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Spektrum der Intranets: Sprint und IBM meistern Herausforderungen
IBM: die wohl größte Community von Intranet-Autoren weltweitDas Intranet von IBM – w3 genannt – wird oft als das Paradebeispiel eines weit fortgeschrittenen und innovativen Intranets bezeichnet. Die unglaublich große Arbeit, die geleistet werden musste, um es dorthin zu bringen, wo es heute steht und um es laufend weiter zu entwickeln, bleibt dabei häufig im Hintergrund.Doch auch IBM hatte mit den üblichen Schwierigkeiten eines Intranets in einem globalen Großunternehmen (über 400.000 Mitarbeiter weltweit) zu kämpfen. Als Hightech-Unternehmen bspw. auch damit, dass unzählige Intranets existierten, die technisch versierte Mitarbeiter einfach auf einem Server unter ihrem Schreibtisch betrieben haben. Den Intranet-Verantwortlichen war klar, dass sie mit Verboten dieser Situation nicht Herr werden können. Deshalb setzen sie darauf, möglichst viele Vorteile zu bieten, die das Umsteigen vom "eigenen Intranet" sehr attraktiv machen. Dazu werden viele sinnvolle, systemübergreifend nutzbare Funktionen und Dienste bereitgestellt, die Inhalte im Intranet anreichern, verknüpfen und besser auffindbar machen. Eine höhere Sichtbarkeit im Unternehmen ist somit für jeden gegeben, der den Intranet-Server unter dem eigenen Schreibtisch abschaltet und auf den offiziellen Zug aufspringt. Die Inhalte des IBM Intranets werden von rund 1.600 Intranet-Editoren bereitgestellt und gepflegt. Die meisten davon (60%) sind keine Kommunikatoren, sondern arbeiten für das Intranet nur in einer Nebenrolle. Zum Teil haben diese Autoren Intranet-spezifische Ziele in ihrer Zielvereinbarung und auch eine Job-Beschreibung, die die entsprechenden Aufgaben enthält, zum Teil aber auch nicht. Die Steuerung und Motivation dieses Heers an "Mitschreibern" war und ist eine schwierige Aufgabe. Früher war das zentrale Redaktionsteam praktisch der einzige Ansprechpartner für jeden einzelnen dieser 1.600 Intranet-Autoren. Die Kommunikation erfolgte per E-Mail und Instant Messageing. Das Volumen war jedoch schon bald nicht mehr handhabbar. Darauf hin wurde auf Basis eines eigenen Software-Produktes eine Community der Intranet-Editoren ins Leben gerufen. Seit Einführung der Community hat sich die Situation grundlegend geändert: die Editoren lösen ihre Fragen und Probleme nun untereinander, ohne das Zutun der Zentralredaktion. Auf der Community-Plattform im Intranet stehen den Editoren dazu Diskussionsforen, Blogs, Wikis, Dateiablagen, Bookmarks und vieles mehr zur Verfügung. Autoren, die noch keinen Gebrauch der Community machen und sich mit Fragen an das Redaktionsteam wenden, werden an die Community verwiesen. Dadurch wächst die Gemeinschaft der Autoren mit jeder neuen Angelegenheit rund um die Editoren-Tätigkeit weiter.
Die Autoren-Community ermöglicht es den 1.600 Editoren bei IBM sich selbst zu organisieren und sich gegenseitig zu helfen Detailansicht Eine Community entsteht natürlich nicht alleine durch Bereitstellung eines Community-Spaces. Wichtigstes Mittel zur Förderung der Editoren-Community ist bei IBM eine wöchentliche Telefonkonferenz. Dieses halbstündige Konferenzgespräch wird von der Zentralredaktion detailliert vorbereitet und sehr interaktiv gestaltet. So werden z.B. Gratulationen zu Geburtstagen ausgesprochen oder einzelne Autoren direkt auf wichtige Themen angesprochen. Dadurch erfahren die Autoren auch auf persönlicher Ebene Anerkennung und jeder einzelne kann sich als Teil einer für das Unternehmen wichtigen Gemeinschaft empfinden. Als Anreiz zu Teilnahme an der Telefonkonferenz werden wichtige Informationen üblicherweise zuerst dort kommuniziert. Autoren, denen die Teilnahme nicht möglich ist, können die Aufzeichnung des Gesprächs im Nachhinein auch im Community-Space anhören. "Es ist uns wichtig, dass es sich bei diesen Maßnahmen nicht um eine von uns gesteuerte Einweg-Kommunikation handelt, sondern wir wollen damit das Potential der Community freisetzen", erklärt Jennifer Vickery, Managing Editor w3 bei IBM, ihren Ansatz. Im Rahmen des "Top Quality Content Programme" gibt es weitere Maßnahmen zur Verbesserung der inhaltlichen Seite des Intranets. So zum Beispiel:
Abschließend noch ein paar Screenshots von diesem spannenden Intranet:
Neben einer auf das eigene Profil angepassten Homepage bietet das Intranet von IBM viele funktionsspezifische "Workplaces" an, in denen Informationen und Applikationen für die jeweilige Zielgruppe gebündelt sind Detailansicht
Wie die Kommentare zu den News zeigen, entstehen aus der offenen Kommunikation bei IBM klar belegbare Synergien und Vorteile Detailansicht
Multimediale Inhalte erfreuen sich auch in w3 regen Zuspruchs: über 11.5 Millionen Downloads sprechen eine deutliche Sprache Detailansicht Übrigens: zum 100 jährigen Jubiläum von IBM im Jahr 2011 ist nach zweijähriger Projektlaufzeit ein großes Redesign von w3 geplant. Man darf gespannt sein, mit welchen Innovationen IBM dann aufwarten wird. Die nächste Episode von Intranets Live Auch dieses Jahr findet die Online-Konferenz Intranets Live wieder am ersten Dienstag in jedem Monat statt. Das nächste mal also am 2. Februar um 16:00 Uhr. Mit im Programm sind dann Kodak, Rabobank International und das Ministry of Justice. Für die erstmalige Teilnahme stehen erneut kostenlose Gästekarten zur Verfügung: www.intranetslive.com Weitere spannende Veranstaltungsrückblicke: - Spektrum der Intranets: es wächst zusammen, was zusammen gehört - Blogs statt News bei Adidas, Self-Service bei British Airways - Content Branding, Wiki-Intranet und Portal Roadmap - Suchprobleme auch im Intranet von Google? - Werkzeugkasten bei Nokia und Knowledge Sharing bei der BBC - Deloitte’s Social Network 'D-Street' - Shell und Westminster Abbey bei Intranets Live 01/2010, Stephan Schillerwein
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