Finanzspritze soll »Paydirekt 2.0« anschieben

Seit November 2015 ist Paydirekt nun schon online. Mit dem Establishment der Payment-Szene scheint Paydirekt aber immer noch nicht konkurrieren zu können. Zwar zählt Paydirekt auf dem deutschen Markt zu den fünf meistgenutzten Online-Bezahldiensten, mit 10 Prozent Marktanteil rangiert das Unternehmen aber deutlich hinter seinen Mitstreitern.

Und das soll sich nun ändern. Die deutschen Banken – Paydirekt ist ein Gemeinschaftsprojekt von privaten Banken, genossenschaftlichen Instituten und Sparkassen – arbeiten offenbar an einem Upgrade für das Bezahlsystem. Nach Heise-Informationen geht die genossenschaftliche DZ-Bank in Persona von DZ-Vorstand Thomas Ullrich davon aus, dass die Finanzierung für »Paydirekt 2.0« bis Ende des Jahres steht. Mit Verweis auf die dpa würden seiner Einschätzung nach alle Verbündeten mitziehen.

Über das Gesamtvolumen der Finanzierung scheint allerdings Unklarheit zu herrschen. Laut Ullrich wollten die Sparkassen in der Vergangenheit 100 Millionen Euro investieren. »Ich kann Ihnen für die genossenschaftliche Finanzgruppe sagen, dass wir nicht 100 Millionen Euro investieren werden, sondern sehr viel weniger«, so Ullrich zu den Spekulationen.


Paydirekt ging als der große Hoffnungsträger der deutschen Kreditwirtschaft im Kampf gegen PayPal an den Start. Nach fast drei Jahren fällt die Bilanz ernüchternd aus. Mit theoretisch über 50 Millionen onlinefähigen Bankkonten – bei Einkäufen wird das Girokonto der Hausbank per Lastschrift belastet – steckt durchaus Potenzial in dem Projekt. Bei bislang etwa zwei Millionen freigeschalteten Girokonten hinkt man den Erwartungen allerdings deutlich hinterher. Klassenprimus PayPal nutzen eigenen Angaben nach allein in Deutschland über 20 Millionen Kunden – bei 19 Millionen Händlern weltweit vertrauen sogar 200 Millionen Nutzer PayPal.

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