Strategisches Redesign: Facebook wird aufgehübscht

Facebook hat auf seinem Haus- und Hofkongress F8 ein Facelift der mobilen App angekündigt. In Zukunft sollen an Stelle des Newsfeeds Gruppen in den Fokus rücken. Zudem standen Datenschutz, Sicherheit und Privatsphäre sowie neue Shoppingfunktionen im Instagram-Feed und Produktkataloge für WhatsApp im Mittelpunkt der Entwicklerkonferenz.

Mark Zuckerberg hat auf der eigenen Entwicklerkonferenz F8 in San José jede Menge Neuerungen und Änderungen innerhalb der Facebook-Familie angekündigt. So soll es zum Beispiel für den Messenger eine neue Desktop-App geben – sowohl für Windows als auch für MacOS inklusive einer Ende-zu-Ende-Codierung. Die eigentliche App wird einer Frischzellenkur unterzogen und bekommt ein Redesign. Dieses soll auch die Facebook-App sowie die Browserversion zu schnelleren Ladezeiten verhelfen. Facebook verteilt auch die Prioritäten neu. Künftig will man sich intensiver Gruppen widmen, dem Newsfeed soll weniger Relevanz zukommen.

Gruppen und Stories am schnellsten wachsenden Kommunikationskanäle

Private Messenger-Kommunikation, Stories und Gruppen sind für Zuckerberg die mit Abstand am schnellsten wachsenden Bereiche der Online-Kommunikation. Laut Facebook sind aktuell mehr als 400 Millionen Menschen Mitglied in einer Gruppe. Dort will das Unternehmen ansetzen. Ein neuer Gruppenbereich soll den Zugang beziehungsweise das Finden und Entdecken von Gruppen erleichtern. Hier soll auch ein eigener persönlicher Newsfeed mit Gruppen-Aktivitäten – Zugehörigkeit vorausgesetzt – eingeführt werden. Neben diesem werden weitere Features folgen.

In Sachen Redesign verpassten die Entwickler ebenso der Codebasis ein Update. Sinn und Zweck der Übung: Die Ladezeiten sollen optimiert werden und so gleichzeitig auch für mehr Barrierefreiheit sorgen. Die mobile App bekommt ihren neuen Anstrich schon in den kommenden Tagen, das neue »Look & Feel« der Browserversion wird dann in den nächsten Monaten gelauncht.

Facebook will mehr Privatsphäre einräumen

Den Facebook-Usern soll mit dem Redesign insgesamt auch mehr Privatsphäre eingeräumt werden. So sollen beispielsweise die Chat-Applikationen codiert werden. Zudem soll es mehr private Räume in den Messengern geben. Damit reagiert man seitens Facebook auf die Datenschutzskandale der vergangenen Monate. Die dürften auch bei dem sozialen Netzwerk Spuren hinterlassen haben. Ob der Strategiewechsel auch den versprochenen Nutzen erfüllt, wird sich aber erst zeigen müssen.

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