Social Media Trends 2023 – diese Entwicklungen sollten Sie im Social Media Marketing berücksichtigen


Social Media Trends 2023 Wortwolke Social Media Marketing

Trends liefern Marketern Hinweise, in welche Richtung sich ihre Marketingaktivitäten bewegen sollten. Das gilt auch für die Social Media Trends 2023. In diesem Beitrag fassen wir zehn zentrale Insights zur Entwicklung von Social Media zusammen und zeigen Ihnen, was Sie im kommenden Jahr in Ihr Social Media Marketing mit einbeziehen sollten.

Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram oder Twitter haben sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt, um Usern eine optimale Experience zu bieten. Neben „alten Hasen“ im Social Media Business sind aber auch neue Kanäle wie TikTok entstanden, die neue Impulse für etablierte Plattformen und nicht zuletzt das Social Media Marketing gesetzt haben. Doch wohin geht die Reise von Social Media im kommenden Jahr?

Einen Blick auf die Social Media Trends 2023 wirft der Social Media Trends Report 2023 von Talkwalker und Khoros, der vor Kurzem veröffentlicht wurde. Auf Basis von Social Listening und KI-gestützen Analytics haben die beiden Unternehmen die Entwicklungen aus 2022 betrachtet und daraus die wichtigsten zehn Social Media Trends für 2023 abgeleitet. Eine Übersicht der Trends und kurze Handlungsempfehlungen fassen wir im Folgenden für Sie zusammen.

Social Media Trends 2023: Vom nahenden Cookie-Ende bis zur Ablösung der Personas im Marketing

Die Social Media Trends 2023 sind vielfältig. Auf der einen Seite ziehen regulatorische Änderungen im Datenschutz neue Entwicklungen im Social Media Marketing zwangsläufig mit sich. Das nahende Ende der Cookies sorgt dafür, dass sich Unternehmen Alternativen zum Cookie-Tracking überlegen müssen, die mit der DSGVO und dem TTDSG konform gehen. Auf der anderen Seite bestimmen die Wünsche und Anforderungen der Plattform-User, wie sich Social Media 2023 weiterentwickeln wird.

Trend 1: Das Cookie-Ende fördert Social Listening

2023 schlägt die letzte Stunde für Drittanbieter-Cookies. Zumindest theoretisch, denn Google hat deren Ende noch einmal bis 2024 verschoben. Doch das Cookie-Ende wird kommen. Unternehmen sind daher jetzt angehalten, nach Cookie-Tracking Alternativen zu suchen, um auch nach der Drittanbieter-Cookie-Ära weiterhin ein personalisiertes Interneterlebnis für ihre Zielgruppen bieten zu können. Und da Cookies bisher auch zentrale Informationsquellen für das Social Media Marketing sind, nimmt das Cookie-Ende auch darauf erheblichen Einfluss. Marketers, die auch weiterhin personalisierte Inhalte im Web und auf Social Media ausspielen wollen, sollten bei der Suche nach Cookie-Alternativen allerdings eines beachten: Verbraucher:innen sind sensibel, was ihre Privatsphäre anbelangt.

In der Emotionsanalyse von Talkwalker zeigt sich etwa, dass fast jede:r zweite Verbraucher:in Cookies in Kombination mit der Privatsphäre erwähnt. Alternativen sollten die Privatsphäre daher so gut wie möglich berücksichtigen. Eine Möglichkeit, weiterhin Insights zu relevanten Themen Ihrer Zielgruppen zu erhalten, bietet dabei Social Listening. Wie genau Social Listening funktioniert und welche Rolle dabei Social Media Monitoring Tools spielen, erfahren Sie in unserem Social Listening Whitepaper. Darüber hinaus sollten Sie Verbraucher:innen gegenüber Transparenz wahren und umfassend zum Datenschutz informieren.

