6 Schritte zum erfolgreichen Social Media Konzept


Social Media Konzept

Die sozialen Netzwerke haben weiterhin enormes Potenzial. Auf den Social Media Plattformen tummeln sich Milliarden Menschen – potenzielle Kunden. Um sie jedoch wirklich zu erreichen, braucht es ein durchdachtes Social Media Konzept. Wir zeigen Ihnen in sechs Schritten, wie Ihr Social Media Konzept erfolgreich wird.

Weltweit nutzen 2021 bereits 93 Prozent der Unternehmen die Social Media Plattform Facebook, um sich zu positionieren und Kunden zu gewinnen. Das geht aus einer Umfrage des Statistik-Portals Statista hervor. Instagram gehört unter den Social Media Plattformen zur am zweitstärksten genutzten von Marketeers: Mehr als zwei Drittel der weltweiten Unternehmen setzen auf Instagram in ihrer Social Media Strategie. Dicht gefolgt vom Business-Netzwerk LinkedIn (61 Prozent). Twitter wird von fast jedem zweiten Unternehmen weltweit im Social Media Konzept aufgenommen und genutzt. Und auch das noch relativ junge Social Media Netzwerk TikTok steht bei 9 Prozent der Unternehmen auf der Social Media Agenda.

Dass in die sozialen Netzwerke unternehmerseits investiert wird, steht außer Frage. Und auch die Bedeutung von Facebook, Instagram, Twitter & Co. Doch um in den sozialen Medien erfolgreich zu sein, braucht es erst einmal ein hieb- und stichfestes Social Media Konzept.

Schritte für ein erfolgreiches Social Media Konzept

Am Anfang des Social Media Konzepts stehen immer eine Menge Fragen, die es zu beantworten gilt. Wollen Sie ein erfolgreiches Social Media Konzept erstellen, sollten diese der Reihe nach abgearbeitet werden. So vermeiden Sie es, wichtige Aspekte zu übersehen. Am besten teilen Sie die Erstellung Ihres Social Media Konzepts in sechs Schritte ein, die wir Ihnen hier näher erläutern.

Schritt 1: Legen Sie die Ziele Ihrer Social Media Strategie fest.

Sie kennen das bereits aus anderen Marketingaktivitäten: Bevor es an die Umsetzung einer neuen Strategie geht, sind Ziele zu definieren. Nichts anderes gilt auch beim Social Media Konzept. Bevor Sie also Ihr Unternehmensprofil anlegen, sollten Sie sich über Ihre Ziele im Klaren sein: Was genau wollen Sie mit Ihrem Auftritt auf den sozialen Medien erreichen? Eine neue Zielgruppe erschließen? Oder das Sales-Team durch Leadgenerierung unterstützen?

Ein Beispiel für eine Zieldefinition zur Social Media Strategie: Sie beschließen, den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens und seiner Marken zu steigern. Darüber hinaus wollen Sie Ihr Content Marketing über Social Media vorantreiben und User dazu bewegen, mehr mit Ihren Inhalten zu interagieren. Und: Sie möchten über Content und Social Media mehr Conversions erzielen sowie Kunden binden.

Die Zieldefinition ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Social Media Konzept. Die Strategie stützt sich durchweg auf die gesetzten Ziele. Außerdem können Sie Ihre Social Media Aktivitäten erst durch festgelegte Ziele bewerten.

Social Media Konzept Gedankenblase mit Glühbirne

Quelle: Pexels

Sie sollten eine klare Vorstellung von den Zielen und Zielgruppen Ihrer Social Media Aktivitäten haben.

Schritt 2: Analysieren Sie Ihre Zielgruppe.

Ebenfalls ein bekannter Schritt aus anderen Marketing-Maßnahmen ist die Zielgruppenanalyse. Wir haben in einem separaten Beitrag noch einmal wichtige Tipps für eine gelungene Zielgruppenanalyse zusammengestellt. Es klingt daher erst einmal banal, aber fragen Sie sich dennoch: Wen will ich auf Social Media erreichen? Oftmals hakt es bei Social Media Konzepten an der genauen Definition der Zielgruppe und Social Media Aktivitäten schießen am Ziel vorbei.

Darüber hinaus entscheidet mitunter die Zielgruppe auch über die Wahl des Social Media Kanals. Denn nicht jede Social Media Plattform ist für alle Zielgruppen gleich relevant. Definieren Sie also im Vorfeld die Zielgruppe, die Sie auf Social Media Kanälen ansprechen wollen. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Erwartungen der User, damit Sie diese besser einschätzen und bedienen können.

