Wie funktioniert SEO bei DuckDuckGo?


Suchmaschinenoptimierung ist bei vielen gedanklich synonym mit Google Optimierung. Dabei gewinnen alternative Suchmaschinen immer mehr an Beliebtheit. Darunter zum Beispiel DuckDuckGo. Wir verraten, worauf Sie achten müssen, wenn Sie für DuckDuckGo SEO betreiben.

Hinter Google, Bing und Yahoo ist DuckDuckGo in Deutschland immerhin bereits Nummer vier in den Suchmaschinen-Charts. Popularitäts-Level steigend: Am 11. Januar 2021 konnte die Suchmaschine erstmals 100 Millionen Suchanfragen an einem Tag verzeichnen. Zeitweise schafft es DuckDuckGo übrigens auf Platz zwei der mobilen Suchanfragen in den USA. Natürlich immerhin hinter Google, aber vor den etablierten, millionenschweren Konkurrenten von Microsofts Bing und Yahoo. Warum aber wenden sich viele von den Suchmaschinen der Internet-Giganten ab?

Warum DuckDuckGo? Immer beliebter bei Privacy-Freunden

Die Antwort auf diese Frage lässt sich auch mit dem Modell von DuckDuckGo erklären: Denn die Suchmaschine setzt vor allem auf die Privatsphäre seiner Nutzer. Es gibt kein Tracking, es werden also keinerlei Daten über die Nutzer erhoben. Dementsprechend werden jedem Nutzer exakt die selben Suchergebnisse angezeigt; sie werden also in keiner Weise personalisiert. DuckDuckGo finanziert sich dabei über Werbeanzeigen, aber auch diese bleiben unpersonalisiert. Stattdessen werden sie auf den Suchergebnissen basierend angezeigt. Dieser nutzerdatenfreundliche Ansatz erklärt auch ein wenig den Peak im Januar. Denn um diese Zeit herum zogen viele WhatsApp-Nutzer zu anderen Messaging-Diensten wie Threema oder Signal um. Grund dafür waren die News, dass WhatsApp Nutzerdaten mit Facebook teile, ohne dass Nutzer diese verhindern könnten. Diese Tage waren also geprägt von Datenschutz-Bedenken, was wohl einige User dazu inspirierte, die Privacy-fokussierende Suchmaschine DuckDuckGo zu nutzen.

SEO DuckDuckGo

Quelle: DuckDuckGo

Entwicklung des Traffics DuckDuckGo

So geht DuckDuckGo SEO

Wenn DuckDuckGo sich im Ansatz also so sehr von den anderen Suchmaschinen unterscheidet, muss dann nicht auch das SEO ganz anders aussehen? Tatsächlich ist dem nicht so. Eigentlich auch logisch: DuckDuckGo stellt relativ ähnliche Anforderungen an Webseiten; will es doch auch gute Suchergebnisse präsentieren. Denn fallen die Ergebnisse nicht so zufriedenstellend aus wie bei der Konkurrenz, ist die Suchmaschine nicht attraktiv. Demzufolge ist auch bei DuckDuckGo ein wichtiger Wert für das Ranking: Backlinks. DuckDuckGo selbst empfiehlt, möglichst viele Links bei möglichst hochwertigen, anderen Webseiten zu erreichen. Und wie macht schafft man das ? In dem man andere mit hochqualitativen Inhalten überzeugt. Die grundlegende Devise für DuckDuckGo SEO ist also dieselbe wie bei allen Suchmaschinen: Guten Content zu schaffen.

Wie bei anderen Suchmaschinen ist auch bei DuckDuckGo SEO die Nutzerfahrung wichtig. Google wird ab Mai 2021 die Page Experience noch stärker gewichten. Auch bei DuckDuckGo ist sie entscheidend. Das bedeutet: Schnelle Ladezeiten, keine Pop-Ups oder störende Werbung.

Der größte Unterschied in Sachen SEO sind die lokalen Suchanfragen. Denn da DuckDuckGo keine Nutzerdaten abfragt oder sammelt, bleibt nur die IP Adresse, um ungefähr den Standort des Nutzers zu ermitteln. Besonders präzise ist dies nicht. Beziehungsweise längst nicht so präzise wie bei Google & Co. Für das SEO bedeutet das also, bei den Inhalten sehr präzise zu agieren. Nur eine Stadt anzugeben, reicht hier nicht. Mit Straßennamen oder Stadtteilen kann man sich hier weiterhelfen.

DuckDuckGo SEO heißt auch Yahoo & Bing SEO

Ein weiterer wichtiger Punkt, den man bei DuckDuckGo SEO beachten muss: Die Suchmaschine crawlt nicht nur selbst das Netz, sondern bezieht über 400 weitere Quellen mit ein – darunter Wikipedia. Es funktioniert daher zu einem gewissen Grad wie eine Meta-Suchmaschine, bezieht also etwa die Suchergebnisse von Yahoo oder Bing ein (nur die von Google nicht). Dies bedeutet auf der einen Seite, das man quasi ein All-In-One SEO für die Alternativen für Google betreiben sollte. Aber man sollte auch immer beachten, bei jeder einzelnen Suchmaschine gut aufgestellt zu sein. Bei Yahoo kann man etwa seine Webseite zur Indexierung selbst einreichen. Bei Bing sind zudem Meta- und Title-Tags sowie Keywords sehr wichtig. Diese hat Google ja schon fast hintenangestellt und den Algorithmus auf andere Aspekte verfeinert. Sie gehören aber immer noch zu den grundlegenden Hausaufgaben in der Suchmaschinenoptimierung, gerade wenn man auf allen Plattformen gut ranken will. Bing bezieht auch soziale Netzwerke stärker mit ein. Wird also etwa ein Blog-Artikel besonders oft über Social Media geteilt, gibt dies Pluspunkte. Und hier schließt sich der Kreis: Es heißt, guten Content zu schaffen.

DuckDuckGo SEO ist kein Zauberwerk. Wer die grundlegenden Disziplinen der Suchmaschinenoptimierung beherrscht, kann mit gezielten Handgriffen dafür sorgen, bei der alternativen Suchmaschine keine lahme Ente zu sein.

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