Trend 2: Identifikation von Fake News und Deepfakes wird zunehmend wichtig

Unwahrheiten auf Social Media Plattformen verbreiten sich leider rasend schnell. Mit teils gravierenden Folgen. So sehen sich nicht nur Brands und Einzelpersonen, sondern ganze Regierungen vor der Aufgabe, Fake News und sogenannte Deepfakes (KI-produzierte Videoinhalte, die Aktivitäten vortäuschen) zu entlarven und zu unterbinden. Vor allem Deepfakes haben 2022 nach Angaben von Talkwalker deutlich zugenommen. Und auch wenn Verbraucher:innen oft schon sensibilisiert für Fake News sind, können sie nicht alle Fake-Inhalte erkennen. Daher wird es für Unternehmen und Regierung zunehmend wichtig werden, mit digitalen Tools Fake News und Deepfakes schnell zu identifizieren und auszusieben. Noise Control als Spam-Filter, Bot-Filter und Glaubwürdigkeitsfilter werden damit an Relevanz gewinnen.

Social Media Trends 2023 Susanne Gebauer

Quelle: Talkwalker/Khoros

Trend 3: Dezentralisierte Social Networks statt geringe Nutzerkontrolle

Ein Aspekt, der bei Usern klassischer Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram & Co. immer wieder für Kritik sorgt: die fehlende Nutzerkontrolle – zum Beispiel bei Kommentarlöschungen. Dezentralisierte soziale Netzwerke gehören jetzt schon zu einem sich festigenden Trend, denn sie ermöglichen einen höheren Grad an Nutzerkontrolle. Einerseits gut, andererseits birgt das natürlich auch das Risiko von radikalisierenden Interaktionen. Etablierte Social Media Netzwerke wie Facebook werden aber auf lange Sicht mehr Nutzerkontrolle ermöglichen müssen, indem sie Verbraucher:innen bessere Möglichkeiten zur Angabe festgestellter Probleme geben – und die gemeldeten Probleme dann auch wirklich in die Hand nehmen. Bereits jetzt hat beispielsweise Facebook Nutzer:innen zusätzliche Optionen gegeben, Problemmeldungen und Anregungen zu machen. Leider laufen diese zum Teil – zumindest gefühlt – ins Leere.

Für Unternehmen gilt: Wer wissen möchte, was User stört, sollte ihnen die Möglichkeit geben, Anregungen zu machen. Aber auch Alerts im Social Listening sind ein wichtiger Weg, mehr über Nutzer:innen und mögliche Probleme zu erfahren. Und am Ende Maßnahmen zur Problemlösung zu ergreifen. Das gilt zum Beispiel für das Review Management. Social Media Plattformen sind heute ein zentraler Bestandteil der Customer Journey. Kund:innen geben immer öfter auch Feedback auf Facebook & Co. Gerade hier sollten Unternehmen genau hinschauen und bei negativem, aber gerne auch positivem Feedback entsprechend professionell reagieren. Mehr zum Review Management und dessen Bedeutung lesen Sie in unserem Wissensbeitrag und Themen-Whitepaper.

Trend 4: Content wird multisensorisch – Internet of Senses

Content-Formate sind ein wichtiger Teil von Marketing Trends. Jedes Jahr werden neue Format-Trends vorhergesagt. In der Regel übernimmt aber kein Format langfristig die Führung. Was sich allerdings abzeichnet: Content Marketing wird zunehmend multisensorisch – auf der Website, dem Blog und auf Social Media. Was bedeutet das genau? Content Marketing wird erweitert! Es bleibt nicht „nur“ bei Texten, Bildern, (Kurz-)Videos und Audio-Formaten wie Podcasts. Vielmehr wird ein Multichannel-Ansatz mit einem Mix diverser Formate verfolgt. So sind VR- und AR-Integrationen und Gamification wichtige Entwicklungen, die auch im Social Media Marketing immer mehr Einzug halten werden. Marketer stehen damit vor der Aufgabe, multisensorische Inhalte zu konzipieren und bei ihren Zielgruppen zu testen.

Social Media Trends 2023 Doreen Kunze Futalis

Quelle: Talkwalker/Khoros

Trend 5: Social Commerce nimmt an Relevanz zu

Social Commerce zählt nicht nur zu den Marketing Trends 2023 und den Entwicklungen im E-Commerce, sondern hat auch seinen festen Platz in den Social Media Trends 2023. Warum? Ganz einfach: E-Commerce, Marketing und Social Media verschmelzen immer mehr miteinander. Für Verbraucher:innen bietet Social Commerce, das Shopping-Erlebnis über Social Media Kanäle wie Facebook und Instagram, Vorteile. Sie können sich ganz bequem inspirieren lassen. Auf Facebook sorgt etwa der Algorithmus dafür, dass der Discovery Commerce Usern potenziell passende Produkte im Feed anzeigt – nicht nur eine Inspirationsquelle, sondern auch die Chance auf mehr Umsatz. Zudem macht Social Commerce es Usern einfach, im Alltag nebenbei zu shoppen.

