Produktkommunikation: 5 Tipps für ein erfolgreiches Produkt Marketing


Produktkommunikation Marketing Werbung

Die Digitalisierung hat die Anforderungen an eine erfolgreiche Produktkommunikation verändert. Neue Touchpoints zu Kundinnen und Kunden sowie neue Konsumgewohnheiten haben erhebliche Auswirkungen auf das Produkt Marketing. Nicht zuletzt spielen innovative Technologien wie Big Data eine bedeutende Rolle. Wir liefern Ihnen 5 Tipps, wie Sie Ihre Produktkommunikation optimieren können.

Die Produktkommunikation ist eine der drei Säulen der Unternehmenskommunikation, zu der ebenso HR-Kommunikation und Corporate Communication zählen. Oft setzen Unternehmen bei der Unternehmenskommunikation auch auf PR Agenturen. Wie Umfragen zur Umsatzentwicklung von PR Agenturen zeigen, steigt bei fast der Hälfte der PR Agenturen der Umsatz 2021 an. Dennoch: Nicht jedes Unternehmen nutzt externe Dienstleister für das Produkt Marketing. In den vergangenen Jahren hat sich die Kommunikationslandschaft jedoch stark gewandelt, sodass erfolgreiche Produktkommunikation deutlich höhere Anforderungen mit sich bringt.

Produktkommunikation im Wandel

Mittlerweile spielt eine zunehmende Zahl Kommunikationskanäle eine enorm wichtige Rolle. Zu klassischen Medien haben sich mehr und mehr digitale Kanäle hinzugesellt. Online-Präsenzen wie Website, Online-Shop und Social Media Auftritte sind obligatorisch geworden. Zudem schreitet die Verknüpfung von Online- und Offline-Kanälen weiter voran und wird von Kundinnen und Kunden bereits vorausgesetzt, wie etwa die KPMG-Studie „Trends im Handel 2025″ zeigt. Omnichannel-Konzepte sind dabei auch nicht mehr nur auf den B2C-Bereich beschränkt, sondern etablieren sich auch zunehmend im B2B-Commerce, wie McKinsey & Company herausstellt. Technologische Innovationen wie Marketing Automation spielen zusätzlich in die moderne Produktkommunikation rein. So müssen Unternehmen wesentlich mehr Aspekte für ein erfolgreiches Produkt Marketing berücksichtigen. Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, worauf Sie achten sollten.

Marketing Automation für personalisierten Content

Produktkommunikation Marketing Automation Software Vergleich eCover

Personalisierung spielt im Marketing und damit in der Produktkommunikation eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig sind zeitliche und personelle Ressourcen in den verantwortlichen Teams oft knapp. Unterstützung bieten hier Marketing Automation Tools. Sie helfen, die richtigen Inhalte an Ihre Zielgruppen heranzutragen und den Content zu individualisieren. In unseren Themen-Beiträgen zu Marketing Automation erfahren Sie mehr dazu, was Marketing Automation ist, was zum Marketing Automation Stack gehört und wie Kosten und Umsatzpotenzial von Marketing Automatisierung ausfallen.

Aspekte der Produktkommunikation

In der Produktkommunikation greifen verschiedene Aspekte ineinander. Daher ist es für Sie wichtig, jeden Aspekt individuell zu betrachten und zu definieren. Dazu gehören:

  1. Ihre Unternehmenswerte, die in die Kommunikation einfließen
  2. Ihre Zielgruppe, deren Bedürfnisse und Kommunikationskanäle
  3. Das Markenimage, das Sie transportieren wollen
  4. Grundlegende Produktinformationen
  5. Die schlussendliche Personalisierung der Inhalte

All diese Faktoren spielen in eine entscheidende Rolle. Um sie zu optimieren, gilt es, 5 Tipps für eine erfolgreiche Produktkommunikation Ihres Unternehmens zu berücksichtigen.

Tipps für die erfolgreiche Produktkommunikation

1. Wer ist Ihre Zielgruppe und welche Bedürfnisse hat sie?

Kundinnen und Kunden treiben mehrere Fragen bei der Auswahl von Anbietern, Marken und Waren an. Sobald potenzielle Kundinnen und Kunden in Kontakt mit Ihrem Unternehmen treten – sei es auf der Website, im Online-Shop, auf Online-Marktplätzen, sozialen Medien oder im lokalen Store – läuft mal mehr, mal weniger bewusst ein Frageprozess ab:

  • Wer sind Sie als Unternehmen?
  • Wie kann Ihr Unternehmen dem Kunden oder der Kundin helfen?
  • Warum sollte der Kunde oder die Kundin auf Ihre Waren zurückgreifen und nicht auf die Ihrer Wettbewerber?
  • Warum sollte der Kunde oder die Kundin gerade jetzt ein Produkt kaufen?
  • Ist Ihr Unternehmen vertrauenswürdig?
  • Was bringt dem Kunden bzw. der Kundin der Kauf Ihres Produkts?

