Icon auf das Display ziehen. Die Inhalte werden, wenn sie einmal aufgerufen worden sind, auch in einer Offline-Umgebung angezeigt. Features wie Push-Nachrichten, die es bisher nur bei Apps gab, stehen auch für die Betreiber von PWAs zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Installation aus einem unter Umständen gebührenpflichtigen App-Store notwendig ist, was die mentale Hürde der User herabsetzt.

Hier kommt das Headless CMS ins Spiel

In Verbindung mit einem skalierbaren Headless CMS funktioniert eine Progressive Web App als Frontend besonders effizient. Mit dieser Kombination lassen sich für alle Touchpoints im Handumdrehen Inhalte für optimale User Experiences herstellen. Unternehmen sind somit flexibel und schnell, wenn es um Veröffentlichungen geht, und erreichen eine hervorragende Time-to-Market.

Aber auch andere Frontend-Typen können problemlos eingesetzt werden, denn das Headless CMS benötigt keine Anpassung, sondern spielt abhängig von der entsprechenden Anfrage die verlangten Rohdaten aus. Somit ist es vollkommen flexibel für alle möglichen Technologien nutzbar, die bereits existieren oder heute und in Zukunft entwickelt werden.

Hybrid Headless CMS – die logische Weiterentwicklung

Da die gestalterischen Möglichkeiten im Frontend eines Headless CMS relativ schnell an ihre Grenzen stoßen, was besonders in kreativen Branchen kritisch betrachtet wird, sind die Hersteller dazu übergegangen, sogenannte Hybrid Headless CMS zu entwickeln. Diese kombinieren die Vorteile von Headless CMS mit der Usability klassischer CMS, in denen Features wie Smart Layouts oder intelligente Vorschaufunktionen vorhanden sind. Mit ihnen lassen sich die Inhalte attraktiver fürs Auge gestalten und ebenfalls effizient auf allen Kanälen verteilen.

Hybrid CMS sind zumeist Weiterentwicklungen von klassischen CMS, die mit einer API-Schnittstelle ausgestattet sind. Sie lassen sich in der Regel zu einer Headless-Variante umbauen und werden von immer mehr bekannten Herstellern als Alternative zu den bekannten Systemen angeboten.

Bei der aktuellen rasanten Transformation der digitalen Welt ist die weitreichende Kompatibilität mit anderen Technologien sicher einer der größten Vorteile, die das Headless CMS, vor allem in hybrider Form, mit sich bringt. Es ermöglicht nach wie vor eine komfortable Bedienung und die perfekte User Experience – und daher wird es auch noch lange nicht in Vergessenheit geraten.

Interessieren Sie sich für das Thema Headless CMS? Im englischen kostenlosen Whitepaper, Headless CMS – is decoupled the right direction for you? erklärt contentpeper, warum das Thema Headless CMS an Relevanz gewinnt, wie Headless CMS genau funktionieren, und in welchen Anwendungsfällen der Einsatz besonders vorteilhaft ist. Jetzt herunterladen!

Contentmanager.de Newsletter.
Bleiben Sie informiert. Wöchentlich. Kostenlos.

Bildquellen

Previous SEO Tools Vergleich - 7 Softwarelösungen im Marktüberblick
Next Wann möchten Sie bezahlen? Wie Sie mit flexiblen Zahlungsarten mehr zahlende Kunden gewinnen

No Comment

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

achtzehn + 13 =