Metadaten richtig anlegen – Verstecken Sie Ihre Seiten nicht!


Metadaten richtig anlegen – Verstecken Sie Ihre Seiten nicht!

Welche Meta-Tags machen Sinn?

Wenn Sie den Text einer HTML-Seite geschrieben, alle Bilder und interaktiven Elemente vorgesehen haben, sind Sie noch nicht fertig. Ein ganz wesentlicher Arbeitsschritt fehlt: das Anlegen der Metadaten.

Was sind Metadaten?

Der Seitentitel gehört beispielsweise zu den Metadaten. Ebenso eine Zusammenfassung oder Stichwörter, die den Inhalt beschreiben. Sogar die Zwischenüberschriften kann man dazu zählen.

Seiten ohne Metadaten ins Web zu stellen ist wie wenn man seine Werbebroschüren im eigenen Hinterhof ablegt: Sie werden allenfalls durch Zufall gefunden. Metadaten lassen die Seiten im Browser gut aussehen, dienen aber vor allem dazu, dass die Benutzer Ihre Seiten mit Suchmaschinen gut finden, da die Suchmaschinen die Metadaten auswerten.

Metadaten sind nichts technisches, ihr Anlegen sollten Sie weder Software noch HTML-Programmierern oder Administratoren überlassen. Derjenige, der den Text einer Seite schreibt bzw. ihren Inhalt festlegt, der muss auch die Metadaten für sie anlegen.

Automatisch erstellte Keywordlisten oder Zusammenfassungen sind oft mehr als nutzlos: sie beschreiben den Inhalt einer Seite falsch und führen damit die Benutzer in die Irre. Deren Vertrauen in die Qualität Ihrer Site wird dadurch geschädigt. Beim Anlegen von Metadaten gilt dasselbe wie beim Anlegen der Struktur der Site: Versetzen Sie sich in die Benutzer und verwenden Sie die Begriffe, die sie verstehen. Fachbegriffe sind oft nicht als Metadaten geeignet, unternehmensinterne Ausdrücke sind es fast nie. Stellen Sie eine Liste mit möglichen Suchanfragen zusammen, wie sie die potentiellen Besucher Ihrer Site einsetzen würden.

Wie kommen Metadaten ins Dokument?

Der Titel eines HTML-Dokuments hat ein eigenes Tag (TITLE), das ganz am Anfang des Dokuments steht (im so genannten HEAD). Die Kurzbeschreibung und die Suchwörter folgen (ebenfalls im HEAD) als so genannte META-Tags. Alle diese Elemente sind Teil eines HTML-Dokuments, werden aber nicht im Inhaltsbereich des Browsers angezeigt.

Der Titel der Webseite

Der Titel eines Dokuments erscheint in der Browser-Titelleiste. Er wird als Bezeichnung verwendet, wenn der Benutzer diese Seite als Lesezeichen/Favoriten ablegt. Außerdem zeigen alle Suchmaschinen den Seitentitel in der Trefferliste an.

Tauchen Ihre Seiten hier mit dem Titel „Unbenanntes Dokument“ auf, können Sie sich ausrechnen, wie wahrscheinlich ein Klick der Benutzer darauf ist. Jede Seite braucht einen einmaligen Titel. Wählen Sie aussagekräftige Titel. Wenn Sie versuchen witzig zu sein, sind die Chancen groß, dass ein Teil der Benutzer das nicht erkennt, ein anderer nicht Ihren Humor hat und das nicht lustig findet. Allen nehmen Sie die Möglichkeit, den Inhalt der Seite schon am Titel zu erkennen. Artikel und wenig spezifische Wörter (als, weil, immer, so…) sollten Sie soweit möglich streichen.

Was gehört unbedingt in den Titel?

  • Name der Firma/des Vereins (für jede Seite)
  • Namen der wichtigsten Produkte/Dienstleistungen, typische Schlagworte (Startseite, Produkt-/Dienstleistungsseiten)
  • Name des/der Vorsitzenden und anderer wichtiger Personen (für Team-Seite, evtl. auch Startseite)
  • Ort, falls relevant (z.B. für lokale Dienstleistungen/Geschäfte; Startseite)
  • alle wichtigen Begriffe, nach denen Ihre Benutzer suchen könnten

Finden Sie einen Kompromiss zwischen Vollständigkeit und Knappheit. Mehr als 70 Zeichen im Titel, machen wenig Sinn. Um dennoch möglichst viele Punkte unterzubringen, vergeben Sie viele verschiedene Seitentitel. Der Name der Firma („Kakao Total“ zum Beispiel) etwa kommt in den Titel jeder Seite, aber die einzelnen Produkte erscheinen nur auf manchen Seiten („Trink-Schokolade“, „Schoko-Nikoläuse“, „Schoko-Osterhasen“, „Tafelschokolade“, „Pralinen“…).