Damit Sie diese Fragen möglichst alle positiv beantworten können, sollten sie natürlich Ihre Zielgruppe genau kennen. Wie eine gute Zielgruppenanalyse gelingt, haben wir für Sie in einem anderen Beitrag noch einmal betrachtet. Kennen Sie Ihre Zielgruppe genau, können Sie besser auf sie eingehen und ihr genau das liefern, was sie sich wünscht. Das gilt beispielsweise für die Auswahl geeigneter digitaler Touchpoints. Ist Ihre Zielgruppe mehr mobil unterwegs? Dann ist eine Mobile-First-Strategie sinnvoll. Übrigens sollten Sie auch so über Mobile-First nachdenken, um Ihr Google Ranking zu verbessern. Der Grund: Google verfolgt selbst den Mobile-First-Ansatz und bewertet Websites besser, die mobiloptimiert sind. Mobiloptimierung ist ein wichtiger Schritt, um in den Google Core Web Vitals besser abzuschneiden.

Wie relevant sind Newsletter und andere Mail-Kampagnen für potenzielle Kunden? Und wie verhält es sich mit Social Media Kanälen? Es bringt Ihnen wenig, die Produktkommunikation auf Facebook zu fokussieren, wenn Ihre Zielgruppe hauptsächlich auf Instagram oder TikTok unterwegs ist – was vor allem bei jungen Kunden mittlerweile der Fall ist, wie Studien zur Social Media Nutzung bei Jugendlichen zeigen. Präsentieren Sie daher Ihre Produkte auf allen relevanten digitalen Touchpoints Ihrer Zielgruppe. Vor allem die jungen Kunden informiert sich meistens über verschiedene digitale Kanäle zu einem Produkt. Sie müssen durch guten Content und eine exzellente Digital Experience überzeugt werden. In unserem Gastbeitrag erfahren Sie mehr zur Bedeutung der Digital Experience. Beim Content sind wir nun auch beim zweiten Tipp für eine erfolgreiche Produktkommunikation.

2. Storytelling und Content Marketing richtig einsetzen

Kundinnen und Kunden wollen nicht nur reine Produktinformationen, sondern unterhalten werden und Mehrwert geboten bekommen. Der Einfluss eines guten Storytellings im Content Marketing ist nicht zu unterschätzen. Denn glaubwürdiger Content schafft Vertrauen, womit wir wieder bei einer der Fragen sind, die sich Ihre Kundschaft bei der Auswahl von Produkten stellt. Storytelling-basierter Content macht Ihre Produkte für potenzielle Käuferinnen und Käufer greifbar. Stellen Sie beim Content Marketing den Kundennutzen in den Fokus, nicht nur die reinen Produktfeatures. Und beziehen Sie am besten Ihre Zielgruppe in das Storytelling ein: Ihre Kundinnen und Kunden sind selbstbestimmte Wesen und möchten Einfluss auf die Produkte haben, die sie kaufen. Relevanten Content für Ihre Zielgruppe anzubieten, ist die Königsdisziplin in der Produktkommunikation. Durch Content Marketing liefern Sie Ihnen Tipps, Rezepte oder Anwendungsmöglichkeiten für Ihre Produkte in Form von Texten, Bildern, Videos oder Multimedia-Inhalten an. Welche Fehler Sie vermeiden sollten, wenn Sie Content erstellen, erfahren Sie in unserem Themen-Beitrag.

Content Marketing Prozess Content Köche Produktkommunikation

Content zu veröffentlichen bedeutet heute, auf vielen Kanälen einheitlich und personalisiert zu agieren. Dafür ist die CMS Auswahl entscheidend. Wir haben für Sie eine Checkliste für das passende Content Managment System zusammengestellt. In unserem Marktüberblick CMS Lösungen finden Sie darüber hinaus 20 verschiedene Anbieter gegenübergestellt.

