Studie: Facebook schrumpft bis 2017 um 80 Prozent

Facebook ist omnipresent und gerade deswegen ist der Ehrgeiz vieler Wissenschaftler und Journalisten groß, dem Phänomen auf den Grund zu gehen und sich über Status Quo und Zukunft des größten Social-Networks aus zu lassen. Was die Zukunft für facebook bringt, ist schwer voraus zu sagen, aber zwei Doktoren der Universität Princeton haben ein wissenschaftliches Modell erstellt, wie sich das Social-Network in den nächsten Jahren entwickeln wird. Das Ergebnis sieht schwarz für die Zukunft von facebook. Bereits 2015, also nächstes Jahr, beginnt die Facebookgemeinde zu schrumpfen. Der Prozess geht rapide voran und endet mit einem Einbruch der Nutzer um 80% in 2017.

Ist facebook eine Krankheit?

Das Modell bezieht bei seiner Berechnung Ergebnisse von Google Trends ein und vergleicht diese mit dem Werdegang von MySpace. Grundsätzlich basieren die Berechnungen aber auf einem Modell zur Vorhersage von ansteckenden Krankheiten. Dabei wird die Infektion gleichgesetzt mit der Anmeldung bei einem Social-Network und die Genesung mit dem Abwenden von dem Social-Network.

Für diese Vorgehensweise mag es wissenschaftliche Rechtfertigungen geben, derer ungeachtet ich diese Vorgehensweise aber als fragwürdig ansehe. Manch einer empfindet facebook und die Sucht, auf der Plattform Neuigkeiten zu lesen oder sich selber dort in jeder Lebenslage mitzuteilen als Krankheit. Doch die Verbreitung und die Ursachen dafür sind eher psychologischer Natur, sozialem Druck und technischem Fortschritt geschuldet und weniger mit einer Epidemie gleichzustellen.

Wer sucht noch auf Google nach facebook?

Die Analyse der Suchanfragen von facebook auf Google ist einerseits schlüssig, lässt aber andererseits außer Acht, dass facebook selber sich zu einer Art Suchmaschine entwickelt hat und die Verbreitung von facebook so hoch ist, dass Suchen danach schlussfolgernd abnehmen.

Mögliche Entwicklung macht keine Sorgen

Ich bin mir nicht sicher, wie ernst Mark Zuckerberg diese Studie und die vorausgesagte Entwicklung nimmt, Sorgen mache ich mir um ihn und facebook aber keine. Strategisch stellt sich der Konzern facebook schon lange breiter auf und akquiriert Technologieanbieter und Apps, wie Instagram und Messenger, um mehr zu sein als „nur“ ein Social-Network.

Fazit:

Einer Studie zufolge bricht die Nutzeranzahl auf facebook bis 2017 um 80% ein. Grundlage der Studie ist ein Modell zu Berechnung der Verbreitung von Epidemien, verfeinert um die Auswertung von Suchanfragen bei Google und Vergleiche mit dem Werdegang von MySpace. Wie valide diese Studie ist, mag ich zu bezweifeln, sehe aber facebook durch die Akquisitionen von Instagram und Messenger, sowie durch die Entwicklung eigener Apps grundsätzlich strategisch gut aufgestellt und bemüht mehr zu sein als nur ein Social-Network.

Link zur Studie: http://arxiv.org/pdf/1401.4208v1.pdf

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Ralf Hammerath

Ralf Hammerath

Ralf Hammerath ist geschäftsführender Gesellschafter der 2002 gegründeten ADselect GmbH, einem Spezialisten für Vermarktung von redaktionell geführten Internetportalen. Zuvor war er als Vertriebsleiter DACH eines Adserver-Anbieters tätig.

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