Schritt 3: Wählen Sie nur geeigneter Kanäle für Ihre Zielgruppe aus.

Die Zielgruppenanalyse ist darüber hinaus wichtig, um die passende Social Media Plattform für Ihr Marketing auszuwählen. Nicht immer gehören Facebook und Twitter zur besten Wahl. Gerade bei neuen Social Media Plattformen tummelt sich die jüngere Generation. Neuestes Beispiel ist hier derzeit TikTok.

TikTok Marketing – Hype oder lohnenswert?

TikTok hat rasant an Usern gewonnen. Einige Unternehmen haben daher ihre Social Media Marketing Strategie auf die neue Plattform ausgeweitet. Doch lohnt sich TikTok wirklich so sehr oder ist TikTok Marketing eher ein Hype? Wir haben uns dem Thema näher gewidmet und für Sie die wichtigsten Facts zum TikTok Marketing zusammengefasst. Lesen Sie dazu mehr in unserem Beitrag „TikTok Marketing – Lohnt sich TikTok für Unternehmen?“ 

Dass sich nicht immer Facebook am besten als Social Media Plattform eignet, zeigt etwa auch die aktuellste ARD/ZDF-Onlinestudie 2020. Der Vergleich der mindestens wöchentlichen Social Media-Nutzung stellt heraus: Gerade Frauen sind bei Instagram stärker vertreten als Männer. Zudem findet Instagram deutlich mehr Anklang in der Altersgruppe 14-29 Jahre. Wäre Ihre Hauptzielgruppe etwa weiblich und jung, würde Instagram hier auf jeden Fall in das Social Media Konzept als geeigneter Kanal aufgenommen werden. Betrachten Sie nur die Altersstruktur, fällt zudem auf, dass Facebook „nur“ an dritter Stelle bei der mindestens wöchentlichen Nutzung der Altersgruppe 14-29 Jahren liegt. Dagegen müssten Sie hier auf jeden Fall – unabhängig vom Geschlecht – WhatsApp in Ihr Social Media Konzept aufnehmen.

Im dritten Schritt zum erfolgreichen Social Media Konzept sollten Sie daher genau auf die User-Zahlen der einzelnen Plattformen schauen. Wo agiert Ihre Zielgruppe hauptsächlich? Diese Kanäle sind dann obligatorisch. Weitere soziale Medien können Sie bei geringen Differenzierungen in der Zielgruppe natürlich ebenfalls mit aufnehmen. Das ist gerade dann wichtig, wenn um Ihre Kunden über unterschiedliche Medien mit verschiedenen Formaten erreichen zu können. Zuletzt eignet sich immerhin auch nicht jede Plattform für alle Content-Formate. Fahren Sie daher durchdacht mehrgleisig.

Schritt 4: Definieren Sie die Benchmark für Ihren Social Media Auftritt.

Schauen Sie nach Links und Rechts: Wie sind Ihre Wettbewerber auf sozialen Netzwerken unterwegs? Auf welchen Kanälen sind vertreten? Wie sieht deren Marketing auf Facebook, Twitter & Co. aus? Wie gut und aktiv werden die Kanäle und Communities von Ihren Wettbewerbern gemanaged? Und wie gut werden Beiträge von Usern angenommen? Analysieren Sie Wettbewerber-Auftritte auf Social Media hinsichtlich deren Involvement, Kommunikation und der Viralität von Inhalte.

Nutzen Sie dazu Social Media Monitoring Tools, werden Ihnen schnell und einfach Ergebnisse geliefert. Anhand der Tools können Sie etwa den Erfolg von Blog-Beiträgen, die auf Social media geteilt werden, verfolgen. Nicht zuletzt hilft Ihnen Social Media, konkrete Strategie-Anhaltspunkte für Ihren eigenen Content auf den sozialen Netzwerken zu bekommen. Wenn Sie mehr zu Social Media Monitoring, lesen Sie dazu unseren Beitrag zum Social Media Monitoring im Unternehmenseinsatz.

Download Marktüberblick Monitoring Tools

Mit Klick auf den Download-Button willigen Sie ein, dass Ihre Firmen-E-Mail-Adresse und Ihr Firmenname an Contentmanager.de und die Sponsoren des Softwarevergleichs ubermetrics, Vico Research & Consulting GmbH, Talkwalker und Meltwater zur werblichen Ansprache auch per E-Mail und zur Markt- und Meinungsforschung übermittelt werden dürfen. Mit Ihrer Einwilligung erhalten Sie auch automatisch den contentmanager.de-Newsletter. Die Erklärung ist jederzeit über einen Link in jeder E-Mail widerrufbar.

