Mash-up-Module werden die virtuelle Content-Welt und das Branding im Internet stark beeinflussen. Um diese Prognose aber nicht einfach im Raum stehen zu lassen, soll das Thema näher unter die Lupe genommen werden.
Zur Erinnerung: Der Begriff "Mash-up" kommt eigentlich aus der Musikszene, wurde Ende der 90er-Jahre geprägt und beschreibt ein Remixphänomen, bei dem eine Musikcollage aus Stücken von zwei oder mehr Interpreten zusammengemischt werden.
Analog dazu beschreibt der Begriff im Zusammenhang mit Web 2.0 bzw. Internet-Themen einen Trend, bei dem Internet-Nutzer sich verschiedener, frei verfügbarer Content-Module bedienen und diese miteinander kombinieren bzw. in ihre Website/ihren Blog o. ä. einbauen. Entsprechende Module (wie z. B. Wetter-/Musik-/Finanz-Widgets oder Geo-Applikationen) werden der Internetgemeinde von Marken/Contentproduzenten kostenlos bereit gestellt. Die Anbieter liefern also Bausteine für User, die sich ihre Seite selbst zusammenstellen wollen, sich das Beste des Internets aus unterschiedlichen Quellen selbst kombinieren.
Mash-ups mit Kartendiensten
Ein sicher jedermann bekanntes Beispiel für ein Mash-up-Modul ist Google Maps . Google Maps erlaubt die unterschiedliche Darstellung von Regionen und die Verknüpfung von Geodaten mit anderen Datenquellen. Die daraus resultierende Bandbreite für mögliche Anwendungen und Marketingtools ist enorm und soll deshalb hier nur kurz angerissen werden:
Der Spanier Jon Parker hat bei " World Shaded Relief " interessante Layer zur normalen Google Map Ansicht hinzugefügt. Diese Layer (Seen, Flüsse und Gewässer) ergeben eine schattierte Kontur und erleichtern so die visuelle Wahrnehmung der Terrain-Eigenschaften der Welt. Zusätzlich zu dieser Erweiterung hat Jon Parker die spezielle Kontur noch mit der GeoNames.org Datenbank (über 8 Millionen geographische Namen, Berge, Flüsse etc.) verknüpft. Was dem User ermöglicht, geographische Daten direkt auf der Karte zu sehen.
Eine spannende Anwendung ist " Geowalk ". Hier werden Geodaten mit Infos zu Reisen, Hotels, Jobangeboten, News, Veranstaltungen oder Wetterdaten verknüpft. Ein echte Alternative/Ergänzung zu klassischen Portalen.
Das ist eindeutig die Zukunft, wie auch der Boom bei Webcam-Applikationen rund um Google Maps zeigt. Einige Beispiele seien hier genannt:
" Pediax " und " Jotle " sind Google Mash-ups für Wikipedia. Sie stellen geocodierte Wikipedia Artikel (momentan über 50.000) auf einer Google Map dar.
Andere Wikipedia Mash-ups sind beispielsweise:
Ein besonderes Kapitel sind auch Tourismus Mash-ups mit Google Maps. Weil diese Applikationen eine neue Dimension der Touristen-Information darstellen. Exemplarisch zu sehen an der Seite " Virtual Tourism ".
Auch WiFi-Mapping ist inzwischen weltweit zu einem Thema geworden, wie diese WiFi-Seiten mit Google-Mash-ups zeigen:
Eine Übersicht unterschiedlichster Google Maps Mash-ups gibt es hier .
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