So vielversprechend Social Commerce für Unternehmen ist, so sehr steckt er aber auch regional abhängig noch in den Kinderschuhen. Während in China rund jede:r zweite Verbraucher:in über Social Media Plattformen schon einmal einen Kauf getätigt hat, sind es beispielsweise in den USA nur 44 Prozent. Damit bleibt das Wachstumspotenzial des Social Commerce enorm. Unternehmen sollten daher das Thema mit auf die Social Media Agenda 2023 setzen und vor allem Plattformen dafür priorisieren, auf denen Social Selling zum Normal geworden ist – Pinterest, YouTube, aber auch Instagram zählen dazu. Darüber hinaus sollten Unternehmen ihr Shopsystem unter die Lupe nehmen: Ist das bestehende Shopsystem für Social Commerce geeignet und bietet die notwendigen Funktionen? contentmanager.de liefert Ihnen mit dem Marktüberblick Shopsysteme eine Übersicht, welche Funktionen heutige Shopsystem-Anbieter für Social Commerce bereitstellen.

Trend 6: Das Metaverse – the next big thing (?)

Das Metaverse sorgt für Wirbel! Doch ob es sich bewährt und zur festen Größe im (Social Media) Marketing wird, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Dennoch sollte das Potenzial des Metaverse nicht unterschätzt werden. Eine Zusammenfassung der Möglichkeiten, die sich Marketern mit dem Metaverse bieten, stellen wir in unserem Wissensbeitrag zur Verfügung. Das Metaverse lockt mit einer Mischung aus digitaler, erweiterter und echter Realität. Unternehmen wie Microsoft und Tencent stellen schon ihre eigenen Konzepte für das Metaverse vor. Doch bevor Sie direkt auf den Metaverse-Zug aufspringen, sollten Sie zuvor überlegen, ob das Metaverse für ihre Brand ein geeigneter Kanal ist. Denn auch wenn es ein wichtiger Trend ist, bedeutet das nicht, dass jede Marke vom Metaverse profitiert. Sollten Sie Potenzial für Ihr Unternehmen sehen, dann können Sie mit dem Metaverse allerdings Authentizität, UGC und die Zusammenarbeit mit Creatorn sowie Ihre Community stärken.

Social Media Trends 2023 Sebastian Macán KfW

Quelle: Talkwalker/Khoros

Trend 7: Predictive Analytics im Social Media Marketing

Nichts per se Neues, aber dennoch zunehmend relevant sind Predictive Analytics im Social Media Marketing. Auch hier spielt Social Listening wieder eine bedeutende Rolle, denn darüber werden notwendige Daten gesammelt. Wichtig ist die Integration von KI-gestützten Analytics, um das vollen Potenzial aus diesen Informationen herauszuholen und sie auf mögliche Trends und User-bewegende Themen hin zu untersuchen. Bisher geben lediglich 42 Prozent der Marketer an, Predictive-Analytics zu nutzen. 2023 sollte sich das allerdings ändern, denn Predictive Analytics zählen, wie auch Marketing Automation, zu den aufstrebenden Technologien. Unternehmen sollten für eine bessere Personalisierung von Inhalten und schnelle Reaktion auf aufkommende Trends für das kommende Jahr Predictive Analytics genau begutachten und, sofern noch nicht geschehen, auch in den eigenen MarTech-Stack entsprechende Tools aufnehmen.