Durch das Setzen einer Benchmark können Sie Ihre Social Media Strategie besser von den Aktivitäten Ihrer Mitbewerber abgrenzen und so etwa andere Inhalte posten, die Wettbewerber bis dato vielleicht nicht bedient haben – sei es als Artikel auf Ihrem Blog, auf den Sie verlinken, oder auch als Video. Ihrer Kreativität sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt.

Schritt 5: Legen Sie Ressourcen und Verantwortlichkeiten fest.

Geht es an die inhaltliche Pflege Ihrer Social Media Auftritte, kommen automatisch Fragen zu Ressourcen und Verantwortlichkeiten auf. Ihre Strategie sollte berücksichtigen, dass Social Media Marketing keine Schnell-Nummer ist. Der Erfolg Ihrer Aktivitäten hängt maßgeblich davon ab, wie viele Ressourcen Sie dafür aufbringen können und wollen. Marketing auf Social Media sollte klare Verantwortliche haben: Wer ist für die redaktionelle Planung und Pflege des Redaktionsplans zuständig? Wer liefert Blog-Beiträge und übernimmt die Content Curation, um geeignete externe Artikel für Ihre Kanäle zu finden? Neben der inhaltlichen Befüllung Ihrer Social Media Kanäle sollten Sie ebenso festlegen, wer wie auf Kommentare von Usern reagiert und wer für die technische Unterstützung zuständig ist. Definieren Sie daher in Ihrem Social Media Konzept:

  • die Redaktions-Verantwortlichen
  • die Community-Manager
  • die technischen Ansprechpartner

Schritt 6: Messen, analysieren und bewerten Sie Ihre Social Media Aktivitäten.

Bringt Ihre Social Media Strategie den gewünschten Erfolg? Damit Sie das bewerten können, müssen Sie zurück auf die zuvor im Social Media Konzept definierten Ziele blicken. Und Ihre Social Media Marketing Aktivitäten messen und analysieren. Auch hier helfen Ihnen Monitoring Tools weiter. Aber auch die Plattformen selbst bieten umfangreiche Statistik-Funktionen an, etwa Facebook mit Facebook Insights. Durch die Messung verschiedener Kennzahlen können Sie etwa sehen, wie Ihre Postings bei Ihrer Zielgruppe ankommen. Solche Informationen sind deutlich wichtiger, als die reine Anzahl an Followern, da Sie damit Erkenntnisse zur Qualität Ihrer Inhalte gewinnen.

Passen Sie Ihre Inhalte im Social Media Marketing entsprechend der Analyse-Ergebnisse laufend an. Das gilt ebenso für Ihre gesamte Social Media Strategie. Soziale Netzwerke sind hochdynamisch. Daher sollten Sie flexibel bleiben und die Augen für neue Trends offen halten. So schaffen Sie es bestenfalls zum Beispiel, sich als Vorreiter in einem neuen Trend zu positionieren.

Social Media Konzept Schilder mit Richtungsweisung

Quelle: Pixabay

Achten Sie bei Ihrer Social Media Strategie auf Go’s und No-Go’s.

Go’s & No-Go’s im Social Media Marketing

Ihr Social Media Konzept sollte darüber hinaus Fragen zu Go’s & No-Go’s klären. Was sollten Sie auf jeden Fall in Ihrer Social Media Strategie vermeiden? Und was ist im Social Media Marketing unbedingt notwendig? Einige Antworten auf diese Fragen haben wir Ihnen übersichtlich zusammengestellt:

Go’s für die Ihre Social Media Strategie:

