Einzelhandel nutzt Einkaufslaune der Deutschen mithilfe von Big Data

stationärer Handel

Stationärer Handel kann mit modernen IT-Systemen proportional stärker von Wirtschaftswachstum profitieren als der Online-Handel

Ob Black Friday oder Cyber Monday – in Deutschland setzt der eCommerce zunehmend auf besondere Verkaufsaktionen, um Verkäufe anzukurbeln. Dem stationären Handel dagegen fehlt auf den ersten Blick entsprechende Möglichkeiten. Der klassische Einzelhandel hat jedoch durch neue Technologien ebenfalls hervorragende, profitable Alternativen, um erhebliche Zuwachsraten zu verzeichnen. Die Nutzung und Auswertung von Daten in Echtzeit ist hier ein treibendes Moment.

Im kommenden Jahr erwartet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent für die Bundesrepublik. Damit dürfte auch die Einkaufslaune der Deutschen weiter steigen. Information Builders sieht für Einzelhändler eine gute Chance, sich durch Technologien in Verbindung mit Big-Data-Lösungen optimal zu positionieren:

  • Händler verfügen heute etwa durch die Funkfeldtechnologie Beacon in Verbindung mit Analytics-Software über die Möglichkeit, umfassende Daten zu gewinnen. So ist die genaue Bestimmung von Position, Verweildauer und Bewegung eines potenziellen Kunden sehr einfach. Geschäfte erhalten damit mehr Informationen darüber, welche Budgets Kunden zur Verfügung haben und was ihnen beim Shoppen besonders wichtig ist. Die evaluierten Daten können Händler nutzen, um Angebote für bestimmte Kundengruppen zu platzieren, Rabatte einzuräumen oder die Waren für Käufer attraktiver zu positionieren. Das steigert das Einkaufserlebnis und damit die Chance auf höhere Umsätze.
  • Echtzeitdaten bilden eine Basis für individuell zugeschnittene Angebote oder Rabatte. So sind Händler in der Lage, ad hoc die Preise zu ändern. Läuft zum Beispiel eine Kundin zum wiederholten Mal an einem Kleid vorbei, das sie schon einmal anprobiert hat, wird der Preis sofort reduziert und so der Kaufanreiz erhöht. Dafür muss lediglich „Near Field Communciation (NFC)“ auf dem Smartphone aktiviert sein.
  • Echtzeit-Informationen und Technologie sind darüber hinaus nutzbar, um direkt mit Kunden in Kontakt zu treten. Beim Kauf eines neuen TV-Geräts erfolgt zum Beispiel eine Push-Benachrichtigung, die daran erinnert, auch an Batterien für die Fernbedienung zu denken. Das fördert neue Umsatzpotenziale und schafft gleichzeitig höhere Kundenzufriedenheit – denn dem Käufer wird ein zweiter Weg erspart.

„Vor wenigen Jahren galt der stationäre Handel als Auslaufmodell. Auch aufgrund der Verfügbarkeit von Daten erwarten wir ihn jedoch 2016 mit neuer Stärke zurück“, sagt Nathan Jagoda, Country Manager Deutschland bei Information Builders. „Die Praxis hat gezeigt, dass Kunden weiterhin das ganze Jahr über vor Ort einkaufen wollen und dass Anbieter mit individuell zugeschnittenen Angeboten überzeugen können. Das ermöglicht ein deutlich entspannteres Einkaufserlebnis, als sich am Black Friday um Schnäppchen schlagen zu müssen.“

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  • surfshop: Woodrow Walden - unsplash.com
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