So gelingt das E-Mail-Marketing während der Urlaubszeit


E-Mail-Marketing Sommer

„E-Mail-Marketing im Juli und August? Das kann man sich doch gleich sparen, wenn alle in den Ferien sind und sich die E-Mails im Posteingang nur so stapeln.“ Diese Ansicht führt noch immer bei vielen Unternehmen dazu, sich in puncto Newsletter und anderen E-Mail-Marketing-Aktivitäten in der Ferienzeit ebenfalls eine Sommerpause zu gönnen. Warum das aber kontraproduktiv ist und wie man die E-Mail-Kommunikation auch während der Ferienzeit erfolgreich gestaltet, zeigen wir Dir im folgenden Beitrag.

Keine Ferien für das E-Mail-Marketing!

Auch wenn der Sommer allgemein als Urlaubszeit gilt und es viele Menschen in der Zeit grundsätzlich etwas entspannter angehen und auch weniger online sind, bedeutet das lange nicht, dass in dieser Zeit niemand erreichbar ist. Bei einer aktuellen statista Umfrage in den USA gaben 28 Prozent der Befragten an, im Urlaub gelegentlich ihre Arbeits-E-Mails abzurufen.

Ähnliches gilt auch für Deutschland, wie eine Umfrage der Meinungsforscherinnen und -forscher von Civey im Auftrag des Telekommunikationsunternehmens Cisco von 2022 ergab. Hierzulande ging ein Viertel davon aus, im Urlaub berufliche E-Mails oder Chats zu lesen und 15 davon, diese auch zu beantworten. Noch einmal höher war die Zahl bei jenen, die in ihrem Job regelmäßig im Home Office oder remote arbeiten dürfen – und die Remote Arbeit stieg in den letzten Jahren stetig. Zusätzlich nehmen vor allem einige Entscheider:innen auch ganz bewusst Projekte mit den Urlaub, für die ihnen im stressigen Alltagsgeschäft die Zeit fehlt.

Doch auch abseits derer, die im Urlaub E-Mails lesen – und sind wir mal ehrlich, möchte man wirklich der Grund für die Störung der Urlaubsstimmung sein? – gibt es genügend Menschen, die in der Ferienzeit erreichbar sind. Denn viele sind unabhängig von den Ferien und fahren einfach zu anderen Zeitpunkten unterwegs, sodass sich die Urlaubszeit viel mehr verteilt. Das E-Mail-Marketing sollte also auf keinen Fall eingestellt werden, nur weil Sommer ist. Wer seine Leads und deren Interessen kennt, kann mit dem richtigen Content zu diesem Zeitpunkt vielleicht sogar wichtige Impulse geben.

Friday Insights: E-Mail-Kampagnen

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Lerne aus vergangenen Kampagnen

Wenn dieses Jahr nicht gerade das erste ist, in dem für Dein Unternehmen E-Mail-Marketing durchgeführt wird, kannst Du Dich für die diesjährige Kampagne an den bestehenden Daten orientieren. In der verwendeten E-Mail-Marketing Software kannst Du zum Beispiel einsehen, wie die Kampagnen in den letzten 2-3 Jahren verlaufen sind und in welcher Zeit Deine Zielgruppe am inaktivsten war. Sind die Schwankungen zu bestimmten Phasen sehr groß, kannst Du über eine Reduzierung der Versandhäufigkeit nachdenken. Auch die optimale Versandzeit kannst Du an den Daten ablesen.

Üblicherweise macht es Sinn, B2B E-Mails im Sommer eher früher zu versenden, da die Menschen hier oft früher frei machen, um das gute Wetter zu genießen. Im B2C-Bereich hingegen findet die Freizeit tagsüber meist draußen statt, sodass ein späterer Versand empfohlen wird. Noch einfacher machst Du es Dir mit einer Versandzeitoptimierung, die viele E-Mail-Marketing Tools anbieten. Auf die sommerlichen Änderungen bei Deinen Empfänger:innen stellen sich diese allerdings meist nicht direkt ein.

