Texterstellung mit KI

Texterstellung mit Hilfe Künstlicher Intelligenz – sind menschliche Texter bald überflüssig?

Künstliche Intelligenz wird mit gemischten Gefühlen betrachtet: Für die einen ist sie eine große Erleichterung in vielen Aspekten der täglichen Arbeit, andere sehen bereits das Schreckgespenst der Arbeitslosigkeit am Horizont winken, weil die neuen Technologien ihrem Job vermeintlich die Existenzberechtigung entzogen hat. Aber was ist eigentlich die Wahrheit?

Was Künstliche Intelligenz mit Texten machen kann

Es ist zwar noch Zukunftsmusik, aber irgendwann wird Künstliche Intelligenz in der Lage sein, zu sprechen und zu schreiben, ohne dass ein Unterschied zum Menschen bemerkt wird – das ist das Prinzip der Human Parity. Aber schon heute hat sie bereits erstaunliche Fortschritte gemacht.

Erst kürzlich veröffentlichte das Start-up OpenAI die Ergebnisse seines KI-Computers. Durch das Auswerten riesiger Mengen von Texten, die von Menschen verfasst wurden, lernt er immer weiter dazu. Ganz selbständig sucht er nach wiederkehrenden Mustern. Er benötigt lediglich eine kurze Einleitung, dann schreibt er die Geschichte im gleichen Stil und auch weitestgehend logisch aufgebaut zu Ende.

Die Technologie kann Fragen zu analysierten Texten beantworten, Texte in verschiedene Sprachen übersetzen und sogar in eine andere Stilrichtung umschreiben. Qualitativ werden die Ergebnisse immer besser. Bedeutende Fortschritte in der linguistischen Datenverarbeitung oder im Natural Language Processing (NLP) eröffnen ganz neue Horizonte.

Diese außergewöhnlichen Fähigkeiten sind so ausgeprägt, dass – anders als üblich – keine Informationen zur Technologie im Hintergrund veröffentlicht wurden, um eventuellem Missbrauch vorzubeugen. Schon heute kursieren im Internet massenhaft automatisch generierte Texte aus anderen Quellen, mit denen gezielt Meinungsmache betrieben wird. Daher wird über eine Kennzeichnungspflicht beim Einsatz von KI nachgedacht.

Automatisierte Texte ohne Emotionen

KI ist besonders besonders dann effizient, wenn es um wiederkehrende Textelemente geht, die je nach Anforderung immer optimaler miteinander kombiniert werden. Google testet bereits eine Software namens Duplex, die telefonisch Termine vereinbaren kann – oft ohne dass die Menschen am anderen Ende der Leitung merken, dass sie mit einer Maschine sprechen. Die Technologie lässt sich überall dort einsetzen, wo Termine vergeben werden wie im Restaurant oder beim Friseur.

Nach einem ähnlichen Prinzip werden im Kundendienst, zum Beispiel bei Banken oder im Handel, Chatbots eingesetzt. Sie kommunizieren mit den Kunden, indem sie automatisiert Antworten ausspielen, und werden im Laufe der Zeit durch Hinzulernen immer besser. Auch in den journalistischen Bereich greift KI bereits ein: Kurze Nachrichten oder einfache Sportmeldungen können auf diese Weise besonders aktuell verfasst und breit gestreut werden.

Im E-Commerce sorgt KI für stets aktuelle Produktbeschreibungen. In Zeiten der Long-Tail-Sortimente, in denen unüberschaubare Warenmassen verwaltet werden müssen, ist die automatisierte Variante der Contenterstellung nicht mehr wegzudenken. Mit einem guten PIM-System werden die passenden Daten ausgespielt. Ein großer Vorteil ist hier die Fehlervermeidung, denn durch die automatische Ausspielung werden keine Daten vergessen oder verfälscht.

Anhand eines vorher festgelegten Regelwerks, in das Sprachstil und Wording des Unternehmens integriert sind, werden aus den Informationen erstaunlich gute Texte erstellt und für eine Erhöhung der Conversion Rate immer weiter optimiert. Selbst Google erkennt die Inhalte als Unique Content an, obwohl sie nicht individuell von Menschenhand erstellt wurden.

Werden Autoren und Contentschreiber noch benötigt?

Künstliche Intelligenz kann den menschlichen Verfasser gerade bei längeren Texten nicht ersetzen, sondern allenfalls entlasten. So kann ein Autor unter Umständen Textpassagen von der KI erstellen lassen, die er anschließend nur noch lektoriert, anstatt sie selber zu schreiben.

Auf der anderen Seite wird sich auch das Berufsbild des Content Creators verändern. Künstliche Intelligenz muss “gefüttert” und angelernt werden, damit sie sich selbständig weiterentwickelt. Daher müssen Texter in Zukunft Tools, die eine automatische Content-Generierung möglich machen, bedienen können. Somit bleibt ihr Job auch in Zukunft erhalten.

Eines werden Maschinen aber wohl nie erreichen können: Das Einbringen der ganz persönlichen Note, die bei jedem Texter anders ist. Der ganz eigene Stil und die Emotionalität, mit der er seinen Text in eine bestimmte Richtung lenkt, kann einer Technologie noch nicht beigebracht werden. Die Frage, ob das so bleiben wird, lässt sich zwar nicht konkret beantworten – aber wenn es doch dazu kommen sollte, dann liegt diese Entwicklung noch in weiter Ferne.

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