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Barrierefreiheit als Ziel des W3C & die Web Accessibility Initiative

World Wide Web Consortium
Das World Wide Web Consortium (W3C) ist die höchste Instanz für Entwicklungen im Web. Dem Konsortium gehören über 370 zum Teil sehr namhafte Vertreter der Software-Industrie an, etwa Microsoft oder SAP, aber auch Vertreter vieler anderer Bereiche wie der Telekommunikation, etwa T-Online. Das W3C hat seit seiner Gründung im Jahr 1994 mehr als 50 Spezifikationen und 40 Empfehlungen für webbasierte Anwendungen veröffentlicht.
Die Ziele des W3C lassen sich in folgenden 7 Punkten zusammenfassen:
- Universelle Zugänglichkeit: Eines der grundlegenden Ziele des W3C ist es, die Vorteile des Internet für alle Menschen nutzbar zu machen. Die Nutzung soll unabhängig von verwendeter Hardund Software, sowie Netzinfrastruktur und Technik sein. Des weiteren darf es keine Diskriminierung aufgrund von Sprache, Kultur, geografischen Positionen oder körperlichen beziehungsweise geistigen Fähigkeiten des Anwenders geben.
- Das semantische Web: Damit ist eine Erweiterung des Internet gemeint, in dem jede Information eine klar definierte Bedeutung hat, sodass Mensch und Computer besser miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können. Es sollen Richtlinien und Techniken entwickelt werden, um Daten im Web so zu beschreiben und zu verknüpfen, dass sie effektiver in Such-, Automatisierungs- und Integrationsprozessen genutzt und über verschiedene Anwendungen hinweg verwendet werden können.
- Vertrauen: Um den aktiven und interaktiven Grundgedanken des Internet zu forcieren soll ein vertrauenswürdiges Web (Web of Trust) aufgebaut werden. Unter aktiven und interaktiven Grund gedanken des Internet wird die Teilnahme an Ausbau und Ge staltung durch Bereitstellung von Informationen durch möglichst viele Nutzer verstanden. Der aktive Nutzer muss dabei darauf vertrauen können, dass seine Informationen nicht missbraucht werden.
- Kompatibilität: Das W3C entwirft ausschließlich offene, nicht proprietäre Computersprachen und Techniken. Standards werden unabhängig von Hard- und Software sowie bestehenden Produkten definiert. Festlegungen auf Systemumgebungen werden bewusst vermieden. Beispiele für derartige Standards sind Hypertext Mark-up Language (HTML), Cascading Style Sheets (CSS), Scalable Vektor Graphics (SVG) und die Synchronized Multimedia Integration Language (SMIL).
- Entwicklungsfähigkeit: Das W3C definiert Standards, die einfach an zukünftige Anforderungen und Entwicklungen angepasst werden können. Die Prinzipien der Einfachheit, der Modularität, der Kompatibilität und der Erweiterbarkeit sind richtungweisend für die Arbeit der einzelnen Gremien des W3C.
- Dezentralisierung: Jede Information kann über unzählige Wege und Möglichkeiten ans Ziel gelangen; dadurch wird die Anfälligkeit des Mediums reduziert und eine hohe Ausfallsicherheit gewährleistet.
- Attraktiveres Multimedia: Immer größere Bandbreiten ermöglichen eine schnelle Übertragung von immer größeren Datenmengen. Der Einsatz von multimedialen Techniken soll gefördertwerden, um die Attraktivität des Mediums zu erhöhen.
Die universelle Zugänglichkeit oder auch "Barrierefreiheit" enthält die Selbstverpflichtung des W3C, das gesamte Potenzial des Web für jeden gebrauchstauglich zu machen. Es handelt sich dabei auch um Gebrauchstauglichkeit für Menschen mit Behinderungen.
Das W3C hat zu verschiedenen Themen selbstständige Arbeitsgruppen, um die verschiedenen Spezifikationen und Empfehlungen zu erarbeiten. Diese sind in vier Bereiche (domains) gegliedert: "Architecture", "Interaction", "Technology & Society" und "Web Accessibility". Lesen Sie das nächste Kapitel
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11/2004, Jan Eric Hellbusch

|  | Jan Eric Hellbusch ist Berater im Projekt "Barrierefrei Informieren und Kommunizieren" beim Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS).
Mehr Informationen zu diesem Thema im Buch Barrierefreies Webdesign
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Kommentare zu diesem Beitrag 
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| Fachartikel | 24.11.04 | | Nobody | 22.12.04 |
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