3. Usability von Website und Onlineshop optimieren

Ihre Website bzw. Ihr Onlineshop ist der Dreh- und Angelpunkt Ihrer Produktkommunikation. Sie ermöglichen Ihnen im Idealfall Interaktion und Kundennähe und zeichnet ein einheitliches Unternehmens- und Markenbild nach außen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Ihr Internetauftritt bestimmt, wie Sie von Kunden im Web wahrgenommen werden. Das Marken Branding im Web ist erfolgsentscheidend. Mobile-First ist mittlerweile ein Muss. Berücksichtigen Sie die Performance Ihrer Website bzw. Ihres Onlineshops, um Ihre Conversion Rate zu optimieren. Eine gute Performance Ihrer Internetauftritte wirkt sich auf die Usability und damit auf die Kundenerfahrung aus.

4. Daten vollumfänglich nutzen

Wir haben es bereits angesprochen: Personalisierung ist für Kundinnen und Kunden heute einer der wichtigsten Faktoren, sich für ein Unternehmen und sein Produkt zu entscheiden. Damit der Kontakt aber auch individuell ausfällt, brauchen Sie viele verwertbare Daten. Wer seine Daten hier nicht im Griff hat, hat schon verloren. Das gilt für Kundendaten, wie auch für Produktinformationen gleichermaßen. Für Sie ist es daher elementar, Ihre vorhandenen Kunden- und Produktdaten richtig zu strukturieren und medienbruchfrei verfügbar zu machen. Bei Produktinformationen hilft beispielsweise ein PIM System, um auf allen Kanälen einheitliche Informationen bereitzustellen. In puncto Kundendaten sollten Sie auf leistungsfähige CRM Systeme setzen. In unserem Marktüberblick PIM Systeme und dem Marktvergleich CRM Systeme bieten wir Ihnen eine aktuelle Übersicht verschiedener Anbieter.

Personalisierung mithilfe einer Digital Experience Platform

Die Königsdisziplin bei der vollumfänglichen Nutzung von Daten bildet eine Digital Experience Platform. Sie ermöglicht Ihnen, Ihrer Kundschaft sehr individuellen Content bereitzustellen. Und das auf allen relevanten Kanälen mit möglichst geringem Aufwand. Wie Sie die Kundenerfahrung mithilfe einer Digital Experience Platform (DXP) auf das nächste Level heben, erfahren Sie in unserem Gastbeitrag.

5. B2B-Bereich folgt eigenen Regeln

Ist Ihr Unternehmen im B2B-Commerce tätig, gelten zum Teil andere Regeln für die Produktkommunikation, als im B2C-Bereich. Die Produktkommunikation muss hier noch wesentlich professioneller erfolgen, nicht zuletzt durch Preisdruck aus dem Ausland. Im diesem Umfeld sind es zudem oft hochgradig technische Produkte, die Sie an die richtigen Kundinnen und Kunden bringen möchten. Aber: Auch wenn der technische Aspekt stärker sein sollte, gilt auch im B2B, sich durch mehr als die Beschreibung technischer Features abzuheben. CEOs und Management sind anspruchsvoll und wünschen sich genaue Informationen und qualitativ hochwertige Lösungen. Am besten mit Use Cases, die ihnen genau zeigen, welchen Nutzen Produkte und andere Leistungen Ihres Unternehmens haben. Das stellt auch andere Anforderungen an das Storytelling im B2B. Die Zielgruppe ist meist differenzierter als im B2C und die personalisierte Ansprache damit noch entscheidender für Erfolg oder Misserfolg. Für die Business-to-Business-Kommunikation eignen sich neben einem hochgradig personalisierten Newsletter daher auch besonders Webinare und Corporate Blogs mit Branchenrelevanten Inhalten an. Wie Sie Webinare richtig angehen, erfahren Sie in unserer Webinar Checkliste.

Fazit

Das Produkt Marketing braucht heute mehr denn je individualisierten Content und eine persönliche Ansprache, die der Kundschaft rundum einen Mehrwert bieten. Darüber hinaus sollten Sie technologische Innovationen nutzen, um die Customer Experience Ihrer Zielgruppe umfangreich zu optimieren. Das fängt bei der Abdeckung der Kommunikationskanäle und zieht sich durch die gesamte Customer Journey. Und das auch bei wechselnden Touchpoints – also Omnichannel. Nutzen Sie etwa gezielt Automation Marketing Tools, um ihre Produkte personalisiert an Ihre Zielgruppe heranzutragen und gleichzeitig die anfallenden Aufgaben so effizient wie möglich abzudecken. So können Sie Ihre Produktkommunikation erfolgreich umsetzen.

 

Bildquellen

Previous Neuer Lead-Investor bei Scompler – Finanzierungsrunde abgeschlossen
Next DMEXCO 2022: Kick-Off mit dem Digital Spring Summit

No Comment

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sechzehn + siebzehn =