Trend 8: Authentischer Umweltschutz statt Greenwashing

Das Thema Nachhaltigkeit begleitet E-Commerce-Unternehmen besonders. Doch auch für andere nimmt die Dringlichkeit zu, Nachhaltigkeitskonzepte zu entwickeln und mit Verbraucher:innen richtig zu kommunizieren. Das schließt Social Media Kanäle mit ein. Eine Umfrage bestätigt, dass die Mehrheit (82 Prozent!) der Verbraucher:innen von Unternehmen erwarten, die Bedürfnisse von Menschen und Planet über den eigenen Profit zu stellen. Problematisch in der Kommunikation ist allerdings Greenwashing. Nachhaltigkeitskonzepte müssen ganzheitlich und authentisch sein – nicht weniger erwarten potenzielle Kund:innen. Glaubwürdigkeit, etwa in Form eines CSR-Berichts, den Sie in sozialen Netzwerken aufbereiten, ist das A und O. Und vor allem ist es wichtig, die richtige Gegenreaktion auf Social Media zu Kommentaren zu fahren. Respekt und Ehrlichkeit sind dabei von enormer Bedeutung. Nicht zuletzt sollten Sie darauf achten, dass Ihr Nachhaltigkeitskonzept transparent ist und Sie Fragen Ihrer Community beantworten. Schweigen ist hier alles andere als Gold. Je nachdem kann es sinnvoll sein, bei der strategischen Kommunikation von Nachhaltigkeitskonzepten auch auf professionelle Unterstützen zurückzugreifen. PR-Agenturen sind hier der passende Ansprechpartner. Eine Übersicht verschiedener PR-Agenturen finden Sie hier.

Social Media Trends 2023 Dr. Kerstin Hoffmann

Quelle: Talkwalker/Khoros

Trend 9: Social Media als Kriterium für die Customer Experience

Soziale Medien werden noch wichtiger für die Customer Experience werden. Sie sind eine elementare Plattform, um sich mit Kund:innen zu verbinden. Gerade für Support nutzen Verbraucher:innen heute die Möglichkeit, direkt über Social Media zum Unternehmen Kontakt aufzunehmen. 2023 sollten Unternehmen daher überlegen, selbst eigene Support-Kanäle in den sozialen Netzwerken einzurichten, um Kund:innen schnell und unkompliziert weiterhelfen zu können. Ganz allgemein trägt Social Media so dann auch zu einer besseren Customer Experience bei. Aber auch in anderen Fällen wird Social Media zum Kriterium für die Customer Experience. Wir sagten es bereits: Verbraucher:innen teilen Ihre Erfahrungen zu Produkten und Unternehmen auf Facebook & Co. Umso wichtiger wird es für Unternehmen, ein gutes Reaktionsmanagement einzuführen.

Trend 10: Personas waren gestern – Fokus auf die Community

Der letzte Trend, den Talkwalker und Khoros in ihrem Social Media Trends Report 2023 aufzeigen: Im (Social Media) Marketing verschiebt sich der Blick auf Zielgruppen. Statt durch die Zielgruppenanalyse Personas zu bilden, schauen Marketer heute mehr auf ihre Community bzw. Communities. Der Grund: Die Pandemie und ihre Nachwirkungen haben das Verhalten der Verbraucher:innen verändert. Sie passen sich rasch an, sind wechselhafter und damit schwieriger in Personas nachzubilden. Für Unternehmen ist damit die Interaktion mit ihrer Brand-Community der heute effektivere Weg, Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe regelmäßig zu identifizieren und zu evaluieren. Unternehmen sollten daher den Fokus auf jeden Fall mehr auf die Community und das Community Management legen, um auch künftig up-to-date hinsichtlich deren Wünschen und Bedürfnissen zu bleiben.

Fazit: Social Media Trends 2023 erfordern neue Perspektiven

Die Social Media Trends 2023 verändern weiter die Art und Weise, wie Social Media im Marketing von Unternehmen zum Tragen kommt und wie Marketer ihre Aktivitäten auf Facebook, Instagram und anderen Plattformen gestalten müssen, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Neue Trends wie das Metaverse oder auch Änderungen im Datenschutz (Stichwort: Cookies) und die sich schnell ändernden Bedürfnisse von Verbraucher:innen machen es nötig, neue Perspektiven einzunehmen. Social Media bleibt nicht wie es war, sondern entwickelt sich immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt der Kundenkommunikation. Die hier aufgeführten Trends geben einen Vorgeschmack darauf, was uns 2023 und darüber hinaus erwartet.

Bildquellen

  • Trend 3 Susanna Gebauer: Talkwalker/Khoros
  • Trend 5 Doreen Kunze Futalis: Talkwalker/Khoros
  • Trend 8 Sebastian Macán KfW: Talkwalker/Khoros
  • Trend 9 Dr Kerstin Hoffmann Dr Kerstin Hoffmann Unternehmensberatung: Talkwalker/Khoros
  • word-cloud-g798c20930_1280: Pixabay
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