Starkes Marken Branding im Web – 8 Tipps für das Online Branding


Marken Branding Glühlampe

Das Branding ist die Visitenkarte des Unternehmens. Ein gutes Branding liefert Kunden Orientierung – und das auf einen Blick. Allerdings kann Marken Branding auch ins Gegenteil umschlagen. Dann irritiert die Marke eher.  Das Internet bietet Unternehmen viele Möglichkeiten, ihre Marke zu positionieren, stellt aber auch höhere Anforderungen an das Marken Branding. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen Tipps für ein starkes Marken Branding im Web vor.

Marken erhöhen aus Sicht der Verbraucher die Qualität eines Warenkorbs. Sie ermöglichen Vielfalt und bieten Innovationen und nachhaltige Konzepte – Mehrwerte jenseits von Preis und Qualität, wie eine Studie des Handelsverbands Deutschland herausgestellt hat. Dabei bietet das Internet dem Marketing eines Unternehmens heute deutlich mehr Möglichkeiten, die Brand zu stärken. Doch damit das Marken Branding im Netz erfolgreich ist, sollten Unternehmen einige Punkte beachten.

Definition Marken Branding

Allgemein bezeichnet Marken Branding den Aufbau einer Markenidentität durch gezielte Marketing-Maßnahmen. Ein Unternehmen versucht dabei, seine Marke(n) mit einem bestimmten Bild zu verknüpfen, das Konsumenten bei Berührung mit der Marke vor Augen haben sollen.

Online Branding – Markenaufbau im Internet

Das Online Branding – ebenso als Internet Branding bezeichnet – bezeichnet eine Unterkategorie des Marken Brandings. Es richtet sich nur auf die Markenkommunikation im Internet aus. Dabei liegt der Fokus auf SEO, Online PR, Social Media Marketing auf Twitter, Facebook, LinkedIn und dergleichen sowie Content Marketing. Online Branding hat das Ziel, die Sichtbarkeit von Markeninhalten im Web und die Brand Awareness im Internet zu erhöhen.

Vorarbeit des Online Brandings: der systematische Markenaufbau

Wer sein Unternehmen als Marke auch online wirksam positionieren möchte, sollte Schritt für Schritt vorgehen. Das Ziel ist es, auch im Internet Vertrauen bei Kunden zu schaffen. Da das Internet noch einmal wesentlich mehr Berührungspunkte für Konsumenten mit verschiedenen Unternehmen bietet, ist das durchaus anspruchsvoll. Zumal Kunden im Web in der Regel keinen persönlichen Kontakt, zum Beispiel via Chat, zu Mitarbeitern aufnehmen. Oftmals ist die Website und die dort gebotenen Informationen der erste Berührungspunkt im Internet. Und dann sollte die Marke durch das gesamte Erscheinungsbild direkt überzeugen. Das bedeutet, die Marke sollte bereits vor dem Online Branding systematisch aufgebaut worden sein und dabei folgende Punkte berücksichtigt haben:

  • die Analyse des Wettbewerbsmarktes
  • die Bedürfnisse der Kunden
  • die Definition des Mehrwerts und Nutzens für Kunden
  • die strategische Markenpositionierung
  • eine wertorientierte Festlegung des Markenprofils
  • die konzeptionelle Markenentwicklung und Umsetzung in der Kreation
  • die operative Markenstrategie mit Festlegung von Marketing-Maßnahmen
  • der laufende Dialog mit Stakeholdern

Tipps für eine erfolgreiche Marke im Netz

Die Möglichkeiten im Internet sind für die Stärkung einer Marke vielzählig. Im Web ist das Marketing nicht auf Werbung beschränkt, sondern kann das Vertrauen in die Marke auf verschiedene Art und Weise stärken. Aber: Das Internet bietet nicht nur Chancen, sondern stellt auch Anforderungen an das Marken Branding. Kunden informieren sich über eine Marke mittlerweile oft zuerst im Internet. Daher zählt der erste Eindruck im Netz genauso, wie in der Fußgängerzone.

Tipp 1: Die Bedürfnisse der Zielgruppe berücksichtigen

In allererster Linie muss die Marke dem Kunden gefallen. Das gilt für das Online Branding genauso, wie für das allgemeine Marken Branding. Daher ist auch beim Online Branding die Zielgruppe entscheidend. Der Auftritt der Marke im Internet muss sich mit den Bedürfnissen der Konsumenten auseinandersetzen. Unternehmen sollten ihr Online Branding beispielsweise hinsichtlich der Art der Kommunikation (Sprache) und den Kommunikationskanälen (Social Media, Blog, Website, etc.) immer auf die Zielgruppe auslegen.

