Trennt Facebook private und geschäftliche Inhalte?

Der neue Explorer Feed von Facebook ist gerade erst ausgerollt, schon sorgt er für Besorgnis in der Social Media-Szene. Denn in einigen Ländern testet das kalifornische Unternehmen noch einmal eine spezifischere Funktion der Neuerung. Und die hat es in sich. Hierzulande zeigt der „Entdecker Feed“ dem Nutzer Inhalte, welche von Seiten stammen, die er noch nicht „geliked” hat. Basierend auf seinen bisherigen Likes. Also ein schönes Add-on, um neue Inhalte zu entdecken. In anderen Ländern ist er jedoch neuerdings anders aufgebaut: Dort sind auch alle Beiträge von öffentlichen Seiten wie Unternehmensauftritte oder Künstlern zu finden, die ein Nutzer mit „Gefällt mir“ markierte. Gleichzeitig sind diese nicht mehr im regulären Newsfeed zu finden. Das bedeutet: Der Haupt-Feed, das Herzstück von Facebook, ist nur noch für Beiträge von Freunden vorgesehen. Und für Werbung und Sponsored Posts. Unternehmen müssen also zahlen, wenn sie nicht an Reichweite einbüßen wollen.

Bisher findet dieser Test in der Slowakei, Serbien, Bolivien, Sri Lanka, Guatemala und Kambodscha statt. Und in diesen Ländern wurde bereits über massive Reichweiteneinbrüche berichtet. Diese könnten ebenso internationalen Marken in Haus stehen. Sollte Facebook diese neue Trennung auch weltweit ausspielen, ständen Social media marketing-verantwortliche vor einer großen herausforderung. Denn sollte der Explore Feed die neue Heimat für Inhalte von Pages werden, wäre für unbestimmte Zeit mit Reichweitenverlusten zu rechnen. Zumindest so lange, bis die Nutzerschaft sich an dieses neue System gewöhnt hat. Oder man gewillt ist, zu zahlen. Ob der Test ein Erfolg ist und ob die Trennung der Feeds auch in weiteren Ländern erfolgen soll wird sich zeigen. Offizielle dementiert Facebook jedoch: Adam Mosseri, Head of News Feed von Facebook versicherte, dass momentan kein weitreichender Roll-Out geplant sei.

 

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