Newsletter und Mails für mobile Geräte optimieren

Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten, die im Urlaub ihre Mails lesen, tut dies per Smartphone – Datenflatrates, Roaming in der EU sowie die immer umfassendere WLAN-Verfügbarkeit, ob im Hotel oder im Strandcafé, machen‘s möglich. Möchte der Absender, dass seine Newsletter und Mails gelesen werden, folgt daraus zwangsläufig: Die Darstellung von Betreffzeilen, Text- und Bildinhalten muss unbedingt für mobile Geräte optimiert sein. Das heißt unter anderem:

  • kurze und aussagekräftige Betreffzeilen
  • Fließtexte knapp halten
  • Links so platzieren, dass sie gut mit dem Finger angetippt werden können
  • horizontales Scrollen vermeiden
E-Mail-Marketing mobile firstQuelle: Image by freepik
E-Mail-Kampagnen sollten immer – vor allem aber in der Urlaubszeit – mobil optimiert werden.

E-Mail-Marketing Content an den Sommer anpassen

Natürlich müssen die Vokabeln Sonne, Urlaub, Sommer, Strand nicht in jeder Betreffzeile landen. Doch es schadet nicht, in den ausgesendeten E-Mails die Themen einzubauen, die die Empfänger:innen aktuell nun mal interessieren – in den Texten und Produkten wie auch in Bildern, um die Urlaubs- und Sommerstimmung aufzugreifen. Und da Du weißt, was Deine Empfänger:innen aktuell interessiert, kannst Du ihnen außerdem Mehrwerte bieten, indem du ihnen zum Beispiel Tipps für diese Zeit gibst, die mit Deinem Unternehmen, Deinen Produkten oder Dienstleistungen zusammenhängen. Und das sollte sich auch in einer kurzen und knackigen Betreffzeile wiederfinden, am besten personalisiert.

Zum Beispiel:

  • Mit diesen Essentials wird die Grillparty mit Deinen Freunden perfekt
  • Die schönsten Looks für laue Sommernächte
  • Hast Du schon Urlaub gebucht, Anna? – Ideale Urlaubsziele für Kurzentschlossene
  • Mach Dein Auto fit für die Urlaubsreise, Martin!

Urlauber:innen wie Daheimgebliebene kannst Du außerdem mit besonderen Angeboten locken. Das können Rabattaktionen, Gutscheine oder ein Sommer-Sale sein, aber auch Geschenke als Anreiz zu Bestellungen können die Kauflaune steigern. Ein Mini-Ventilator als Goodie zu jeder Bestellung während eines bestimmten Zeitraums, die Verlosung eines Fachbuchs inklusive Luftmatratze für den sommerlichen Lesegenuss im Pool etc. – es gibt unendliche Möglichkeiten, bei Deinen Leads eine positive Stimmung auszulösen und sie dazu zu animieren, Feedback zu geben, auch während der Ferienzeit.

E-Mail-Marketing RabattaktionQuelle: Image by freepik
Sommerliche Rabattaktionen, Gewinnspiele, Goodies und Co. steigern die Aufmerksamkeit und fördern die Kauflaune.

Die ganz wichtigen Themen und heißen News müssen warten!

Du hast das ultimative Produkt entwickelt oder ein einzigartiges neues Service-Angebot, auf das die Branche gewartet hat? Solange Du die Sommerzeit nicht bewusst als Beta-Phase nutzen möchtest, wartest Du mit Deiner großen Kampagne am besten, bis die Urlaubszeit vorbei ist. Und dann vielleicht noch ein bis zwei Wochen länger, bis die aufgetürmten Arbeitsstapel annähernd abgearbeitet sind. Die Zeit davor kannst Du allerdings bereits nutzen, um die große Neuigkeit schon einmal anzuteasern und Deine Kontakte neugierig zu machen. Das vergrößert die Chance, dass die Nachricht zumindest schon einmal im Hinterkopf Deiner Interessent:innen verankert ist.

Zeit zum planen, testen und optimieren nutzen

Sollte es auch innerhalb Deines Unternehmens etwas wie ein Sommerloch geben, kannst Du dies produktiv nutzen und umfassende Analysen, AB-Tests sowie Optimierungen der Newsletter- und E-Mail-Kampagnen durchführen. Das sollte man natürlich ohnehin kontinuierlich tun, aber falls Dir im Alltagsgeschäft die Zeit dafür fehlt, ist jetzt die passende Gelegenheit. Außerdem kannst Du je nach Branche und auch, wenn man aktuell eigentlich noch nicht an die kalte Jahreszeit denken möchte, bereits die Content-Planung für das Weihnachtsgeschäft in Angriff nehmen. Oder überlegen, mit welchen Angeboten Dein Unternehmen bei potenziellen und bestehenden Kund:innen punkten kann, wenn dort in Q4 die Planung für das kommende Jahr ansteht.

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