DMEXCO@Home: Christoph Menke-Salz im Interview


Die DMEXCO wird in diesem Jahr das erste Mal komplett digital stattfinden. Im Interview erklärt Christoph Menke-Salz, Director Sales & Operations der DMEXCO, was die Besucher erwarten können, welche Optionen es für Aussteller gibt und wie Netzwerken digital funktioniert. 

Die Corona-Pandemie hat auch weiterhin große Auswirkungen auf Veranstaltungen aller Art. Gerade große Business-Messen, an denen sich Menschen aus verschiedenen Regionen und Länder treffen und austauschen, werden in den nächsten Monaten nur unter strengen Auflagen oder auch gar nicht stattfinden können. Aus diesem Grund ziehen viele Events nun ins Internet um, darunter auch die größte Digitalmesse Europas, die DMEXCO. Dabei hatte die Messe zunächst noch ein Hygiene-Konzept vorgestellt, mit dem das Event auch wie gewohnt vor Ort in Köln stattfinden sollte. Wenige Tage später folgte doch die Entscheidung, auf eine rein virtuelle Plattform zu setzen. Im Interview spricht Christoph Menke-Salz, Director Sales & Operations über die erste digitale Ausgabe.

Sie sind Aussteller auf der DMEXCO @home oder einer anderen digitalen Messe? Dann laden sich hier kostenlos unser Checkliste für Messevorbereitungen für virtuelle Messen herunter!

Die DMEXCO findet in diesem Jahr als DMEXCO@home zum ersten Mal rein digital statt. Was dürfen die Teilnehmer davon erwarten?

 

Menke-Salz: Die DMEXCO @home soll der physischen DMEXCO in Punkto Aussteller-, Besucher- und Kontaktqualität in Nichts nachstehen. Wir möchten einen starken Beitrag zum Neustart unserer Branche leisten. Zudem sind wir uns dem dringenden Bedarf der Branche bewusst, gerade jetzt Networking und Business zu betreiben. Auf der DMEXCO @home bekommt die Digitalwirtschaft die Chance, gemeinsam auf den Re- Start-Button zu drücken – und das trotz Reiserestriktionen und Sicherheitsbedenken. Es gibt in der DMEXCO @home viele digitale Features zu entdecken, die für ein digitales Event neu und außergewöhnlich sind.

Wie konnten Sie die Aussteller von dem neuen Konzept überzeugen?

 

Menke-Salz: Wir mussten die Aussteller nicht überzeugen, sie waren sofort begeistert von unserem digitalen und innovativen Konzept. Bei uns ging und geht es immer um Networking und Business. Das wird auch der Schwerpunkt unseres inhaltlichen Angebotes 2020 sein: hochwertiger Content, wertstiftendes Networking. Wir verheiraten Netflix, Zoom und LinkedIn zu einer Plattform für maximales Business mit Entertainment und Education – genau das, was die Branche jetzt braucht.

Der Expo-Bereich ist für Aussteller auch wegen spontaner Laufkundschaft attraktiv . So erreichen sie auch potenzielle Kunden, bei denen sie noch nicht auf dem Radar waren. Wie kann dies auch in diesem Jahr gelingen?

 

Menke-Salz: Laufen müssen die Teilnehmer der DMEXCO @home tatsächlich nicht – aber dafür klicken und digital interagieren. Aussteller können sich den Besuchern bei der DMEXCO @home auf dem interaktiven “Brand Showfloor” in eigenen Brand Showrooms präsentieren. Darin können sie nicht nur sich und ihre Produkte im Detail vorstellen, sondern vor allem mit Kunden ins Geschäft kommen. Interessierte können sich beraten lassen und direkt mit den Showroom-Besuchern austauschen. Zudem bietet unsere Networking Engine mit dem Discovery Graph jede Menge spannende neue Kontakte für alle Teilnehmer auf Basis ihrer beruflichen Interessen.

Ist die dmexco@home ein Konzept für die Zukunft oder nur eine temporärer Lösung wegen der COVID-19-Pandemie?

 

Menke-Salz: Wir sehen in der DMEXCO @home eine große Chance, um unsere DMEXCO zeitgemäß in Richtung hybrides Events weiterzuentwickeln und damit einen wirklichen Benchmark gegenüber dem Wettbewerb zu setzen. Denn eines ist doch klar: Die Zukunft liegt in dem intelligenten und miteinander verzahnten Zusammenspiel von Onsite- und Digitalevent.

Ein großer Faktor für das Netzwerken auf Messen sind die Stand- und Aftershow- Parties. Wie können diese substituiert werden?

 

Menke-Salz: Eine Party kann man digital nicht ersetzen – das versuchen wir erst gar nicht. Die DMEXCO @home bietet jedoch zahlreiche andere Networking-Möglichkeiten. Neben Live-Streams der Conference, interaktiven Masterclasses und Deep Dives dreht sich alles um Interaktion und Austausch. So können alle Teilnehmer beispielsweise direkt in Audio-/Video-Räumen oder per Textchat miteinander kommunizieren, Kontaktdaten austauschen oder Meetings vereinbaren. Sogenannte Spaces im “Virtual Café” bilden themen- oder zielgruppenspezifische Räume, in denen Aussteller und Partner beispielsweise ihre Roadshows abhalten oder mit Kunden privat im Austausch treten können. Auch Experience kommt auf der neuen Plattform nicht zu kurz: virtuelle Entertainment-Angebote und einige Überraschungen für die Besucher sind in Planung.

Welche Elemente der „klassischen“ DMEXCO kann die DMEXCO @home nicht ersetzen?

 

Menke-Salz: Digital kann man niemals die persönliche Begegnung zu 100 Prozent ersetzen – das ist uns klar. Mit der DMEXCO @home können wir der Branche aber genau das bieten, was sie benötigt und was im Augenblick möglich ist.

Was kann die DMEXCO @home besser als die Messe vor Ort?

 

Menke-Salz: Wir können dieses Jahr die ganze Welt zusammenbringen: Unsere Teilnehmer müssen nicht Zeit und Geld in Reisen und Hotels investieren, sondern können die DMEXCO @home bequem von überall mitverfolgen und teilnehmen.

Über den Interviewpartner:

Christoph Menke-Salz, Director Sales & Operations DMEXCO

Christoph Menke-Salz ist seit April 2019 Mitglied im DMEXCO Board und verantwortet dort den Bereich Sales & Operations. Der studierte Volkswirtschaftler begann seine berufliche Karriere 2012 als Referent für die Unternehmensentwicklung bei der Koelnmesse und war vor seinem Engagement im DMEXCO Team zwei Jahre Director der photokina.

Bildquellen

  • Design ohne Titel (6): Koelnmesse
Previous Podcast-Umsätze klettern in Deutschland auf 14 Millionen Euro
Next Tracking-Schutz in iOS 14 bereitet Facebook Sorgen

No Comment

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 × 5 =