Mitarbeiterbindung erhöhen: 7 Instrumente zur Sicherung der Talente – mit Checkliste


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Im Gespräch mit vielen Unternehmen zeigt sich: Die Suche nach Mitarbeitern gestaltet sich häufig schwieriger als die Suche nach neuen Kunden. „Was sollen wir mit den Kunden, wenn wir zu wenig Mitarbeiter haben, um den Kunden zu bedienen?“ erklärt ein aufgeregter Unternehmer eines mittelständischen Unternehmens im Schwarzwald. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen sieben innovative Instrumente, um die Bindung bestehender Mitarbeiter zu erhöhen und so eine Abwanderung zum Wettbewerb zu verhindern. Außerdem können Sie sich eine Checkliste mit weiteren 25 Ideen für die Mitarbeiterbindung herunterladen, die Ihre Mitarbeiterbindung erhöhen können.

Haben Sie gemerkt, wie viele Portale ein eigenes Job-Portal gelauncht haben? Der Bedarf an neuen Mitarbeitern ist merklich gestiegen – und das trotz einer aufkommenden Rezession. Neben der Rekrutierung neuer Talente ist es ebenso wichtig, die bestehenden Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, um sie nicht an den Markt und die Wettbewerber zu verlieren. Wir haben recherchiert, welche innovativen Instrumente auf dem Markt existieren, um die Bindung der Mitarbeiter zu erhöhen.

Checkliste herunterladen: 25 Ideen für die Mitarbeitergewinnung – Mitarbeiterbindung erhöhen

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Der flexible Arbeitsplatz

Die Anforderungen an einen Job sind immer anspruchsvoller. Maximale Flexibilität heißt heute, dass der Mitarbeiter entscheidet, von wo er arbeiten möchte. Eine Viertage-Woche bei vollem Lohnausgleich veranlasst bei einigen Arbeitgebern Würgereize, und doch müssen sich die Unternehmen an die Forderungen der neuen Generationen anpassen. Eine große Versicherung hat jüngst die Home-Office-Regelung so stark flexibilisiert, dass eine Anwesenheit im Unternehmen auf zwei Tage pro Woche ausgelegt wurde, die jedoch jeweils auf ein Quartal flexibel anzurechnen ist. So ist es den Mitarbeitern möglich, die Tage aneinander zu hängen und die so frei werdenden Wochen an einem Wunschplatz ihrer Wahl zu verbringen.

International agierende Unternehmen der Softwareindustrie bieten ihren Mitarbeitern die freie Wahl des Arbeitsortes an. So sprach ich vor kurzem mit einem Marketing Managers eines Unternehmens, der mir erklärte, dass er mit einem Kollegen für zwei Monate nach Thailand geflogen ist und von einem Air-BnB-Apartment aus arbeitet – ihre Freizeit verbringen die Kollegen am Strand.

Damit solche New Work Konzepte umsetzbar sind, müssen Unternehmen in digitale Infrastrukturen investieren, die eine Kollaboration der Teams möglich macht. Aufgrund der Pandemie haben viele Unternehmen notgedrungen erste Schritte gemacht, sind aber inzwischen wieder in die „Normalität“ zurückgerudert, anstatt die gewonnene Flexibilität weiter auszubauen.

Den Puls der Mitarbeiter fühlen

Wer auf virtuelle Arbeitsplätze setzt, muss regelmässig sprichwörtlich den Puls der Mitarbeiter fühlen. Solche Stimmungsbarometer helfen dabei, frühzeitig zu erkennen, wenn Kollegen in negative Stimmungen verfallen, um rechtzeitig Maßnahmen zu treffen, gegenzusteuern und den Mitarbeiter vor einer Kündigung zu bewahren. Wo früher der Flurfunk verraten hat, wo Probleme entstehen, müssen heute digitale Mitarbeiterbefragungen eingesetzt werden.

Ronja Schulz, Head of Customer Success Management bei Netigate, spricht von der Employee Experience. So wie in der Customer Journey gibt es auch bei Mitarbeitern eine Journey, die mit dem Recruiting beginnt. Daran lässt sich das Onboarding anschließen, schließlich die tägliche Arbeit bis zum Austritt aus dem Unternehmen. Zahlreiche weitere Sub-Touchpoints lassen sich in einer solchen Journey unterbringen, lässt uns Ronja Schulz wissen. Wichtig ist es, an den verschiedenen Touchpoints die Stimmung zu messen. Damit lässt sich nicht nur frühzeitig gegensteuern. Zusätzlich können bei positiven Werten weitere Maßnahmen erfolgen.

Mit dem eNPS lassen sich die Arbeitgeberbewertungen auf kununu optimieren.Ronja Schulz, Head of Customer Success bei Netigate

Beispielsweise kann der Mitarbeiter bei positiver Stimmung darum gebeten werden, eine Bewertung auf dem Arbeitgeberportal kununu.com abzugeben. In diesem Zusammenhang wird auch von eNPS gesprochen, dem Net Promoter Score der Employees. Dieser Score gibt die Weiterempfehlungsquote der Mitarbeiter in Bezug auf das Unternehmen als Arbeitgeber an. Nach einer Studie von Netigate, die 200.000 eNPS ausgewertet haben, verzeichneten 70 Prozent der Unternehmen, die die Mitarbeiterbindung gemessen haben, von 2019 bis 2021 einen positiven Anstieg ihres eNPS.

