Die 8 Phasen des Content Marketing Prozesses

Heutzutage arbeiten innovative Unternehmen mit einem sehr effizienten Prozess bei der Herstellung von Inhalten. Inhalte, die bei der Zielgruppe eine gezielte Wirkung erzeugen, sind in der Herstellung aufwändig. Aber wie kann man effektive Inhalte produzieren? Wie kann ein solcher Prozess aussehen? Im folgenden Praxis-Artikel zerlegen wir den Prozess der Fertigung von Inhalten in dafür notwendige Arbeitspakete.

 

Phase 1: Die Content Planung

In der Content-Planung kann man über einen definierten Zeitraum, zum Beispiel ein Jahr, die Inhalte planen. Typischerweise nutzt man dazu einen groben Redaktionsplan, der wichtige Zeitbereiche wie Weihnachten, Ostern, Kampagnenzeiträume und besondere Ereignisse herausstellt. Weiterhin sollte man im Rahmen der Content Planung die verschiedenen Content Formate definieren (Text, Videos, etc.)

 

Phase 2: Die Content Ideation

Auf Basis der Vorgaben der Content Planung müssen Ideen generiert werden. Hierzu kann man sich unterschiedlicher Instrumente bedienen. Ein neues und besonders innovatives Instrument versprechen Trend-Analyse- Werkzeuge, die sich auf unternehmensspezifische Themengebiete eingrenzen lassen. Zusätzlich können klassische Brainstorming-Runden und manuelle Recherche in Online- und Firmendatenbanken sowie im Intranet dazu beitragen, passende Ideen für Inhalte zu finden.

 

Phase 3: Die Content Evaluation

Bestenfalls werden pro möglichem Content-Beitrag vorab mehrere Ideen eingesteuert, die nun einer Bewertung bedürfen, um die besten Ideen herauszukristallisieren. Dazu sollten geeignete Erfolgsparameter definiert wer-den, anhand derer das Content Team die Ideen evaluiert. Die besten Ideen werden im nächsten Schritt in einem Detailbriefing für die Produktion vorbereitet.

 

Phase  4: Die Content Preparation

Die besten Ideen sollen nun verwirklicht werden. Zuvor muss ein Content Strategist ein Briefing erstellen. Je aufwändiger das Content Format gewählt wird, desto detaillierter muss das Briefing ausgearbeitet werden. Aus einer guten Idee können im Rahmen der Preparation auch mehrere Content Formate gewählt werden. So ist denkbar, einen Tweet, ein Facebook Post und einen Blog-Beitrag zu einer Idee zu produzieren. Die Kanalwahl ist somit ein wesentlicher Teil des Content Briefings für die Produktion.

 

Phase 5: Die Content Produktion

Bei dem Schritt der Content Produktion werden aus den Ideen fertige Content Formate. Im einfachsten Fall ist es ein Twitter-Beitrag, es reicht aber bis zum fertigen Video. Je komplexer das Format gewählt wird, desto mehr Schleifen werden typischerweise mit dem Produzenten gedreht. Viele Unternehmen greifen bei der Produktion von Content auf Agenturen und Freelancer als Zulieferer zurück. Je mehr „Lieferanten“ diesen Prozess-Schritt begleiten, desto aufwendiger wird es, den Prozess für alle Seiten transparent und zeiteffizient zu gestalten. Ein wichtiger Teilschritt der Content Produktion besteht in der Suchmaschinenoptimierung. Insbesondere bei der Produktion von Blog Beiträgen sollte der Produzent zunächst überprüfen, auf welche Keywords der Artikel optimiert werden sollte. Bei der Produktion sorgt er dann für die Einhaltung von SEO-Richtlinien bzgl. der Keyword-Dichte und anderen Regeln. (zu SEO Aspekten siehe Kapitel 6 SEO-Maßnahmen).

Mit der finalen Freigabe des produzierten Inhalts endet dieser Prozess- Schritt.

 

Phase 6: Die Content Distribution

Der gefertigte Content wird nun auf die im Schritt Content Preparation definierten Kanäle ausgespielt. Die genaue zeitliche Ausspielung kann bereits im Briefing erfolgen, oder der Content Strategist wählt den Zeitpunkt erst mit der tatsächlichen Fertigstellung der Inhalte.

 

Phase 7: Die Content Analyse

Werden mit den ausgespielten Inhalten die definierten Kommunikationsziele erreicht? Wie hoch ist die Reichweite? Wie oft wurden die Inhalte geteilt? Wurden neue potentielle Kunden in der definierten Zielgruppe als Fans der eigenen Facebook-Seite gewonnen? Wie viele neue Besucher wurden durch den Inhalt auf der Website gewonnen? Wie lange sind diese im Durchschnitt geblieben?

Diese Fragen sind nur einige Beispiele für die Analyse der ausgespielten Inhalte. Besonders wichtig ist die schnelle Messung dieser Metriken, damit Sie in der Lage sind, erfolgreiche Inhalte noch zu verstärken. Insbesondere soziale Medien müssen nahezu in Echtzeit durchgemessen werden, weil viele Inhalte nur in den ersten beiden Stunden eine starke Präsenz aufzeigen.

 

Phase 8: Die Content Amplifikation

Sofern die Inhalte stark performen, können diese mit Media-Budget amplifziert, also verstärkt werden. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ist diese Form der Media-Budgetierung eine sinnvolle neue Art, das Werbegeld da zu parken, wo es tatsächlich sinnvoll ist. Dies bedingt natürlich neue Organisationsstrukturen und unter Umständen neue Dienst­leister, die eine solche Infrastruktur anbieten.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass der Prozess nicht beendet ist. Er beginnt nun wieder von vorn, allerdings sollen die Erfahrungswerte aus der Analyse dazu beitragen, dass der Prozess nun verbessert wird. Dieser Kreislauf wird langfristig dazu beitragen, dass die ausgespielten Inhalte immer besser im Sinne der Kommunikationsziele performen.

 

Dieser Artikel ist einer von 100 Tipps aus dem Buch „Content Marketing Management“ von Frank Mühlenbeck.

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2 Antworten

  1. Armin sagt:

    Ich werde mir das Buch kaufen, wenn die Tipps darin etwas konkreter sind 🙂 Also mit echten Beispielen und wie genau was gemessen wird. Ist das der Fall?

    • Frank Mühlenbeck Frank Mühlenbeck sagt:

      Das Buch wartet mit 100 konkreten und vor allem praxisorientierten Tipps zum Content Marketing auf und besitzt durchaus diverse konkrete Beispiele zur Umsetzung.

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