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Content-Syndication erlaubt den Austausch von Inhalten zwischen verschiedenen Websites bzw. die Übernahme von fremden Content-Bausteinen auf einer anderen Website. Einige Content-Management-Systeme bieten die Möglichkeit, automatisch auch bestimmte Formen von RSS-Feeds (auch "Channels" genannt) zu generieren. Dadurch wird eine einfache Content-Syndication nicht nur im Internet sondern auch in Intranets ermöglicht.
Was bedeutet RSS?
Allgemein gesprochen ist RSS ein einfach zu implementierendes, XML-basiertes Format zur Synchronisierung von Inhalten. Die Inhalte stammen in der Regel von Nachrichten-Websites (wie zum Beispiel Wired.com, New York Times oder Spiegel.de), Community-Websites oder Blogs. Insbesondere in der Blogging-Community sind RSS-Feeds weit verbreitet, da dadurch mehrere Blogs mit einem einzigen Tool, dem News-Aggregator oder News-Reader, beobachtet werden können. Inzwischen bieten einige tausend Websites RSS-Feeds an.
Je nach RSS-Version bedeutet das Akronym "Rich Site Summary" (Version 0.9x und 2.0) oder "RDF Site Summary" (Version 2.0). Auch "Really Simple Syndication" ist als Definition verbreitet. Die verschiedenen Versionen von RSS stammen aus der Entstehungsgeschichte des Formats:
Heute werden vor allem die Versionen RSS 0.91, 1.0 und 2.0 verwendet und von einigen CMS erstellt. Immerhin können die meisten News-Aggregators alle Versionen lesen.
Wie können RSS-Feeds gelesen werden?
RSS-Feeds werden in sogenannten News-Aggregators synchronisiert und gelesen. Immer mehr dieser Aggregators verwenden dabei ein ähnliches Layout und arbeiten clientbasiert auf dem Rechner des Nutzers. Dieser kann individuelle Listen derjenigen Feeds zusammenstellen, über die er auf dem Laufenden gehalten werden will (siehe Abbildung). Dabei überprüft der News Aggregator in frei einstellbaren zeitlich Abständen alle eingetragenen Feed-Links auf neue Nachrichten. Sofern er neue Einträge findet, werden diese in die Feed-Liste eingetragen.

Die Überschriften der einzelnen Feeds werden in einem zweiten Fenster angezeigt und nach gelesenen und ungelesenen Feeds markiert. Wird eine Überschrift ausgewählt, erscheint in einem weiteren Fenster der Feed-Inhalt. Dieser besteht in der Regel aus einem Teaser-Text, der durch einen Link auf die vollständige Nachricht auf der ursprünglichen Website verweist. Diese kann dann innerhalb oder außerhalb des Aggregators angezeigt werden.
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Welche Vorteile bieten RSS-Feeds?
RSS-Feeds können also Teaser beinhalten, die den Inhalt der Information mehr oder weniger ausführlich preisgeben. Ein Aufrufen der eigentlichen Website ist aber in der Regel notwendig, um den vollständigen Inhalt einsehen zu können. RSS-Channels können auch Suchmaschinen füttern oder auf speziellen Websites zusammengefasst werden. Aber bereits für den einfachen Gebrauch bieten RSS-Feeds eine Reihe von Vorteilen gegenüber Mailing-Listen oder Newsboards:
Auf den ersten Blick scheinen RSS-Feeds den Besuch einer Website überflüssig zu machen, da ja Inhalte über die News-Aggregators angezeigt werden. So sind RSS-Feeds für den Nutzer tatsächlich bei denjenigen Websites, die er sowieso ein- bis mehrmals täglich abruft, wenig sinnvoll. Allerdings ist ein RSS-Channel bei allen Websites, die er nur gelegentlich oder sogar nur einmalig aufsucht, zweckmäßig, da er über entsprechende Teaser und Links in den Feeds dazu aufgefordert werden kann, wieder einmal die Website aufzurufen. Zudem kann der Nutzer gezielt auf neue Inhalte der Website verwiesen werden und erspart sich somit eine langwierige Suche. Auch Websites, die nur gelegentlich Neues über RSS-Feeds melden, geraten so nicht in Vergessenheit, sondern können im Gegenteil die Zahl ihrer Visits sowie die Kundenzufriedenheit erhöhen.
Was für News-Aggregators gibt es?
Inzwischen bestehen eine Reihe verschiedener News-Aggregators. Diese lassen sich anhand ihrer Funktion und Arbeitsweise folgendermaßen unterscheiden:
Des weiteren stehen inzwischen RSS-Suchmaschinen wie Feedster.com oder RSS-Search.com im Internet zur Verfügung. Hierüber können RSS-Feeds nach bestimmten Stichworten durchsucht werden und - falls gewünscht - sofort mit einem lokalen News-Reader synchronisiert werden.
Welche Zukunft hat RSS?
Auch wenn die unterschiedlichen RSS-Versionen für Verwirrung sorgen, so können doch in der Regel alle News-Reader jede Version lesen. Insofern bestehen wenig Gründe, warum die Verbreitung von RSS aufgrund der unterschiedlichen Standards behindert werden sollte. Vereinzelt werden im Internet bereits selbstgeschriebene Feeds angeboten, die die Funktionen kommerzieller Websites wie eBay oder Amazon erweitern. So können beide Websites über RSS-Feeds zu bestimmten Suchbegriffen "überwacht" werden und zum Beispiel bei einem neuen Produkteintrag zu einem bestimmten Suchbegriff Benachrichtigungen an den Nutzer verfasst werden. Testweise werden auch bereits Preisvergleiche über RSS-Feeds bereitgestellt. Die Kommerzialisierung von RSS steht zwar noch am Anfang - Potenziale und Möglichkeiten sind allerdings noch lange nicht ausgeschöpft.
Erschienen: 06/2003
Autor: Christian Schmidkonz
| Christian Schmidkonz ist Business Consultant bei Capgemini. |
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