Bei Change Prozessen – zum Beispiel im Rahmen der Digitalisierung von Unternehmen – ist der Einsatz solcher Befragungssysteme essenziell. Jeder Schritt der Veränderung wird mithilfe der Mitarbeiterbefragung begleitet, um Probleme und Retention zu erkennen und darauf zu reagieren. Im Übrigen gilt dies für alle Ebenen des Unternehmens vom Junior bis zur Führungskraft. Netigate setzt bei größeren Unternehmen auf 360 Grad Befragungen, die auch die Eigen- und Fremdwahrnehmung von Führungskräften identifizieren. Dazu werden Sozialkompetenzen, Fachkompetenzen und Führungskompetenzen abgefragt.

Cashback-System für Mitarbeiter

Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein eigenes Portal, auf dem sie bei dem Online-Einkauf oder der Buchung von Reisen Prozente in Form von Cashback erstattet bekommen. Neuerdings bieten einige Unternehmen auch eigene Apps an, die die Mitarbeiter einsetzen können, um direkt über die App einzukaufen.

Die betriebliche Altersvorsorge

Die Organisation der betrieblichen Altersvorsorge stellt einen klassischen Baustein der Mitarbeiterbindung dar. Bei einem vertiefenden Blick auf das aktuelle Angebot stellen sich neue Dienstleister heraus, die eine Kombination aus betrieblicher Altersvorsorge, Cashback und weiteren Leistungen in einer Mitarbeiter-App bündeln. Das Produkt ist derzeit aber nur für Unternehmen verfügbar, die mindestens 100 Mitarbeiter beschäftigen.

Gesundheit und Fitness im Abo

Die Förderung der Gesundheit geht meist einher mit einem eigenen Fitness-Angebot. In der Vergangenheit bauten größere Unternehmen eigene Fitness-Center im Bürogebäude auf. Inzwischen schließen Firmen wie die Zurich Versicherung ihre betriebseigenen Fitness-Center wieder, um Strom zu sparen und der zunehmenden Home-Office-Nutzung Rechnung zu tragen. Wohl deshalb ist ein globaleres Fitness-Angebot sinnvoll, dass die Mitarbeiter unabhängig vom Büroarbeitsplatz Angebote für Fitness bietet.

Unternehmen, wie qualitrain, bieten ihren Firmenkunden die Möglichkeit, ein besonderes Mitarbeiterangebot im Bereich der Firmenfitness zu schaffen. Eine Partnerschaft sichert den Mitarbeitern den Zugang zu 6.000 Sportanbietern sowie die Nutzung von Sportkursen via App. Dabei legen die Firmen fest, wie hoch der Eigenanteil des Angebots für den Mitarbeiter ist.

Zeit und Geld für Weiterbildung

Der VP Central Europe von Adobe – Christoph Kull – erklärte uns in einem Interview, dass seine Mitarbeiter ein jährliches Weiterbildungsbudget in Höhe von 1000 Dollar frei für Weiterbildung ausgeben dürfen. Darüber hinaus können Sie eine zertifizierte Weiterbildung in Höhe von 10.000 Dollar pro Jahr beanspruchen. Solche Budgets kann sicher nicht jedes Unternehmen für seine Mitarbeiter ausloben. Nichtsdestotrotz ist die Weiterbildung ein wesentlicher Treiber der Mitarbeiterbindung. Schließlich sichert sie die Möglichkeiten eines Karriereaufstiegs. Aus diesem Grund sollten Unternehmen sowohl Budgets als auch die notwendige Zeit für Mitarbeiter bereitstellen, um eine kontinuierliche Weiterbildung zu ermöglichen.

Speziell Unternehmen, die nicht in Großstädten beheimatet sind, haben Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Ein Trend, der sich dort beobachten lässt ist die Möglichkeit eines Dualstudiums, so dass schon während des Studiums Mitarbeiter gewonnen werden können, die mithilfe eines Job-Studium-Pakets an das Unternehmen gebunden werden.

Das 20/80 Modell a la Google

Als siebtes Instrument schauen wir noch einmal auf das Unternehmen Alphabet, das für Googles Imperium steht. Seit vielen Jahren bietet das Unternehmen ihren Mitarbeitern einen Tag pro Woche für ein Projekt an, dass sie selbst treiben können. Anstatt einen freien Tag soll es darum gehen, der eigenen Motivation nachzugehen und etwas zu entwickeln, dass für den Mitarbeiter selbst sinnstiftend ist. Allerdings gehört das Projekt oder das entstehende Produkt am Ende Google, nicht dem Mitarbeiter.

Fazit und weitere Ideen zur Mitarbeiterbindung

Wer sich heute nicht um die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter kümmert, darf sich morgen nicht wundern, wenn sie das Unternehmen verlassen. Die Vielzahl an Instrumenten zu kennen ist die eine Sache. Das Instrumentarium zu managen bedeutet, Ressourcen bereitzustellen. Der Mitarbeiter-Kümmerer hat längst einen Namen – Feel Good Manager. Schon bei einer kleinen Zahl an Mitarbeitern sollte die Geschäftsführung darüber nachdenken, die oben stehenden Aufgaben an eine solche Person zu übertragen. Neben den hier erklärten Maßnahmen gibt es viele weitere Möglichkeiten, die Mitarbeiterbindung zu erhöhen. Wir haben einen Katalog bzw. eine Checkliste mit 25 Ideen produziert. Laden Sie sich die Checkliste einfach herunter.

Viel Erfolg bei der Mitarbeiterbindung.

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