Deutlicher User-Zuwachs bei Snapchat


Smartphone mit Snapchat-Logo auf Bildschirm

Snapchat meldet sich zurück und scheint wieder auf Kurs. Im zweiten Quartal 2019 sind die Userzahlen wieder deutlich angestiegen. Nach einer zwischenzeitlichen Stagnationsphase ist der aktuelle Anstieg der Nutzerzahlen der stärkste seit 2017, das Jahr als Snapchat an die Börse ging. 

Nach langer »Durststrecke« kann die Foto-App Snapchat wieder deutlich mehr User für sich begeistern. Laut der Betreiberfirma Snap kletterte die Zahl täglich aktiver User im zweiten Quartal des laufenden Jahres innerhalb von drei Monaten von 190 auf 203 Millionen. Im vergangenen Jahr noch sank die Userzahl unter 190 Millionen und trieb so den Investoren etliche Sorgenfalten in die Stirn ob der Zukunftsaussichten von Snapchat. Snapchat galt lange gerade bei jungen Nutzern als ernstzunehmender Herausforderer von Facebook und Instagram. Dem Hype wurde die Foto-App allerdings nicht so wirklich gerecht und Interesse und Wachstum nahmen ab. Auch der Umbau der App, um mehr ältere Nutzer gewinnen zu können, brachte nicht den erhofften Erfolg. 

Snapchat hat Probleme mit Android-App offenbar behoben

Dass nun endlich wieder mehr User Snapchat nutzen könnte auch damit zusammenhängen, dass Snapchat die Dauerprobleme bei seiner Android-App nun endgültig in den Griff bekommen hat. Auch die Einführung neuer Fotofilter könnte für den Nutzerrückgang verantwortlich sein. Doch nun scheint es erst einmal wieder aufwärts zu gehen. In Nordamerika stieg die Userzahl von 80 auf 83 Millionen, in Europa von 61 auf 64 Millionen und im Rest der Welt von 49 auf 56 Millionen. Snapchat braucht eine hohe Nutzerzahl um Werbekunden zu überzeugen. Konkurrent Instagram, Facebooks Foto-Plattform, kommt weltweit auf mehr als eine Milliarde User. 

Im Vergleich zum Vorjahr konnte Snapchat den Umsatz im zweiten Quartal um 48 Prozent auf 388 Millionen US-Dollar steigern. Unterm Strich schreibt Snapchat aber weiterhin rote Zahlen. Der Verlust lag mit knapp 255,2 Millionen US-Dollar jedoch deutlich unter dem Vorjahresverlust von 353,3 Millionen. Anleger und Investoren scheinen zufrieden mit dem Ergebnis. Sie honorierten die Entwicklung mit einem Kurssprung von mehr als elf Prozent im vorbörslichen Handel. Mit über 16 US-Dollar ist die Aktie doppelt so viel wert wie noch zu Jahresbeginn, von ihren Höchstständen von mehr als 25 US-Dollar nach dem Börsendebüt ist sie aber noch weit entfernt.

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