Tipp 2: Kernthemen und Markenwerte beibehalten

Einheitlichkeit ist das Stichwort beim Online Branding. Unternehmer sollten daher genau klären, welche Markenwerte im Online Branding auf welche Weise kommuniziert werden müssen. Welche Themen behandelt das Unternehmen etwa im Content Marketing? Wie verhält es sich mit gendergerechter Sprache bei Blog-Artikeln, Posts auf Facebook, Twitter & Co.? Glaubwürdigkeit und Authentizität erreichen Unternehmer mit ihrem Online Branding nur, wenn das Bild der Marke einheitlich ist – auf allen Kanälen, Plattformen und sonstigen Web-Auftritten.

Tipp 3: Markenidentität schärfen und klare Kommunikation

Eine Marke muss online genauso wiedererkannt werden, wie offline. Das gilt für alle Elemente der Markenidentität: Logo, Farb- und Bildwelt, Typographie, Sprachstil, etc. sollten für alle Marketing-Maßnahmen im Internet auf einen Blick erkennen lassen, welche Brand hinter ihnen steht. Zum Beispiel bei Werbebannern auf Websites. Gleichzeitig ist es wichtig, die Markenbotschaft im Internet einfach zu halten und eine klare Kommunikationslinie zu fahren. Kunden verbringen im Web weniger Zeit mit Details. Entsprechend schnell müssen Botschaften der Marke aufgenommen und verstanden werden können. Auch hier gilt: Einheitlichkeit auf allen Kanälen.

Tipp 4: Content Marketing nutzen

Das persönliche Verkaufsgespräch bleibt im Internet aus. Manche Unternehmen bieten Kunden Chatbots auf verschiedenen Kanälen an, um Fragen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung zu klären. Oder weitere Services anzubieten. Anstelle des persönlichen Gesprächs können Unternehmen ihre Marke aber mit anderen Mitteln online stärken. Content Marketing ist in den vergangenen Jahren vom Trend zum soliden Baustein im Marketing geworden. Mit konsequent umgesetzten Inhalten, beispielsweise Blog-Artikeln, kann eine Marke sich als Branchenexperte positionieren oder als „helfende Hand“ rund um ein bestimmtes Thema von Kunden wahrgenommen werden.

Sie wollen mehr zum Content Marketing erfahren? Contentpepper erklärt Ihnen, wie Sie mit Content Marketing ein starkes Markenimage aufbauen können.

Marken Branding Video auf iPhone aufgenommen

Quelle: Pixabay

Videos erzeugen deutlich einfacher Emotionen, als es Texte in der Regel können.

Tipp 5: Bilder und Videos transportieren die Markenbotschaft mehr

Bilder und Videos gehören zum Content Marketing. Da sie sich aber für die Stärkung der Marke sehr gut eignen, sollte ihnen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Videos und Bilder vermitteln unmittelbar Emotionen – und können das oft besser, als das geschriebene Wort. Das bedeutet für Unternehmen, sie können die Werte ihrer Marke auf eine gänzlich andere Weise übertragen, als beispielsweise mit einem Blog-Artikel. Beispiele sind unter anderem „Inside the company“-Videos, die einen Ausschnitt aus dem Unternehmensalltag eines Mitarbeiters zeigen – unter anderem gerade in puncto Talent Marketing und Employer Branding oft gesehen. Oder Unternehmen bieten für vertriebene Produkte Tutorial an, und positionieren sich als „Helfer“ für ihre Kunden.

Mitunter zeigt auch der Erfolg von TikTok zeigt, wie sehr sich das Bewegtbildformat für Unternehmen lohnen kann. In unserem Beitrag zum TikTok Marketing geben wir Ihnen eine Übersicht, warum sich die Social Media Plattform für Marken Branding lohnen kann und wie Sie sie einsetzen können. Videos und Bilder verbreiten sich mitunter viral auf Social Media. Sie sind beliebt, wie die ARD/ZDF-Onlinestudie 2020 oder die Snapchat Studie 20/20 Vision for mobile Video herausstellen, über die wir in diesem Beitrag bereits berichteten. Sind Inhalte für die Zielgruppe einer Marke wirklich relevant, steigt letztlich die Chance, schnell an Reichweite zu gewinnen – und im Gespräch zu bleiben. Was zu unserem Tipp 6 führt.

