Wegen Datenleck: Google Plus schließt

Facebook, Twitter, Instagram – Seit Jahren bestimmen soziale Netzwerke die Nutzung des Internets. Dabei immer etwas außen vor: Google Plus. Obwohl es von Tech-Riese Google ins Leben gerufen wurde. Dieser hat sich nun auch zur Schließung des Netzwerks entschlossen. Zumindest für private Nutzer. Grund sind dabei aber nicht etwa die geringen Nutzerzahlen, sondern ein Datenleck.

Doch blicken wir zurück: Im Juni 2011 ins Leben gerufen, war Google Plus zunächst nur auf Einladung geöffnet. Als im September des selben Jahres dann die Tore für die Öffentlichkeit geöffnet wurden, entstand schnell der große Hype. Innerhalb von 3 Monaten schoß die Nutzerzahl auf 40 Millionen. Ende 2012 sprach Google dann sogar von 500 Millionen Nutzern. Doch da Google Plus lange Zeit mit anderen Google-Diensten wie etwa Google Mail verknüpft war, ist fraglich, wie aktiv diese Nutzer auch tatsächlich auf der Plattform unterwegs waren. So gab Google auch an, dass 90 Prozent der Nutzer nur 5 Sekunden im Netzwerk verbrachten. Zur ernstzunehmenden Facebook-Alternative reichte es folglich nie.

Aber es sind nicht etwa die schlechten Nutzerzahlen, die Google nur Schließung von Google Plus bewegten. Wie der Konzern am Montag bekannt gab, gab es eine Sicherheitslücke, durch die App-Entwickler auf Nutzerdaten zugreifen konnten. Diese Lücke existiert bereits seit 2015, entdeckt wurde sie von Google Mitarbeitern im März 2018 und wurde schnellstmöglich gepatcht – doch die Bekanntmachung erfolgte erst jetzt, fast acht Monate später. Die Daten, die davon betroffen waren, umfassen Namen, E-Mail-Adressen, Berufe, Geschlecht und Alter. Bis zu 500.000 Konten sollen betroffen sein, insgesamt hatten 438 Apps Zugriff auf die Nutzerdaten.

Dazu gab Google an, dass keinerlei Hinweise auf Missbrauch der Daten vorliegen, oder dass Entwickler von der Sicherheitslücke wussten. Dennoch schien dieser Sachverhalt Grund genug, das Netzwerk direkt zu schließen; allerdings nur für Privatnutzer. Unternehmen können es weiterhin zur internen Kommunikation nutzen.

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