Blogging Regeln – Regeln für Blogger


Blogging-Regeln

Blogging Regeln: Unternehmensblogs sind nur für die Firmen sinnvoll, deren Zielgruppe Blogs kennen und nutzen. Außerdem müssen sie tatsächlich regelmäßig etwas in ihrem Blog zu sagen haben und das schließlich auch regelmäßig tun.

Seit kurzem führe ich für meine Firma einen Blog. Und so weiß ich, dass „mal eben einen Blogeintrag schreiben“ gelegentlich in mehrere Stunden Recherche ausartet. Denn einige Nachrichten, die durch Blogs und Nachrichten-Sites geistern, entpuppen sich beim näherem Hinsehen als wenig stichhaltig. Und gelegentlich auch als falsch. Mit ein Grund dafür ist, dass Blogger gern Blogger zitieren.

Wenn Blogger wiederum nur Blogger zitiert haben, kommt es nicht selten zum Phänomen „Stille Post“: Was der ersten Person ins Ohr geflüstert wurde, hat nur entfernte Ähnlichkeit mit dem, was nach einer Reihe von Personen bei der Letzten ankommt. Das ist sicher nur in Ausnahmefällen Absicht, manchmal Schlamperei und oft nur der fehlende Zusammenhang, der unweigerlich zu Missverständnissen führt.

Sie müssen bereit sein, die Zeit zu investieren, die Dinge gründlich zu prüfen, bevor Sie darüber schreiben. Sie haben als Unternehmen ja auch einen Ruf zu verlieren.

Die benötigte Zeit sollte in einem vernünftigen Verhältnis zu den Ergebnissen stehen, die Sie mit Ihrem Blog erreichen. Einige große Unternehmen haben ihre Blogs bereits nach wenigen Monaten eingestellt – aus unterschiedlichen Gründen. Wenn Sie also starten, haben Sie einen langen Atem.

Und, die wichtigste Regel für den Erfolg: missbrauchen Sie ein Blog nicht als reine Einstellmöglichkeit für Pressemitteilungen. Wenn diese gut und interessant sind, dürfen sie schon einmal ins Blog – aber den wesentlichen Teil des Inhalts (des „Content“, wie es so schön heißt), sollten Sie eigens für das Blog schreiben. Und zwar in dem Stil, der dafür angemessen ist.

Wollen Sie mit dem Blog Ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen verbessern, denken Sie beim Schreiben an die Suchwörter, unter denen Sie gefunden werden möchten. Diese sollten besonders im Titel des Blogeintrags auftauchen. Gleichzeitig muss dieser natürlich Lust machen, ihn zu lesen. Es gelten also ähnliche Regeln wie für das Schreiben von Seitentiteln, Links und Überschriften auf Webseiten. Länger als zehn Wörter sollte der Titel nur ausnahmsweise sein.

Blogger Ethik – Welche Regeln sollte man beachten?

Mit Ihrem Blog bilden Sie ein Stück weit die öffentliche Meinung. Damit tragen Sie auch Verantwortung. Deshalb gibt es Regeln, die unter aktiven Bloggern inzwischen weitgehend akzeptiert sind – ob es nun private Tagebuchautoren sind, Journalisten oder Mitarbeiter eines Unternehmens. Diese Regeln sind:

  • Schreiben sie nichts Unwahres.
  • Schreiben sie klar und unmissverständlich.
  • Beachten sie Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik.
  • Schreiben sie nur Nützliches.
  • Geben sie Fehler zu und korrigieren sie diese umgehend.
  • Ändern sie einmal veröffentlichte Blogeinträge nicht, sondern machen sie jede nachträgliche Änderung kenntlich. (Alles andere könnte als Verschleierungsversuch gedeutet werden.)
  • Löschen sie keine Blogeinträge.
  • Löschen sie keine Kommentare von Bloglesern, es sei denn, sie sind unerwünschte Werbung, sie haben nichts mit dem Thema zu tun oder sie sind verleumderisch, volksverhetzend oder auf andere Weise illegal.
  • Gehen sie baldmöglichst auf Fragen in den Kommentaren und in Mails ein.
  • Seien sie höflich und sachlich gegenüber Kommentar-Autoren, gleich welche Meinungen sie vertreten.
  • Nennen sie jede Quelle und zitieren sie korrekt.
  • Verlinken sie direkt zu Quellen, die online verfügbar sind. Wer sich für diese interessiert, findet sie über eine Suchmaschine, daher bringt es nichts, die Leser durch das Vorenthalten der Links auf der eigenen Site halten zu wollen.
  • Beachten sie das Urheberrecht.
  • Machen sie Interessenskonflikte und Verbandelungen deutlich. Nehmen sie kein Geld oder andere Bezahlung fürs Bloggen, es sei denn, sie machen das in jedem Fall ganz klar deutlich.
  • Behalten sie private Informationen über ihre Person und andere für sich. Sie haben in der Regel nichts in einem Blog zu suchen.

Regeln für Unternehmens Bloggs („Corporate Blogs“)

Der Witz am Bloggen ist das Persönliche. Nur in Ausnahmefällen sollten Sie Blogeinträge mit dem Namen Ihres Unternehmens unterzeichnen. Schreiben Sie in der 1. Person Singular („ich“) und in Umgangssprache. Zu geschäftsmäßig sollte es nicht sein, und nach Werbung sollte es schon gar nicht klingen.

Für Autoren eines Unternehmens-Blogs gelten ein paar weitere Zusatzregeln zur Blogger-Ethik:

  • Machen sie deutlich, dass jede Meinung Ihre persönliche ist, nicht die des Unternehmens.
  • Veröffentlichen sie nie vertrauliche Informationen. Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine Information vertraulich ist, fragen sie Ihren Vorgesetzten.
  • Gehen sie respektvoll mit Kunden, Kollegen, Vorgesetzten und Wettbewerbern um.
  • Schreiben sie sehr vorsichtig und möglichst sachlich über Wettbewerber. Sie sind nicht neutral, und das könnte die Glaubwürdigkeit des Bloggs beschädigen.
  • Stellen sie stets sicher, dass das Bloggen keinen negativen Einfluss auf Ihre Arbeit hat.
  • Leiten sie Presse-Anfragen an die Pressestelle/PR-Verantwortlichen des Unternehmens weiter.
  • Gehen sie auf aktuelle Ereignisse ein, die Ihre Firma oder Ihre Branche unmittelbar betreffen. Gibt es ein Problem, das öffentlich bekannt ist, und erscheint darüber nichts im Blog, ist die Glaubwürdigkeit dahin.

Haben oder starten Sie für Ihr Unternehmen ein Blog, sollten Sie sich und allen Mitarbeiter, die dafür schreiben, Ihre hausinternen Blogging-Regeln („Blogging Policy“) geben. Firmen wie IBM und Siemens haben damit gute Erfahrung gesammelt und auch Frosta, einer der Vorreiter der deutschen Unternehmensblogs. Ausgangspunkt dafür können die beiden Listen oben sein.

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