Was ist Canva? – Das sollten Sie zu diesem Grafik-Tool wissen


was ist canva screenshot canva

Grafiken für Social Media, den eigenen Blog oder die Webseite erstellen – was früher mit viel Aufwand verbunden war, ist heute mit Software-Tools in kürzester Zeit erledigt. Eines dieser Tools ist Canva. Doch was ist Canva genau? Im Beitrag stellen wir Ihnen das Grafik-Tool genauer vor und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten die Software bietet.

Vielleicht haben Sie auch schon einmal – oder mehrmals – vor der Aufgabe gestanden, ansprechende Grafiken für die Kanäle Ihres Unternehmens zu erstellen. Sei es für Social Media Plattformen wie Instagram, Facebook, Twitter, das Business Network LinkedIn oder aber die eigene Website beziehungsweise den Corporate Blog. Und nahezu jede:r Marketer weiß: Ansprechende Grafiken können die Performance einer Website, eines Blog-Beitrags oder Social Media Posts erheblich verbessern. Vor allem auf Instagram, aber auch anderen Kanälen nutzen daher immer mehr Accounts schicke (Info-)Grafiken. Etwa, um Zitate aufzubereiten, Statistiken zu präsentieren oder Fotos in Designs zu gießen. Das oberste Ziel: Die Grafiken sollen hochwertig sein und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Herausforderung: Ressourcen für die Erstellung solcher Grafiken freisetzen.

Früher war das Erstellen von Grafiken in der Regel Aufgabe von Grafiker:innen. Heute muss es mitunter wesentlich schneller gehen und nicht immer sind fachliche Ressourcen im Unternehmen vorhanden. Allerdings haben sich auch die Möglichkeiten der Grafik-Erstellung in den letzten Jahren massiv erweitert und sind auch für „Laien“ immer intuitiver in der Handhabung geworden. Neben hoch-professionellen und kostspieligen Software-Lösungen wie Photoshop haben sich zunehmend kleinere, zum Teil kostenlose Tools, etabliert, mit denen sich eine Grafik schnell und schick designen lässt. Eines dieser Tools ist Canva.

Was ist Canva? – ein genauer Blick aufs Tool

Vor allem viele Grafiken auf Social Media werden heute mit dem Tool Canva erstellt. Zuletzt zählte das Tool im August 2022 75 Millionen aktive User im Monat. Im Durchschnitt werden weltweit 150 Designs pro Sekunde mit Canva kreiert. Man kann durchaus sagen: Canva ist beliebt. Denn die Software gehört zu den jüngeren Grafik-Tools. Canva wurde 2012 in Sydney ins Leben gerufen und konnte seitdem 300 Millionen Dollar Investorengelder einsammeln. Laut eigenen Angaben wurde das Unternehmen bereits 2020 mit sechs Milliarden Dollar bewertet.

So funktioniert Canva

In der Grundidee ist Canva eine Grafikdesign-Plattform, zu der seit 2019 auch die deutschen Bilddatenbanken für (kostenlose) Stockfotos Pixabay und Pexel gehören. Das Prinzip von Canva ist denkbar einfach: Mittels Drag und Drop können Miarbeitende Fotos, grafischen Elemente, Schriften und Videos zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügen. Der Clou dahinter ist die einfache Bedienbarkeit. Das Ganze ist sehr einsteigerfreundlich. Im Folgenden zeigen wir Ihnen eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einstieg in Canva.

1. Format und Abmessungen wählen

Zuerst wählt man das Format aus. Das kann beispielsweise eine Instagram-Story, ein Facebook-Post oder ein Website-Banner sein, das gestaltet werden soll. Canva bietet für verschiedene Kanäle die entsprechenden Abmessungen als Voreinstellung. So lassen sich für jeden Kanal direkt Grafiken erstellen, die auf die idealen Maße zugeschnitten sind. User können aber auch Designs anhand eigener Abmessungen erstellen. Hier gibt es übrigens Tipps für das Erstellen eines Werbebanners.

was ist Canva
Startseite von Canva (Web-Version).

2. Design-Vorlagen nutzen oder selbst kreativ werden

Beim eigentlichen Designen kann man dann selbst direkt loslegen – oder eine von tausenden Vorlagen benutzen. Gerade für Nutzer:innen, die noch gar keine oder sehr geringe Erfahrung im Grafikdesign haben, sind diese ein sehr guter Einstieg. Die Vorlagen sind professionell designt und decken eine Vielzahl von Stilrichtungen ab – von minimalistisch bis opulent verziert. Dabei können alle einzelnen Elemente bearbeitet und individuell angepasst werden. Farben können so den Unternehmensfarben entsprechend eingesetzt, Bilder verwendet, Elemente verschoben oder gelöscht und Text eingefügt werden.

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Design-Vorlagen in Canva.

