Soziale Netzwerke bei Jugendlichen – neue Daten zur Nutzung und Reichweite


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Welche sozialen Netzwerke Jugendliche nutzen, ändert sich dynamisch. Für Marketeers ist es jedoch wichtig, genau zu wissen, wo sich ihre jungen Zielgruppen im Netz bewegen. Eine umfangreiche Erhebung haben We are Social und Hootsuite durchgeführt. Die Analyse nimmt die Nutzung sozialer Netzwerke bei Jugendlichen genauer unter die Lupe. Dieser Beitrag liefert Ihnen eine Übersicht der wichtigsten Daten zur Social Media Nutzung von Jugendlichen.

Die Medien-Nutzung ist weltweit rasant gestiegen. Das gilt allgemein für das Internet, aber auch für soziale Netzwerke, Apps, Videos, Messenger-Dienste, Games. Für Unternehmen sind dabei vor allem Social Media Plattformen kontinuierlich in den Fokus gerückt. Immerhin liefern Communities mitunter wichtige Hinweise zu neuen Trends und Themen, die Zielgruppen bewegen. Nicht zuletzt hat dadurch Social Media Monitoring im Unternehmenseinsatz an Bedeutung gewonnen. Der Studie „Digital 2021″, durchgeführt von We are Social und Hootsuite, nach verbrachten in Deutschland Interne-User zwischen 16 und 64 Jahren täglich rund eineinhalb Stunden auf Social Media Netzwerken. Im weltweiten Durchschnitt sind es sogar etwa zweieinhalb Stunden.

Auf mehreren sozialen Netzwerken unterwegs

Die Anzahl von sozialen Netzwerken ist gewachsen. Einer der jüngsten Vertreter ist etwa das TikTok. Beim steigenden Angebot von Social Media Plattformen zeigt sich: User sind in der Regel auf mehr als einem Kanal unterwegs. Weltweit nutzen Jugendliche, aber auch ältere Internetnutzer, etwa acht Social Media Accounts. In Deutschland sind es im Durchschnitt immer noch sechs Accounts. Die Überlappungen zwischen verschiedenen Netzwerken sind groß. Allerdings zeigt sich auch: Die Social Media Plattformen Reddit und Snapchat werden weitaus seltener additional zu anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube oder Twitter verwendet.

Übrigens sind natürlich nicht nur potenzielle Kunden auf mehreren sozialen Netzwerken unterwegs. Auch Unternehmen leben von verschiedenen Social Media Auftritten. Das stellt natürlich höhere Anforderungen an den Content. Gerade Bildgrößen sind ein Knackpunkt. Damit Sie für jede Ihrer Plattformen die richtigen Bildformate nutzen, haben wir für Sie eine Infografik „Social Media Bildgrößen“ zum kostenlosen Download zusammengestellt.

Die weltweit wichtigsten Social Media Netzwerke

2,74 Milliarden aktive Nutzer: So viele User verzeichnete das soziale Netzwerk Facebook Anfang 2021. Damit ist es das soziale Netzwerk Nummer Eins, bezogen auf die weltweite Zahl aktiver User. Dicht gefolgt von YouTube (2,291 Milliarden), Whatsapp (2 Milliarden), Instagram (1,221 Milliarden) und TikTok (689 Millionen). Der Facebook-Messenger 1,3 Milliarden aktive Nutzer und liegt auf Platz vier im weltweiten Ranking.

Doch wie sieht es beim Thema soziale Netzwerke bei Jugendlichen aus? Ist Facebook auch bei der jungen Generation immer noch das Top-Social Network? Erreichen Unternehmen Jugendliche mit Advertising am ehesten auf hier? Oder sind andere soziale Netzwerke inzwischen wichtiger?

Social Media Präsenz Logo Tumblr

Quelle: Pixabay

Totgesagte leben länger? Soziale Netzwerke kommen und gehen zum Teil auch wieder. Tumblr war einige Zeit lang auf dem Radar. Doch ist eine Social Media Präsenz auf Tumblr auch zur jetzigen Zeit sinnvoll oder nicht? Immerhin ist Tumblr eher ein Nischen-Netzwerk. Doch gerade das kann auch Potenzial im Internet bergen. Erfahren Sie alles rund um Tumblr in unserem Beitrag.

