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CMS-Usability-Checkliste

Content-Management-Systeme sind wie Websites navigatorische Systeme.
Die offensichtliche Nähe beider Bereiche hat dazu geführt, dass die
Usability-Betrachtung von Content-Management-Systemen ihre Methoden
zunächst der Webseiten-Usability entliehen hat. Im einzelnen geht es
um:
Einfache Bedienung
Die Navigation sollte schnell erlernbar sein. Im besten Fall beruht
die Navigation auf bekannten Erfahrungen der Zielgruppe. Konnte man
bis vor ein paar Jahren noch nicht davon ausgehen, dass ein Anwender
mit dem Begriff "Home" etwas anfangen kann, so ist heute allgemein
bekannt, dass sich hinter diesem Begriff die Homepage verbirgt.
Konsistenz
Die Elemente der Navigation müssen auf ein Minimum beschränkt sein und
sich immer an derselben Stelle befinden.
Sichtbarkeit
Die Navigation muss immer sichtbar sein. Nichts ist schlimmer als eine
Navigation, die verschwindet und den Anwender nach einem Ausweg statt
nach Funktionen suchen lässt.
Klarheit
Anwender nutzen ein CMS meist mit einem vorgefertigten
Erfahrungsschatz, den sie beim Besuchen von Internet-Seiten gebildet
haben, weniger bei der Arbeit in anderen Content-Management-Systemen.
CMS-Interface-Designer sollten diesen Umstand ernst nehmen und in
ihren Systemen Informationsarchitekturen aufbauen, die denen von
Webseiten ähneln.
Orientierung
Nichts ist schlimmer, als die Orientierung zu verlieren. Der Anwender
muss immer wissen, wo er sich befindet und wie er bestimmte Funktionen
erreichen kann.
Usability revisited
Verlassen wir nun den relativ sicheren Methodenkanon, den uns die
Untersuchung von Web-Seiten eingebracht hat, und schauen wir etwas
genauer hin, wie die genannten Aspekte im Zusammenhang mit CMS
aussehen könnten.
Einfachheit
Der Grad der Einfachheit in der Benutzung eines CMS ist unmittelbar
abhängig von den Rechten eines Nutzers innerhalb des CMS. Wenn man
davon ausgeht, dass der Großteil der Arbeit im CMS auf die Erstellung
von Inhalten fällt und weniger auf das Gestalten von Vorlagen oder das
Einrichten von Datenbanken, sollten Sie diese Aspekte beachten:
- Können Sie einfache Aufgaben ohne besondere Schulung durchführen? Wenn nicht, können Sie ohne Hilfe des Herstellers in Erfahrung bringen, wie es funktioniert?
- Ist - mit unterschiedlichen Nutzerrollen im Hinterkopf - das Interface so simpel wie möglich? Oder ist es überladen und zu technisch?
- Offenbart das Interface unnötige Aspekte der zugrunde liegenden Architektur (z.B. XML, DTDs)?
- Öffnet das Interface eine übermäßige Anzahl von Fenstern?
- Sind Fehlermeldungen leicht verständlich? Geben Sie Hinweise darauf, was zur Beseitigung des Fehlers zu tun ist?
- Sind häufig verwendete Funktionen schneller zu erreichen als seltener verwendete Funktionen?
Ein Beispiel: Überladene Toolbars. Unwichtigere Funktionen sollten über das Kontextmenu verfügbar sein oder einen "Advanced-Tab". Einige Systeme - häufig Open Source-Lösungen - sind Geeks-für-Geeks-Lösungen (was in Ordnung ist, wenn Ihre Autoren Geeks sind).
Vertrautheit
Ein CMS wird Nutzern vertrauter sein, wenn es sich wie andere ihnen
bekannte Applikationen verhält (Desktop inklusive). Vertrautheit
reduziert Schulungskosten und erhöht die Produktivität.
- Ähnelt das Interface anderen - dem Nutzer bekannten - Applikationen?
- Verhält sich das Interface wie andere - dem Nutzer bekannte - Applikationen?
- Funktionieren Doppelklicks, Kontextmenus auf der rechten Maustaste, Tooltips, Mehrfachauswahlen in Listen wie von Ihnen erwartet?
- Nutzt das Interface eine Sprache, die dem Nutzer geläufig ist oder wird eine eigene Terminologie eingeführt?
- Nutzt das Interface Standard-UI-Elemente (Menus, Checkboxen, Buttons) in einer nicht-standardisierten Art und Weise? Werden unnötige UI-Elemente eingeführt (wie so häufig in hippen Flash-Komponenten)?
Eine große Anzahl von Systemen, die ich gesehen habe, hängt über jedes
editierbare Inhaltselement ein Toolbar mit Icons statt ein einziges
Toolbar an den Seitenkopf zu setzen (was uns aus Office-Programmen
bekannt ist). Lesen Sie das nächste Kapitel
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04/2004, Markus Nix

|  | Markus Nix ist Global Marketing Manager von eZ systems, dem Hersteller des Open Source Enterprise Content Management Systems eZ publish. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel und Bücher zu Content Management und Webentwicklung.
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Kommentare zu diesem Beitrag 
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| Fachartikel | 15.04.04 | | Michael Herzog | 15.04.04 | | Wilfried J. Klein | 15.04.04 | | Micjael Herzog | 16.04.04 | | Christian Guttmann | 20.04.04 | | Wilfried J. Klein | 20.04.04 | | Andreas Mitak | 01.06.04 | | Robert Rohm | 17.01.05 | | Katrin Wulf | 15.11.05 |
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