NFT Marketing: Potenziale von NFTs im Marketing


NFT Marketing

Sammlerstücke werden digital. Non-Fungible Token (NFT) sind zu einem der Trend-Themen für Unternehmen geworden. Denn NFT Marketing bietet Ihnen neue Möglichkeiten, mit ihren Zielgruppen und bestehenden Kundinnen und Kunden zu interagieren. contentmanager.de wirft einen Blick auf den neuen Hype und erklärt, wie sich NFTs im Marketing einsetzen lassen und welche Potenziale die digitalen Sammlerstücke bieten.

Was sind NFTs?

Non-Fungible Tokens (NFTs) repräsentieren die Inhaberrechte zu einem einzigartigen, digitalen Vermögenswert . Durch einen NFT erschwert man das Kopieren oder Teilen dieser digitalen Werke. Zudem wird ein NFT dazu verwendet, eine beschränkte Zahl digitaler Vermögenswerte wie etwa Kunstwerke herauszugeben oder einzigartige digitale Vermögenswerte zu verkaufen. Ein NFT enthält dabei meist nur einen Verweis, etwa eine URL, auf einen digitalen Inhalt, der auf einem Server gespeichert ist. Es handelt sich also nicht um die Datei selbst.

NFTs basieren auf einer Blockchain und nutzen damit dieselbe Technologie wie Kryptowährungen. Der enthaltene Verweis (nicht die eigentliche Datei!) wird mit einer dazugehörigen, eindeutigen Prüfsumme in einer Blockchain gespeichert.

Unterschied NFT und Kryptowährungen

Im Unterschied zu Kryptowährungen ist ein NFT einmalig und nicht austauschbar. Ein NFT kann daher nur als Ganzes erworben werden und existiert nur ein einziges Mal. Bei Kryptowährungen besteht dagegen die Möglichkeit, auch Anteile zu erwerben – zum Beispiel 0,05 Bitcoin. Für den Wert spielt es hier keine Rolle, welchen Anteil man erwirbt. Bei NFTs ist das nicht so. 

NFT-Handel – Funktionsweise

NFTs werden über Smart Contracts verwaltet. Diese Computerprotokolle bilden die NFT-Verträge ab und überprüfen die Abwicklung auf technischer Seite. Die NFTs lassen sich als Smart Contracts über geeignete Handelsplattformen kaufen und verkaufen. Die jeweilige Transaktion wird auf Basis der Blockchain ausgeführt. Dabei müssen sowohl Käufer als auch Verkäufer über ihre Kryptowallets identifiziert werden. Der Erwerb oder der Verkauf eines NFT ist also auch nur dann möglich, wenn Käufer und Verkäufer jeweils eine Kryptowallet besitzen.

Vorteile und Nachteile eines Non-Fungible Token

Non-Fungible Tokens können überall dort eingesetzt werden, wo virtuellen Vermögenswerten (Kunstwerke, Einzelobjekte in Computerspielen, Musik, etc.) ein Etikett zugeordnet werden soll, um den Vermögenswert fälschungssicher zu machen. Ein NFT ist quasi eine Art Prägung des Vermögenswerts.

Der größte Vorteil der NFTs liegt auch genau darin: Sie sind ein digitales Echtheitszertifikat und signieren quasi die Echtheit des digitalen Originals. Darüber hinaus verdeutlichen sie das Nutzungsrecht. Ein NFT belegt klar, wer die oder der Besitzer:in der digitalen Originaldatei ist. Egal, ob es sich um ein Bild, ein Video oder eine Audiodatei handelt. Gerade digitale Kunstwerke sind heute mehr denn je von illegalen Kopien gefährdet. Die zunehmende Digitalisierung macht es Fälschern einfach. NFTs sind daher eine wirksame Methode, dem Geschäft mit den Kopien den Kampf anzusagen.

Doch trotz des Vorteils der Fälschungssicherheit, sind auch NFTs nicht frei von Nachteilen. Die wichtigsten haben wir hier zusammengefasst:

  1. Sicherheit in Sachen Langzeitspeicherung der digitalen Objekte: Der NFT ist nur der Echtheitsnachweis zum jeweiligen digitalen Objekt. Letzters wird, anders als der Non-Fungible Token, nicht in der Blockchain gespeichert. Und das kann zum Sicherheitsproblem werden. Die langfristige Speicherung des digitalen Vermögenswerts auf normalen Webservern ist nicht risikoarm. Der NFT ist aber abhängig von der Sicherheit des gespeicherten Vermögenswerts.
  2. Hoher Ressourcenverbrauch durch Blockchain: Transaktionen in der Blockchain erfordern bekannterweise erhebliche Ressourcen in puncto Hardware und Strom. Die Auswirkungen der NFTs auf die Umwelt sind damit groß.
  3. Möglichkeit einer Preisblase: Das ist zwar kein NFT-spezifisches Problem. Allerdings sollte dennoch beachtet werden, dass die Verkaufspreise für NFTs stetig steigen.
  4. Risiko der Geldwäsche: Für digitale Objekte, die über NFTs abgesichert sind, gibt es keinen objektiven Preis. Hinzu kommt die Bezahlung über Kryptowährungen. Nicht zum ersten Mal werden in diesem Zusammenhang Stimmen laut, die auf das Risiko der Geldwäsche hinweisen. Vor allem Zentralbanken warnen schon lange vor diesem Risiko.