Tipp 6: Neben Einheitlichkeit ist Kontinuität entscheidend

Die Onlinewelt ist hochdynamisch. Daher sollte das Online Branding nicht nur Einheitlichkeit auf allen Kanälen aufweisen sondern ebenso Kontinuität. Eine Marke sollte laufend Signale geben, etwa Diskussionen auf Social Media Plattformen anstoßen, regelmäßig Mail-Kontakt über Newsletter pflegen oder Blog-Beiträge und anderen Content veröffentlichen. Nur so bleibt die Brand präsent. Werbung alleine reicht mittlerweile nicht mehr, um das zu erreichen. Denn die Kontaktpunkte eines Kunden sind viel zu zahlreich geworden, um nur auf klassische Werbung zu setzen. Unternehmen sollten daher für ihre Marke(n) vor allem die Interaktion mit Konsumenten suchen und ausbauen.

Tipp 7: Mobil und flexibel sein

Online Branding ist mittlerweile nur dann erfolgreich, wenn die Marke auch in der mobilen Welt präsent ist. Eine nicht-responsive Website etwa schadet dem Markenimage. Sie gilt schnell als nicht zeitgemäß. Denn Kunden erwarten von der Marke eines Unternehmens, auch mobil erreichbar zu sein. Der Dialog via Messenger-Diensten oder Apps gehört zum guten Ton in der Markenwelt. Gleiches gilt für ein responsives Design von Websites, Blogs, etc. Insgesamt sollte ein Unternehmen beim Marken Branding im Web daher auf die technologischen Rahmenbedingungen achten. Außerdem heißt es: Flexibel sein – und bleiben. Kommunikationskanäle erweitern sich stetig und teilweise sehr schnell. Für ein gutes Online Branding sollte ein Unternehmen daher unter anderem auf Social Media Monitoring Tools setzen. Diese helfen einerseits, relevanten Content – unser Tipp Nummer 4 – im Netz zu identifizieren. Andererseits können diese Tool auch dabei unterstützen, die Nutzung von Kanälen durch die Zielgruppe der Marke zu verfolgen. Neue Trends können so schnell erkannt und das Online Branding daraufhin ausgeweitet werden. In unserem Monitoring Tool Vergleich haben wir verschiedene Anbieter und ihre Leistungen gegenübergestellt.

Tipp 8: Automation für ein einheitliches Markenbild

Wir sagten es bereits: Einheitlichkeit ist für eine Marke überlebenswichtig. Das bei allen Kommunikationskanälen zu gewährleisten und gleichsam auf die individuellen Bedürfnisse von Zielgruppen einzugehen, ist komplex. Im Marketing nimmt die Bedeutung von Automation daher zu. Über Marketing Automation Tools können Unternehmen sowohl das Bedürfnis von Kunden nach Personalisierung bedienen als auch ihr Markenbild einheitlich halten. Zum Beispiel die Sprache, Typographie in der Mail und auf der Website, das Logo sowie verschiedene Inhalte einheitlich auf den kundenrelevanten Kanälen.

Aber was ist Marketing Automation genau? In welchen Bereichen lässt es sich einsetzen? Und welche Vorteile hat Marketing Automation für Unternehmen? All das erfahren Sie in unserem Beitrag „Was ist Marketing Automation„.

Marken Branding im Web messen und bewerten

Wie bei allen Maßnahmen eines Unternehmens lässt sich auch das Online Branding und der Erfolg der Marke im Web messen. Mögliche Messgrößen sind dafür unter anderem der Website Traffic der Marke, Fans bzw. Follower auf Social Media, aber auch die Interaktion auf sozialen Netzwerken und die Loyalität von Konsumenten. Letzteres lässt sich etwa über den Net Promoter Score ermitteln. Genauso können Unternemen Daten aus dem Social Listening für die Bewertung ihres Online Brandings heranziehen. Die Möglichkeiten von Social Listening im Unternehmenseinsatz inklusive Checkliste haben wir für Sie in einem anderen Beitrag zusammengefasst. Und nicht zuletzt zeigt die Umsatzentwicklung der Marke den Erfolg des Online Brandings.

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