Im Beispiel wäre der Titel der Startseite „Kakao Total – Alles rund um Schokolade.“. Die zwei wichtigsten Begriffe erscheinen hier: „Kakao“ und „Schokolade“, ebenso der Firmenname und der Werbespruch der Firma. Die Unterseiten könnten heißen: „Kakao Total – Alles rund um Schokolade. Trink-Schokolade, Schoko-Milch“, „Kakao Total – Alles rund um Schokolade. Schoko-Nikoläuse, Schoko-Weihnachtsmänner, Schoko-Engel, Schoko-Christbaumschmuck“.

Die Beschreibung – Meta Description

Zu jeder Seite gehört eine Beschreibung, die im Meta-Tag DESCRIPTION abgelegt wird. Es wird von manchen Suchmaschinen verwendet, um den Inhalt der Seite für die Benutzer anzuzeigen. Altavista etwa gibt die ersten Zeichen direkt nach der Titelausgabe aus. Google dagegen erstellt aus dem Seitentext seine eigene Beschreibung. Das ist weniger anfällig für Manipulationen durch die Betreiber der Sites und trägt gleichzeitig der Tatsache Rechnung, dass viele Seiten wenig aussagekräftige oder gar keine DESCRIPTION haben. Mehr als 200-250 Zeichen werden von keiner Suchmaschine angezeigt – also fassen Sie sich kurz.

Autoreninfo und Bildbeschreibung

Nicht ganz so wichtig, aber sinnvoll sind die Meta-Tags für den Autorennamen (AUTHOR) und das Erstellungsdatum (DATE). Wichtig dagegen sind die ALT-Tags für Bilder. Damit erhält jedes Bild eine kurze Beschreibung.

Das macht die Seiten Benutzern zugänglich, die wegen einer Sehbehinderung Browser verwenden, welche die Seiten vorlesen oder in Blindenschrift umwandeln. Auch wenn Benutzer mit einer Suchmaschine nach Bildern suchen, werden sie so leichter auf Ihren Seiten fündig. Außerdem wissen Benutzer mit langsamen Internetverbindungen so bereits, was sie erwartet, bevor die Bilder geladen sind.

Ist das Keywords-Meta-Tag nutzlos?

Ein weiteres Meta-Tag ist das für die Suchworte (KEYWORDS). Keywords (auch Schlüsselbegriffe oder Schlüsselwörter genannt) sind dazu gedacht, dass Benutzer die Seiten leichter mit Suchmaschinen finden. Jedoch werten die meisten Suchmaschinen inzwischen die KEYWORDS nicht mehr aus.

Grund ist, dass viele Site-Betreiber versuchen, möglichst weit oben auf den Trefferlisten zu erscheinen, indem sie die Suchwörter an die Auswertungs-Schemata der Suchmaschinen anpassen. Doch die Suchmaschinen wollen ein unmanipuliertes Ergebnis, das die Treffer nach der tatsächlichen Relevanz des Inhalts sortiert, nicht nach dem Willen der jeweiligen Site-Betreiber.

Wie Sie suchmaschinenfreundliche Texte schreiben erfahren Sie im Artikel SEO-Texte richtig texten.

Welche Keywords machen Sinn?

Die wichtigsten Begriffe, die auf der Seite vorkommen, sind typische Suchwörter, sowie alle Synonyme und Begriffe, nach denen Ihre Benutzer suchen könnten. Suchwörter, die im Seitentext nicht auftauchen, haben aber wenig Einfluss. Sie werden von den Suchmaschinen oft ignoriert. Gibt es z.B. wichtige Synonyme, sollten Sie diese unbedingt im Seitentext unterbringen, damit die Seite auch gefunden wird, wenn ein Benutzer eines der Synonyme eingibt. So sollte im Seitentext unseres Schokoladen-Versands stets nicht nur „Schokolade“, sondern auch „Kakao“ auftauchen, gelegentlich auch „Chocolade“.

Je weniger Keywords Sie auf einer Seite verwenden, desto höher wird jedes einzelne gewichtet. Deshalb macht es nur begrenzt Sinn, häufige Tippfehler-Varianten einzuschließen (etwa „Shokolade“ und „Schokolage“). Mehr als ca. 250 Wörter pro Seite brauchen Sie nicht zu schreiben, denn mehr liest keine Suchmaschine aus.

Sonderfall eigene Suche

Setzen Sie auf Ihrer Site eine eigene Suchmaschine/Suche ein, sind die Keywords die beste Möglichkeit, Ihre Seiten zu indizieren. Denn dann haben Sie selbst in der Hand, was auf Ihren Trefferlisten erscheint. Damit bestimmen Sie selbst die Auswahl der Seiten bei einer Suche eines Benutzers, keine Software.

Wenn die Suchwörter mit Bedacht vergeben werden, führt das zum optimalen Sucherergebnis. Der Grund, warum das im Web nicht klappt ist, wie erwähnt, dass die Suchwörter nicht den tatsächlichen Seiteninhalt beschreiben, sondern missbraucht werden, um eine bessere Platzierung auf den Trefferlisten der Suchmaschinen zu erschwindeln.

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