Übersicht: Welche sozialen Netzwerke Jugendliche ansprechen

Soziale Medien sind für Marketeers gerade in Sachen Advertising ein wichtiger Kanal. Doch nicht bei allen Zielgruppen ist Facebook das soziale Netzwerk erster Wahl, wenn es um Advertising geht. Marketeers sollten hier genau die Altersstruktur ihrer Hauptzielgruppe im Blick behalten. Denn die Reichweite von Ads variiert hier deutlich. Beim Content Marketing sollten Unternehmen wiederum vor allem das Engagement berücksichtigen.

Facebook

Advertising bei älteren Erwachsenen erfolgreicher

Im Advertising zeigt sich, dass Unternehmen auf Facebook vor allem ältere Erwachsene ab 35 Jahren erreichen. Hier ein paar wesentliche Erkenntnisse der „Digital 2021″-Studie zum Facebook Advertising.

  • Potenzielle Kunden, die mit Ads erreicht werden können: 2,18 MilliardenBei der Altersstruktur zeigt sich: Ads treffen vor allem auf Verbraucher zwischen 18 und 34 Jahren und somit Jugendliche und junge Erwachsene
  • Die Reichweite von Ads ist im Jahresvergleich vor allem in der Altersgruppe ab 65 Jahren massiv gestiegen (+25 Prozentpunkte); bei Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren liegt der Reichweitengewinn bei nur 13,25 Prozent
  • Ads werden weniger von Jugendlichen geklickt, sondern mehr von Erwachsenen zwischen 35 und 64 Jahren

Engagement: Likes mehr von Jugendlichen, Kommentare eher von Erwachsenen

Beim Engagement auf dem sozialen Netzwerk stellen sich deutliche Unterschiede zwischen Jugendlichen und Erwachsenen heraus. Zu den wichtigsten Fakten für Unternehmen zählt:

  • Das durchschnittliche Gesamt-Engagement auf Facebook. Über alle Posts hinweg liegt dieses bei 0,11 Prozent in Relation zu den Fans einer Facebook-Page.
  • Jugendliche und junge Erwachsene liken deutlich mehr, anstatt zu kommentieren: Im weltweiten Durchschnitt liken 13-24-Jährige einen 12 Posts pro Monat.
  • Erwachsene zwischen 35 und 64 Jahren sind dafür beim Kommentieren aktiver.

Instagram

Ads: Reichweite steigt bei jüngerer Zielgruppe stark

Instagram gehört der derzeitigen Datenlage zufolge zu den beliebtesten sozialen Netzwerken bei Jugendlichen. Das zeigt sich beispielsweise vor allem an der Reichweite von Ads. Im Jahresvergleich hat sie mit rund 60 Prozentpunkten vor allem in der Altersgruppe 13-17 Jahren immens zugenommen. Aus einer Studie des IFH KÖLN geht zudem hervor, dass das soziale Netzwerk bei Jugendlichen zwischen 16 und 29 Jahren von großer Bedeutung für Produktinspiration und -kauf ist: Mehr als jeder Dritte Jugendliche wird über Instagram auf ein Produkt aufmerksam und kauft dieses dann auch.

Engagement: Mehr Potenzial als bei Facebook

Egal, ob Jugendliche oder nicht: Das Engagement liegt für Business Accounts deutliche höher, als die allgemeine Engagement-Rate bei Facebook. Mit 0,85 Prozent ist das Engagement fast achtmal so hoch. Und sie steigt noch, wenn Unternehmen sie in Relation zur Fanzahl betrachten. Für Business Accounts mit einer Fanzahl von under 10.000 liegt das durchschnittliche Engagement bei 1,29 Prozent. Aber: Je mehr Fans ein Unternehmen hat, desto mehr sinkt das Engagement in Relation zu diesen.

TikTok

Inspirations- und Kaufkanal für Jugendliche

TikTok ist als soziales Netzwerk noch recht Jung. Dennoch zeigt die Studie: TikTok hat für das Marketing in Unternehmen Potenzial. Die IFH-Studie stellt zudem heraus, dass gerade Jugendliche die richtige Zielgruppe auf TikTok sind. Key-Facts aus beiden Studien:

  • Unternehmen können potenziell 689 Millionen TikTok User weltweit im Monat mit Content und Ads erreichen
  • Mehr als jeder Zehnte TikTok User ist monatlich aktiv auf dem sozialen Netzwerk unterwegs
  • TikTok wird für Jugendliche zunehmend zum Inspirations- und Kaufkanal, direkt hinter Instagram: 25 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sind über TikTok auf ein Produkt aufmerksam geworden. 12 Prozent haben ein Produkt sogar danach noch gekauft. 