NFT Marketing: So lassen sich NFTs im Marketing einsetzen

NFTs sind, wie auch Kryptowährungen, teils kontrovers diskutiert. Nichtsdestoweniger sind sie beliebt wie nie. Anfang 2021 erzielte beispielsweise ein digitales Kunstwerk, das als NFT absichert wurde, 69 Millionen Dollar. Und nicht nur Künstler haben Non-Fungible Tokens für ihre Kunst entdeckt. Auch immer mehr Unternehmen wenden sich NFTs zu. NFT Marketing ist hier das Stichwort. Doch wie lassen sich NFTs im Marketing und speziell auch im Content Marketingüberhaupt einsetzen?

Neue Zielgruppen erschließen

Unternehmen, die NFT Marketing betreiben, können damit auf jeden Fall eine neue Zielgruppe ansprechen und eine neue Community erreichen sowie aufbauen. So sammeln beispielsweise 23 Prozent der Millenials in den USA NFTs. Gerade jüngere Kundengruppen sind den digitalen Sammlerstücken also nicht abgeneigt. Eine junge Community kann mit NFT Marketing daher durchaus gewonnen werden.

Branding und Kommunikation

NFTs lassen sich aber nicht nur dazu einsetzen, neue Zielgruppen zu erschließen. Sie können auch für Branding und Kommunikation selbst genutzt werden. So können Unternehmen beispielsweise Fans und Follower ihres Unternehmens mit NFTs „belohnen“. Möglich ist nahezu alles für die NFT-Community: Rabatte, Versand zusätzlicher Produkte oder ein eigens kreiertes digitales Produkt, das nur für Mitglieder der NFT-Community zur Verfügung steht. Auf der einen Seite lässt sich so die Kundenbindung und Brand stärken – Aufmerksamkeit ist gerade den Unternehmen nahezu garantiert, die zu den ersten NFT-Anbietern gehören. Auf der anderen Seite sind NFTs natürlich auch eine neue Einnahmequelle für das Unternehmen.

NFTs im Metaverse

Unternehmen können NFTs aber nicht nur verwenden, um ihre Community weiter auszubauen und die eigene Brand zu stärken. Auch im Metaverse – einer weiteren zentralen Entwicklung im Marketing – lassen sie sich sinnvoll einsetzen. Marketer können über NFTs beispielsweise neue Produkte im Metaverse vorstellen – der Non-Fungible Token sichert dabei die Nutzungsrechte des vorgestellten Produkts ab. Und nicht bietet sich Unternehmen im Metaverse damit auch die Möglichkeit, für die Avatare der Community-Member einzigartige, digitale Waren über NFTs anzubieten.

NFT-Funktionalitäten kommen auf Social Media Plattformen und im E-Commerce an

Welche Möglichkeiten Unternehmen haben, NFT Marketing zu betreiben, zeigt derzeit Instagram. Die Social Media Plattform von Facebook-Mutterkonzern Meta hatte bereits im März 2022 angekündigt, Non-Fungible Tokes auf Instagram zu integrieren und zuletzt den Zugang zur Funktion Digital Collectibles für 100 weitere Länder bekannt gegeben. contentmanager.de berichtet hier. Ziel der Digital Collectibles auf Instagram ist es laut Meta, Creatorn, Künstler:innen und Händler:innen eine Plattform für NFT-Formate zu bieten. Und auch im E-Commerce sind NFTs keine Unbekannten. Im Juli 2021 hatte der Händlerbund schon den ersten E-Commerce NFT präsentiert.

Fazit

Non-Fungible Tokens sind sicherlich ein wichtiger Trend im Marketing der Zukunft. Zum einen, das sie Unternehmen eine neue Einnahmequelle verschaffen. Zum anderen aber auch, um ein breiteres und vor allem auch junges Zielpublikum anzusprechen. Denn NFTs haben bereits jetzt eine rasant wachsende Community und dürften in den nächsten Jahren noch mehr Fans bekommen. Und gerade das ist es, was NFTs für Unternehmen zur wahren Goldgrube machen könnte.

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