  • Abteilungsübergreifend arbeiten: Social Media Marketing setzt auf alle Abteilungen. Inhaltlich können etwa unterschiedliche Abteilungen eines Unternehmens mit verschiedenem Content zum Erfolg beisteuern. Die IT kümmert sich um die technische Umsetzung und sorgt dafür, dass alles einwandfrei funktioniert. Zum Beispiel, wenn Sie einen Chatbot in Ihren Social Media Auftritten für User-Fragen integriert haben. Die Abteilung Marketing und Kommunikation dient wiederum als Sprachrohr, sammelt gelieferten Content und stellt ein einheitliches Unternehmensbild auf Social Media sicher.
  • Einen eigenen Blog verknüpfen: Haben Sie bereits einen eigenen Blog? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und promoten relevante Artikel für Ihre Zielgruppe auch auf Social Media. Sie haben noch keinen eigenen Blog, überlegen aber, einen aufzusetzen? Dann hilft Ihnen unser Beitrag zur Konzeption eines Blogs mit Tipps weiter.
  • Authentischen Content bieten: Ihre Content Strategie sollte immer authentisch sein. Gerade bei Social Media ist das aber noch einmal von besonderer Bedeutung, da Social Media Beiträge in der Regel eine höhere Reichweite generieren. Passt der Content und die Themen nicht zu Ihrem Unternehmensbild, wirkt das auf User fragwürdig. Außerdem bieten Ihnen Social Media Plattformen eine gute Möglichkeit, Usern die Arbeitsweise und Werte Ihres Unternehmens näher zu bringen. Social Media nur als „Distributor“ für offizielle Meldungen wie Pressemitteilungen zu nutzen, würde das Potenzial der Plattformen in den Schatten stellen. Ihre Ziele können Sie nur mit authentischem Content schaffen.
  • Nähe schaffen: Authentischer Content hilft Ihnen zudem dabei, das letzte „Go“ für Ihre Social Media Strategie im Marketing abzudecken. Schaffen Sie Nähe zu Ihrer Zielgruppe. Mit passenden Themen und Geschichten, die sie begeistern. Darüber hinaus ist es sinnvoll, Plattformen individuell mit Content zu befüllen. Wie erwähnt, passt nicht jedes Format zu jeder Plattform. Und: Verknüpfen Sie unterschiedliche Social Media Auftritte miteinander, um Ihre Zielgruppe noch besser zu erreichen.

No-Go’s für Ihre Social Media Strategie:

  • Negative Kommentare löschen/ unfreundlich antworten: Unternehmen, die auf Kommentare, etwa Kritik zu einem Produkt, nicht reagieren oder negative Kommentare sogar löschen, kommen bei Kunden und Zielgruppe nie gut an. Gleiches gilt natürlich auch für den Ton der Antwort. Halten Sie daher in Ihrer Strategie fest, wie Sie auf Kommentare reagieren und welche Absprachen es ggf. im Unternehmen bedarf.
  • Reine Like-Generierung betreiben: Als Unternehmen sollten Sie niemals eine ausschließliche Like-Generierung betreiben. Meist sind die dafür produzierten Inhalte genau eines nicht: authentisch. Und das wird von Usern oft gnadenlos abgestraft.
  • Content ohne Mehrwert bieten: Dieser Punkt hängt eng mit der Like-Generierung zusammen. Content muss für User relevant und mehrwertig sein. Das gilt für alle Plattformen. Wir liefern Ihnen eine Checkliste, mit der Sie hochwertigen Content produzieren.
  • Verstärkt werbliche Inhalte spielen: Hier entscheidet oft auch der Einzelfall. Allerdings sollten werbliche Posts nicht Überhand nehmen. Eine gute Balance ist entscheidend. Außerdem werden werbliche Inhalte im Kontext weiterer nützlicher Informationen besser angenommen, als reine Werbeanzeigen auf Social Media.

Fazit: Social Media braucht eine gute Strategie – und Zeit

Erstellen Sie ein Social Media Konzept, helfen Ihnen unsere sechs Schritte die passenden Plattformen für Ihre Ziele und Zielgruppen zu finden. Zudem können Sie mit einem durchdachten Konzept dafür Sorge tragen, dass Ihr Social Media Marketing mit regelmäßig neuen Inhalten auf Facebook & Co. glänzt. Klare Vorgaben für die Unternehmenskommunikation tragen dazu bei, dass Ihr Unternehmen einheitlich und kundenfreundlich wahrgenommen wird. Durch zielgruppenspezifische Inhalte treten Sie in Kontakt mit Ihren Kunden und stärken die Kundenbeziehung. Allerdings: Erwarten Sie keine Top Ad-hoc-Resultate. Sie brauchen einen langen Atem, bevor sich ein nennenswerter Return on Investment für Ihr Unternehmen einstellt. Die Resonanz auf den Plattformen braucht Zeit, um sich aufzubauen. Daher sollten Sie Ihr Ziel bzw. Ihre Ziele immer langfristig betrachten. Zwischenergebnisse im Monitoring unterstützen Sie dabei aber, bei Ihrer Strategie auf Kurs zu bleiben.

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