YouTube

Junge Erwachsene im Fokus

Die größte Zielgruppe auf YouTube ist zwischen 25 und 35 Jahre alt. Unternehmen, die Ads auf dem sozialen Netzwerk schalten, sprechen damit vor allem junge Erwachsene an. Die Reichweite von YouTube für Ads liegt bei einer Zielgruppe von über 18 Jahren bei 82,5 Prozent. Damit gehört die Plattform für Videos vor allem für Unternehmen mit einer Zielgruppe im jungen Erwachsenenalter zu den wichtigsten sozialen Medien. 

Twitter

Zielgruppe für Advertising eher männlich

Advertising auf Twitter erreicht vor allem Erwachsene zwischen 25 und 49 Jahren. Jugendliche sind weniger auf Twitter unterwegs, als (junge) Erwachsene. Zudem gibt es bei Twitter einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern: Grundsätzlich sollten Unternehmen bei Twitter mehr die männliche Zielgruppe unter den 25 bis 49-Jährigen im Blick halten. Im Durchschnitt sind 19,15 Prozent des Publikums für Advertising in dieser Alters-Range männlich. 

Snapchat

Hauptpublikum: Weibliche Jugendliche und junge Erwachsene

Snapchat ist wohl eines der wichtigsten soziale Medien für Advertising mit jungen Zielgruppen. Allerdings vor allem für eine weibliche Zielgruppe. Key-Facts zu Snapchat:

  • 12,6 Prozent der Snapchat Userinnen, die mit Ads erreicht werden, ist zwischen 13 und 17 Jahre alt
  • Die weibliche Zielgruppe zwischen 18 und 34 Jahren macht durchschnittlich 10,55 Prozent des Advertising-Publikums aus

Soziale Netzwerke Jugendliche: Instagram und TikTok bedeutsamer

Soziale Netzwerke sind selbstredend für Jugendliche mit die wichtigsten Kanäle für Informationen, Inspiration und Kommunikation im Internet. Allerdings zeigt sich: Auch wenn Facebook insgesamt weiterhin auf Platz 1 hinsichtlich der weltweiten User steht, Jugendliche driften zunehmend auf andere soziale Medien ab. Vor allem Instagram und TikTok sind mittlerweile für Jugendliche weitaus wichtiger. Und damit auch für Unternehmen, die gerade ein junges Publikum ansprechen wollen. Und nicht nur in puncto Advertising sind Instagram und TikTok für eine junge Zielgruppe relevanter. Auch beim Engagement sind Jugendliche beispielsweise auf Instagram insgesamt aktiver unterwegs.

Zielen Unternehmen hingegen auf ein älteres Publikum jenseits Mitte Zwanzig ab, geht der Drift bei sozialen Medien wieder mehr in Richtung Facebook und YouTube. Nicht zuletzt spielt auch das Geschlecht eine teilweise entscheidende Rolle: So ist etwa Snapchat vor allem geeignet, um ein weibliches Publikum gezielt zu adressieren. Twitter hingegen ist mehr für männliche Erwachsene interessant.

Hauptzielgruppe entscheidend

Auf welche sozialen Medien sich ein Unternehmen fokussiert, hängt damit vor allem von der Hauptzielgruppe ab. Da die meisten Internet User mehrere Social Media Accounts nutzen, sollten Unternehmen genau darauf schauen, welche dieser Kanäle am interessantesten für ihr Advertising ist. Hier gibt es mitunter auch Unterschiede zwischen klassischen Ads und Content Marketing.

Social Media Konzept Krisen PR

Quelle: Pixabay

Auf Social Media präsent sein, ist für Unternehmen nahezu obligatorisch. Doch, um herauszufinden, welche sozialen Medien Marketeers wie am besten nutzen können, sollten sie ein detailliertes Social Media Konzept erstellen. Wie Ihnen das gelingt, zeigen anhand von 6 Schritten für ein erfolgreiches Social Media Konzept.

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