5 Gründe für den Headless Commerce Ansatz


Headless Commerce Onlineshopping
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Ein Headless CMS ist in Marketing-Kreisen bereits zum etablierten Begriff geworden. Doch nicht nur im Marketing macht sich der Headless-Ansatz bemerkbar. Auch der Handel hat ihn für sich entdeckt. Wir blicken auf das Konzept „Headless Commerce“ und liefern fünf Gründe, warum das Konzept für Händler die Zukunft im E-Commerce darstellt.

Im Content Marketing wissen Unternehmen bereits seit Längerem: Die Trennung von Frontend und Backend bietet diverse Vorteile. Das Headless CMS gehört daher schon zu den etablierten Begriffen im Marketing-Sprech. Im Handel zeigt sich unterdessen die Adaption des Headless Konzepts unter der Bezeichnung „Headless Commerce“. Vor allem im Zuge einer exzellenten (Digital) Customer Experience nimmt Headless Commerce immer mehr an Bedeutung zu.

Was ist Headless Commerce?

Headless Commerce lässt sich wörtlich mit „kopfloser Handel“ übersetzen, meint aber keineswegs eine E-Commerce Handel ohne Strategie. Analog zur Begriffsdefinition eines Headless CMS wird unter Headless Commerce die Trennung von Frontend und Backend eines Onlineshops verstanden. Shopsysteme beinhalten verschiedene Software-Komponenten für unterschiedliche Aufgaben wie Content, Payment, Bestellabwicklung. Diese einzelnen Software Lösungen werden beim Headless Commerce voneinander entkoppelt. Ziel dessen ist es, wie beim Headless CMS, mehr Flexibilität und Agilität zu ermöglichen. So können Unternehmen die Technologie im Backend, aber auch das Frontend – das Online-Schaufenster – unabhängig an die Bedürfnisse der Zielgruppe anpassen.

Der Schritt zum Headless Commerce für eine bessere Customer Experience

In den Anfängen des E-Commerce nutzten Kunden nur ein Endgerät: Den Desktop-PC. Seitdem haben sich aber sowohl das Internet, als auch die Bedürfnisse der Kunden stets erweitert. Zum Desktop-PC kam die Mobil-Nutzung des Internets. Inzwischen kaufen Kunden laut dem Salesforce „Shopping Index 2021″ bereits mehr über das Smartphone und Apps ein, als über den Desktop-PC. Parallel zu den gestiegenen Kundenbedürfnissen beim Digital Shopping haben sich auch die Bedürfnisse der Seitenbetreiber weiterentwickelt.

Gerade im E-Commerce sind diese Bedürfnisse teils sehr differenziert; starre Out-of-the-Box-Lösungen beim Shopsystem können sie kaum erfüllen. Und auch Plug-ins sind im Funktionsumfang vom Shopsystem Anbieter abhängig. Headless Commerce löst diese Grenzen auf, indem das Frontend und Backend unabhängiger voneinander agieren und so deutlich offener sind. Das ist auch im Hinblick einer zunehmenden Anzahl von Touchpoints essenziell. Denn Headless Commerce ermöglicht eine kanalspezifische Ansprache und damit eine verbesserte Customer Experience.

Headless Commerce Vorteile für Händler

Shopsysteme kommen bei Plug-ins schnell an ihre Grenzen. Sind es dagegen Headless Commerce Lösungen, profitieren Händler von mehreren Vorteilen gleichermaßen:

Mehr Flexibilität für Anpassungen

Bei Headless Commerce Lösungen sind Händler nicht auf die Plug-ins eines Anbieters angewiesen. Dadurch können sie schneller auf Markttrends reagieren und neue Vertriebskanäle integrieren. Und das ganz so, wie es für eine optimale Customer Experience nötig ist. Zudem lässt sich der Shop genau so darstellen, wie es die Bedürfnisse der Zielgruppe vorgeben. Beispielsweise ein top-moderner Onlineshop für mobile Endgeräte. Händler sind dabei nicht mehr auf das Baukasten Prinzip eines einzelnen Herstellers beschränkt, denn Headless Commerce funktioniert über den API first Ansatz. Software-Komponenten für verschiedene Funktionen werden einfach über eine passende API miteinander verbunden.

Individuelle Skalierbarkeit

Nicht immer ist das Backend auf eine schnell wachsende Zahl Kunden ausgelegt. Gleiches gilt für das Frontend. Bei „normalen“ Shopsysteme besteht dabei das Problem, dass Front- und Backend nur zusammen skaliert werden können. Headless Commerce Systeme brechen diese Verknüpfung auf, sodass Händler sowohl Front- als auch Backend individuell skalieren können. Heißt: Wenn im Shop zum Beispiel viel los ist, leidet das Backend dennoch nicht darunter.

Schnellere Anpassungen möglich

Über Headless Commerce Lösungen können Shop Seiten nicht nur wesentliche einfacher, sondern auch schneller angepasst werden ohne viel im Backend zu ändern. So lassen sich etwa Rabattaktionen oder Content Marketing Maßnahmen schneller implementieren und optimieren. Zudem nimmt die Anpassung des Shops und der UI mit Headless Commerce wesentlich weniger Zeit in Anspruch. Bei sich dynamisch ändernden Trends ein wichtiger Faktor, um effizient zu bleiben.

Etablierung von Mobile First

Headless Commerce ermöglicht Händlern, den Mobile First Ansatz endgültig in ihren Shop (B2C wie auch B2B) zu etablieren. Faktoren wie Skalierbarkeit, schnelle Ladezeiten und individuelle Ausspielung des Shops sind sowohl bei diesem Ansatz als auch im Headless Commerce Kernelemente.

Individuelle Ansprache optimiert Customer Experience

Die individuelle Ansprache von verschiedenen Zielgruppen auf unterschiedlichen Kanälen wie Onlineshop, Social Media (Facebook. Twitter, Instagram, etc.) ist inzwischen eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren des Content Marketings. Mit Headless Commerce lässt sich das bestens abbilden. So können Händler auch komplett neue Touchpoints einfach in ihr Content Marketing integrieren, ohne dafür im Backend alles umstellen zu müssen. Der Clou bei Headless Commerce ist im Content Marketing, dass Händler ein individuell passendes, Headless CMS in ihr Backend einbetten können, ohne auf einen Hersteller festgelegt zu sein.

Für wen lohnt sich Headless Commerce?

Eine optimale (Digital) Customer Experience ist der Dreh- und Angelpunkt für einen erfolgreichen E-Commerce. Und das sowohl im B2C als auch im B2B. Headless Commerce eignet sich daher grundsätzlich für Händler, die das Einkaufserlebnis ihrer Kunden optimieren möchten. Es gibt jedoch Faktoren, die das Headless Commerce Konzept für Händler nahezu alternativlos werden lassen. Das sind vor allem:

  • eine rasch wachsende Kundenzahl (Stichwort: Skalierbarkeit)
  • sich schnell ändernde Kundenbedürfnisse und Touchpoints der Zielgruppe
  • die Entscheidung für eine Omnichannel Strategie im E-Commerce

Händler, die die (Digital) Customer Experience stärken wollen, sollten langfristig zu Headless Commerce übergehen. So können sie den künftigen Anforderungen Ihrer Zielgruppen einfacher gerecht zu werden. Denn eines ist sicher: Headless Konzepte sind nicht mehr nur ein Trend. Sie sind der effektivste und effizienteste Weg mit den dynamischen Änderungen im E-Commerce Schritt zu halten.

Mehr zu den Lösungen von Magnolia erfahren Sie hier.

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