3. Ausrichtungs-Hilfen und zusätzliche Elemente nutzen

Mit Hilfe der Vorlagen kann man sich also gut in die Welt des Grafikdesigns einarbeiten. Und ziemlich schnell seine eigenen Designs erstellen. Hier besticht Canva durch einzelne, kleinere Features. So kann man Elemente sehr gut aneinander ausrichten. Wenn beispielsweise das Logo an einem Foto im Design ausgerichtet werden soll, helfen Hilfslinien bei der Orientierung und das zu verschiebende Element haftet „magnetisch“ an der richtigen Stelle. Zudem lässt sich das Design dann mit grafischen Elementen wie Pfeilen, Cartoonfiguren, Zeichnungen, GIFs oder Stickern aufpeppen. Der Fantasie sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

Von der reinen Grafikdesign-Plattform zum Allrounder-Tool

Canva hat als Grafikdesign-Plattform angefangen. Mittlerweile ist das Tool jedoch erheblich ausgeweitet worden. So stehen nicht mehr ausschließlich Grafiken im Vordergrund. Zuletzt hatte Canva in seinem Newsroom etwa das neue Tool Canva Docs angekündigt. Canva Docs ist ein Tool, um Dokumente verschiedener Art zu erstellen und diese – so die Aussage des Unternehmens – „zum Leben zu erwecken“. Canva Docs soll so etwa Dokumente erstellen können, die Rich Text, Media-Dateien und Datenvisualisierungen kombinieren. Neben jüngst Canva Docs kündigte das Unternehmen außerdem weitere Tools bzw. Funktionen innerhalb bestehender Tools an:

  • Canva Video: Der Video Editor wurde bereits 2021 von Canva gelauncht. Zuletzt erhielt die Software-Komponente ein Update. Mit diesem ist es nun möglich, aus jedem Design ein Video mit Animationen, Audio und Übergängen zu erstellen. Zudem lassen sich Video-Hintergründe mit einem Klick entfernen und umgestalten.
  • Canva Websites: Über dieses Tool können Unternehmen auf intuitive Weise responsive und interaktive Websites gestalten. Canva Websites ist dabei nicht nur auf kleinere Unternehmen ausgelegt, sondern kann genauso für große Projekte genutzt werden.

Über die letzten Jahre hat sich Canva in eine Allround-Plattform für multimediale Inhalte entwickelt. Neben den neuesten Tools und Funktionen bietet die Plattform zahlreiche Möglichkeiten, individuelle Inhalte intuitiv und schnell, ohne besondere Grafikkenntnisse, zu kreieren. Dazu gehören etwa auch Druckerzeugnisse wie Flyer, Postkarten, Wandkalender, Poster, etc. als auch Präsentationen, Cover und vieles mehr.

Übersicht: Was können Unternehmen auf Canva designen?

Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten, die Canva mittlerweile bietet, haben wir Ihnen hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Content Pieces zusammengestellt, die sich mit Canva einfach designen lassen:

  • Grafiken für Social Media Posts: Facebook-Titelbilder, Youtube-Thumbnails, TikTok-Hintergründe, Blog-Banner & – Hintergründe, etc.
  • Marketing-Materialien: Einladungen, Poster, Flyer, Eintrittskarten, Programme, Logos, Broschüren, Whitepaper, Visitenkarten, Gutscheine, Werbebanner für Webseiten, Header für Mail-bzw. Newsletter-Aussendungen
  • Dokumente: Präsentationen, Briefen, Lebensläufe, Rechnungen
  • Videos: Youtube, animierte Präsentationen, Animationen für Social Media, eigene Videos
  • Und natürlich können Sie mit Canva alles bearbeiten, was sich als Bild klassifizieren lässt.

Für wen lohnt sich Canva?

Beliebt ist Canva nicht allein wegen der einfach Handhabung und dem relativ schnellen Weg zum schicken Design, sondern sicherlich auch aufgrund der kostenlosen Basis-Version. Damit können Mitarbeitende schon sehr gute Basis-Designs erstellen. Aber natürlich stößt man irgendwann an Grenzen. Die Pro-Version lohnt sich aber dabei schon mit einem relativ kleinen Team oder für Unternehmen, die regelmäßig Designs brauchen. Denn bei dem Upgrade gibt es nicht nur einen größeren Pool für Bilder und Design-Elemente, sondern auch wichtige Business-Tools.

Zusätzliche Funktionen der Pro-Version von Canva

In der Pro-Version von Canva können Sie beispielsweise Ihre Firmenfarben hinterlegen. Oder Designs automatisch auf verschiedene Abmessungen ausrichten, wenn Sie etwa den gleichen Post über ein Content Marketing Tool ausspielen möchten. Ein Beispiel: Sie brauchen einen Post für Twitter und einen für Instagram: Canva Pro erstellt aus der Basisversion eine neue Version Ihres Designs für die andere Plattform. Neben dieser intelligenten Größenanpassung stehen Ihnen in der Pro-Version zudem Features wie die Inhaltsplanung und der Hintergrundentferner zur Verfügung.

Aber wie gesagt: Auch die Basis-Version ist äußerst facettenreich und sollte die Bedürfnisse für viele Unternehmen abdecken. Canva gibt es dabei sowohl als Browser-Version als auch als App für iOS und Android zum Download.

Fazit

Canva ist aus gutem Grund beliebt bei Design-Einsteigern sowie bei Marketing-Experten: Es kann professionelle Designer sicher nicht ersetzen, bietet aber einen guten Einstieg in die Welt des Grafikdesigns und hilft bei vielen Alltagsaufgaben in Bezug auf Grafikerstellung weiter. Anfänger finden sich schnell zurecht und entwerfen schnell selbstständig Grafiken für den Business-Gebrauch.

Bildquellen

  • Bildschirmfoto 2021-02-23 um 17.43.18: Screenshot: Contentmanager.de
  • Bildschirmfoto 2021-02-23 um 17.43.35: Screenshot: Contentmanager.de
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